Urlaub in Schleswig: Die Stadt an der Schlei

Die Stadt Schleswig ist eine mittelgroße Stadt in Schleswig-Holstein. Hier, wo bereits die Wikinger Handel trieben, treffen Geschichte und Moderne harmonisch aufeinander. An kaum einem anderen Ort ist der Einfluss von Dänen, schwedischen Wikingern und norddeutschen Fürsten so präsent wie an diesem Ort an der Schlei. In deinem Urlaub lernst du die nordische Kultur und Lebensart kennen.

So reist du nach Schleswig

Die Anfahrt nach Schleswig ist einfach, da du in allen Richtungen gute Knotenpunkte findest.

Mit dem PKW fährst du über die A7 direkt nach Schleswig. Da die Autobahn einmal durch ganz Deutschland führt, fährst du an der entsprechenden Stelle auf sie auf. Sie wird dich geradewegs an dein Ziel führen.

Auch die Anreise mit dem Zug ist möglich, allerdings mit einigen Umstiegen verbunden. Hierzu fährst du zunächst nach Hamburg, steigst dort in eine Regionalbahn nach Neumünster, um in eine weitere Bahn nach Schleswig umzusteigen. Wenn dir das Umsteigen jedoch nicht fremd ist, stellt die Bahnfahrt eine umweltfreundliche Alternative zum Auto dar.

Bei einer Pauschalreise reist du in der Regel mit einem Fernbus an. Es gibt individuelle Fernbusse, die dir eine spontane Anreise zum günstigen Preis ermöglichen.

Die beste Reisezeit für deinen Schleswig-Urlaub

In Schleswig-Holstein ist das Wetter bekanntermaßen etwas rauer. Das gleiche gilt natürlich auch für die Stadt an der Schlei. Die beste Reisezeit für deinen Urlaub ist in den Monaten April bis September: In diesen Monaten ist der Niederschlag am geringsten und die Sonne verwöhnt dich lange am Tag. Ein schöner Spaziergang am Hafen der Ostsee-Förde bei Sonnenuntergang ist sehr romantisch und erholsam für die Seele.

In den kälteren Monaten von November bis Februar ist warme Kleidung einzupacken. Selbst bei Temperaturen von zwei bis zu sechs Grad Celsius macht ein Ausflug an den etwa 20 km entfernten Strand Spaß. Das Beobachten der Wellen und der Vögel bieten dir die nötige Entspannung. Auch die alten Wikinger haben sich bei diesen Temperaturen in ihren Häusern gewärmt – die kannst du dir auch im Winter anschauen.

In deinem Ferienhaus oder in deiner Ferienwohnung angekommen, gönnst du dir einen heißen Tee auf nordfriesische Art. An warmen Tagen genießt du die warme Sonne auf der Terrasse oder auf dem Balkon: Die meisten Unterkünfte bieten dir diesen Luxus an, sodass du bei der Buchung nicht lange danach suchen musst.

Die Buchung für deinen Urlaub

Bei der Buchung für deinen Urlaub gibt es einiges zu beachten. Wir geben dir die nötigen Tipps, damit du bestens darauf vorbereitet bist.

Eine frühe Buchung für die Sommermonate ist empfehlenswert, da die Region sehr beliebt ist. Dann ist es gut, wenn du dir frühzeitig die verschiedenen Unterkünfte ansiehst und du sie rechtzeitig buchst.

Dieser Tipp gilt nicht nur für die Monate von April bis Oktober, sondern auch für die Feiertage. Die beliebten Brückentage sind schnell ausgebucht.

Überlege dir vor der Buchung, wohin du mit wem und wie lange verreisen möchtest. Für Kinder oder Hunde sind besondere Ausstattungen in der Ferienwohnung oder im Ferienhaus üblich. Das macht deine Reise angenehmer, da du weniger Gepäck hast.

