Insel Elba: das Freizeitparadies im Mittelmeer

Das kristallklare, türkisblaue Meer und Traumstrände sind die Markenzeichen des größten Eilands des Toskanischen Archipels. Die Besucher finden hier reizvolle, fast unberührte Landschaften. Das Meer lädt zu Wassersport ein, während an Land zahlreiche Kulturgüter auf ihre Entdeckung warten.

Die Anreise

Das wichtigste Verkehrsmittel für die Anreise ist die Fähre. Sie verkehrt ganzjährig zwischen dem toskanischen Festland und der Insel. Ausgangshafen ist Piombino, der von Deutschland aus gut über die Autobahn erreichbar ist. Der Fährhafen ist gut ausgeschildert. Vier verschiedene Reedereien bieten Überfahrten an. Bereits die Überfahrt sorgt dabei für die richtige Einstimmung auf den Urlaub: Um das Schiff fliegen Möwen und andere Seevögel und nicht selten wird die Fahrt von Delfinen begleitet.

Einer der größten Anbieter für Überfahrten ist Moby Lines. Neben der Hauptstadt Portoferraio fahren die Schiffe auch Cavo im Nordosten des Eilands an. Im Sommer bietet die Reederei bis zu 30 Abfahrten pro Tag an. Ähnlich groß ist das Angebot von Corsica Sardinia Ferries. Beide Gesellschaften setzen klassische Hochseefähren ein, die auch eine große Kapazität für Autos haben. Trotzdem ist es besonders in der Saison empfehlenswert, die Überfahrt im Voraus zu buchen. Die Fahrt bis auf die Ferieninsel dauert etwa 70 Minuten. Zusätzlich besitzt Corsica Sardinia Ferries eine Schnellfähre, welche die Strecke in 30 Minuten bewältigt.

Toremar ist ein Tochterunternehmen von Moby Lines. Das Unternehmen fährt seit 2015 als erste „SmartFerry“ der Welt und bietet während der Überfahrt kostenloses WLAN. Die Reederei verfügt über einen Katamaran, der die Reisedauer bis Cavo auf 20 Minuten reduziert. Bis zur Inselhauptstadt sind es noch einmal 20 Minuten. Autos kann die Schnellfähre nicht transportieren. Seit 2010 verbindet außerdem das Fährunternehmen Blu Navi die Stadt Piombino mit der Ferieninsel Elba.

Nahe der Südküste befindet sich der Flughafen in der Ortschaft La Pila bei Marina di Campo. Silver Air bietet Verbindungen ab Pisa, Florenz und Mailand-Linate an. Diese Flughäfen sind gut von Deutschland aus zu erreichen. Zwischen Mitte Juni und Mitte September fliegt die Gesellschaft auch ab Lugano. Direktverbindungen ab deutschen Airports existieren leider nicht.

Die beste Reisezeit für die Insel

Auf Elba herrscht ein mildes, mediterranes Klima. Die beste Reisezeit hängt von deinen Interessen ab. Für einen Badeurlaub eignen sich die Monate Juni bis September. Dann liegen die Höchsttemperaturen zwischen 25 und 30 Grad, während es nachts nicht unter 15 Grad abkühlt. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 21 und 25 Grad. Im Juni, Juli und August verzeichnet das Eiland zudem die wenigsten Regentage.

Für Aktivurlauberinnen und -urlauber ist die Zeit zwischen April und Juni sowie im September und Oktober angenehm. Dann ist es nicht so heiß, allerdings ist das Wetter wechselhafter. Auch das restliche Jahr über sind Reisen nach Elba möglich. Du musst allerdings damit rechnen, dass touristische Einrichtungen geschlossen sind. Nachts kann es zwischen Dezember und Februar empfindlich kalt werden, wobei Frost selten ist.

Spartipps für die Buchung

Die absolute Hochsaison auf der Insel sind die italienischen Ferien im August. Dann sind die Strände sehr voll und die Unterkünfte deutlich teurer als in der restlichen Zeit des Jahres. Unterkünfte sind im April und Mai sowie ab September am günstigsten. Etwas teurer wird es nochmal in der Adventszeit.

Die Fähre kostet pro Strecke nur etwa zehn bis 20 Euro, wobei Schnellfähren teurer sind. Bei Corsica Ferries und Toremar gibt es Begrenzungen für das Gepäck, die bei Moby Lines und Blue Navy nicht gelten. Überfahrten von Montag bis Donnerstag sind günstiger als am Wochenende. Es gelten meist flexible Preise, die je nach Auslastung steigen. Hier kannst du viel Geld sparen, wenn du deine Reise für den Sommer schon im Winter buchst.

Die schönsten Urlaubsorte im Norden

Portoferraio ist die Hauptstadt und gleichzeitig der größte Ort der Insel. Mit 12.000 Einwohnern lebt hier etwa ein Drittel der Bevölkerung. Im malerisch gelegenen alten Hafen liegen edle Yachten neben den Fischerbooten der Einheimischen. Um diesen Ort erhebt sich die Altstadt wie ein Amphitheater. Der berühmteste Bewohner war Napoleon Bonaparte, der hier zehn Monate im Exil lebte.

Das Napoleonic Mills House war eine seiner beiden Residenzen und kann heute besichtigt werden. Nicht weit entfernt liegt die Festung Forte Falcone. Sie schützte die Stadt vom 16. bis 18. Jahrhundert vor Feinden, die sich über das Wasser näherten. In der Altstadt laden Boutiquen und Geschäfte zum Stöbern ein. In Restaurants und Cafés erhältst du Spezialitäten Italiens und der Insel.

Weiter westlich liegt die kleine Gemeinde Marciana Marina, die über einen schönen Yachthafen verfügt. Die Uferpromenade lädt zum Flanieren ein. In den Außenbereichen der Restaurants genießen Gäste die vielen Spezialitäten. Dabei können sie ihren Blick über das geschäftige Treiben im Hafen schweifen lassen. Ein Zeugnis der langen Verbindung zur Toskana ist der pisanische Wehrturm Torre degli Appiani. Er war schon auf einer Seekarte aus dem Jahr 1420 verzeichnet.

Alljährlich am 12. August findet von der Kirche Santa Chiara eine Prozession zum Hafen statt. Sie wird zu Ehren der Schutzheiligen veranstaltet, der auch das Gotteshaus gewidmet ist.
Der älteste Ortsteil ist das Fischerviertel Cotone. Die Häuser wurden an und auf den Felsen gebaut, was ein imposantes Bild ergibt. Die kleine Stadt liegt am Fuße des Monte Capanne, der mit 1.019 Metern der höchste Berg der Ferieninsel ist.

Schöne Orte an der Ostküste

Ein hübsches Dorf an der Küste ist Rio Marina. Empfehlenswert ist ein romantischer Bummel durch die engen Gassen. Ein wenig Kondition solltest du mitbringen, denn teilweise führt der Weg über steile, schmale Treppen. Sehenswert ist der Torre Cinquecentesca, ein achteckiger Wehrturm mit einem kleinen Türmchen. Die Turmuhr wurde erst im späten 19. Jahrhundert eingebaut. Ein weiterer mittelalterlicher Turm ist der Torre del Giove. Im Rathaus befindet sich ein Mineralienmuseum, das über alle auf dem Eiland vorkommenden Erze informiert. In den Sommermonaten finden an den Wochenenden Führungen durch nahe Erzbergwerke statt. Im Hinterland liegt das malerische Bergdorf Rio nell'Elba, das einst Zentrum der Eisenerzgewinnung war.

Nördlich von Rio Marina liegt Cavo, das nach Portoferraio den zweitgrößten Fährhafen beherbergt. Die Reste einer alten römischen Villa sind die größte Sehenswürdigkeit der Kleinstadt. Im Norden liegt die von Felsen umgebene romantische Bucht Cala delle Alghe.

In einer großen Bucht befindet sich die Gemeinde Porto Azzurro. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Festung Forte San Giacomo, die auf einem Felsvorsprung liegt. Zur Einkehr laden am Hafen mehrere Pfahlrestaurants ein. Im Hinterland lohnt sich ein Besuch des kleinen Santuario della Madonna di Monserrato. Vor der Küste liegen Tauchplätze, die durch ihren Artenreichtum begeistern.

Sehenswertes an der Südküste

Die südöstlichste der Gemeinden ist Capoliveri, die sich hoch über dem Meer erhebt. Ihre Geschichte reicht bis zu den Etruskern zurück. Die Altstadt hat sich ihren mittelalterlichen Reiz bis heute erhalten. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört die Apsis der Pfarrkirche San Michele aus dem 12. Jahrhundert. In der Altstadt gibt es einen schönen Aussichtspunkt, der ein eindrucksvolles Panorama auf das Mittelmeer offenbart.

Marina di Campo ist der Ort mit dem längsten Strand auf der Ferieninsel. Er misst 1,4 Kilometer und ist von schattenspendenden Pinien gesäumt. Die engen Gassen mit ihren Geschäften und Restaurants laden zu einem Spaziergang ein. Die Bucht mit ihren Klippen ist ein idealer Ort zum Tauchen. Am Strand findest du Tauchschulen und -basen. Marina di Campo ist Austragungsort des Elbaman Triathlons.

Kleines Mittelgebirge

Der Osten wird von einem kleinen Mittelgebirge rund um den Monte Capanne geprägt. Zum Gipfel in 1.019 Metern Höhe kannst du wandern. Insgesamt sechs Wanderwege stehen dafür zur Verfügung. Wem dies zu anstrengend ist, nutzt ab Marciana Alta die Seilbahn. Während der 20-minütigen Fahrt eröffnet sich ein herrliches Panorama. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis nach Korsika.

Das Bergdorf Marciana verfügt über eine lange Geschichte, von der das Fortezza Pisana zeugt. Um das Dorf liegen neben dem Monte Capanne weitere Berge, die zum Wandern einladen. Ein Ziel könnte die Fonte Napoleone sein. An der Quelle kannst du dir kostenlos Mineralwasser abfüllen.

Die schönsten Strände und Buchten

Im Süden des Eilands gibt es einige schöne Sandstrände, die bei Familien sehr gefragt sind. Besonders beliebt ist die langgezogene Bucht von Lacona, in welcher der Strand flach ins Wasser abfällt. Der Hauptort im Süden ist Marina di Campo mit dem längsten Sandstrand. Wassersportler finden hier ein breites Angebot. Die Strände im Süden sind ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zum Tauchen. Zu den für Kinder gut geeigneten Buchten gehört zudem Fetovaia.

Zu den längsten Stränden zählt der Spiaggia di Procchio, an dem Strandbars und Restaurants für das leibliche Wohl sorgen. Wunderschön von ins Mittelmeer fallenden Bergrücken eingerahmt ist der weiße Kiesstrand von Sansone. Nahe der Hauptstadt Portoferraio ist der Spiaggia di Capo Bianco wegen seines klaren Wassers bei Schnorchlern beliebt.

So schmeckt es auf der Ferieninsel

Das Eiland überrascht mit einer Vielzahl von Köstlichkeiten. Insgesamt überwiegt die mediterrane Küche. In jeder der Buchten gibt es andere Spezialitäten, deren Zutaten häufig vor der Küste zu Hause sind. In Portoferraio werden ein Tintenfischrisotto oder gekochter Oktopus serviert. Im heimischen Olivenöl werden zudem verschiedene Fischsorten frittiert. In Porto Azzuro verwöhnen dich die Köche mit gegrillten Schalentieren. Capolivieri ist die Heimat feiner Öle und des Weins. Vor allem im Osten der Ferieninsel lohnt es sich, ein Weingut zu besuchen und die edlen Tropfen zu probieren.