Statt einer Buchung, die du selber angehst, gibt es vorgefertigte Reisen im Reisebüro. Dort berät dich das fachmännisch ausgebildete Personal, das dir weitere Tipps für deinen Aufenthalt gibt und vielleicht sogar den ein oder anderen Geheimtipp für dich bereithält.

Mit diesen Kosten musst du rechnen

Die Kosten für deinen Urlaub in der norddeutschen Stadt sind sehr variabel, denn es kommt ganz auf die Art an, wie du gerne reisen möchtest. Man kann jedoch sagen, dass die grundsätzlichen Kosten wie Restaurantbesuche, Museumseintritte oder Souvenirkäufe mit denen in anderen deutschen Regionen vergleichbar sind.

Um deine Reisekosten zu berechnen, solltest du dir zunächst einmal deine Unterkunft aussuchen. In der Regel ist eine Ferienwohnung günstiger als ein Hotel. Bedenke dabei, dass du in einer Ferienwohnung für deine Verpflegung selber aufkommst. Da es immer auf die Lage und auf den Reisezeitraum ankommt, kann ein Ferienhaus auf dem Land preiswerter als eine Ferienwohnung mit direktem Strandzugang sein.

Zum anderen kommt es auf die Reisedauer und auf die Anzahl der Personen an. Für zwei Personen findest du meist eine große Auswahl. Für eine größere Personengruppe mit mehr als sechs Personen gibt es spezielle Angebote.

Fährst du zum Beispiel mit deinem Partner für ein Wochenende im Mai in die Wikingerstadt, zahlst du zwischen 150 und 500 Euro.

Clevere Spartipps, um günstig zu verreisen

Wenn du gerne spontan verreist, ist ein Lastminute-Angebot eine gute Gelegenheit. Damit sparst du viel Geld ein, das du stattdessen für besondere Sehenswürdigkeiten oder kulinarische Highlights ausgibst.

In vielen Ortschaften gibt es flexible Tages- oder Wochentickets für den öffentlichen Nahverkehr: Das spart nicht nur eine Menge an Emissionen ein, sondern auch noch bares Geld. Dein Auto lässt du am besten auf einem bewachten Park-and-Ride-Parkplatz stehen, der dich nichts kostet.

Mit einem geliehenen E-Bike erkundest du die Gegend auf eine andere Art und Weise, die dir sonst verborgen geblieben wäre. Noch günstiger ist es, wenn du dein eigenes Fahrrad mitbringst: Bedenke dabei die starken Winde, die das Radfahren an der Küste erschweren! Ein E-Bike ist in diesem Fall ratsam.

Wenn du die Gegend ein wenig erkundigen möchtest, solltest du die Kurtaxe bedenken, die du an vielen Orten entrichten musst. Oft gibt es dafür aber Automaten, an denen du sie mit deinem Parkticket einfach ziehen kannst. Das gilt für die meisten Orte an beiden Meeren und für einige Kurheilbäder. Das Gute daran ist, dass du mit der Kurkarte Geld beim Busfahren, beim Eintritt ins Schwimmbad oder für den Zoo sparst.

Die Attraktivitäten der Wikingerstadt an der Schlei

Schleswig ist eine größere Stadt mit einer charmanten Altstadt. Direkt an der Schlei, einer 40 Kilometer langen Förde der Ostsee, gelegen, diente sie den alten Wikingern bereits als Handelsstadt und war die Metropole der Gegend. Noch heute kannst du bei deinem Besuch in der Stadt die Atmosphäre von damals spüren, die einzigartig mit der Moderne verbunden ist.

Der Wikingerturm: Bereits bei deiner Fahrt in die Stadt wirst du vom Wikingerturm begrüßt, der 90 Meter in die Höhe ragt. Dieses in den 1970er Jahren gebaute Hochhaus bietet auf der 26. Etage ein Restaurant mit Aussicht über die Stadt. Dieses besondere Mahl solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen.

Die Klosteranlage: Dieses alte Kloster, das einst von Benediktinerinnen bewohnt wurde, ist heute Schauplatz verschiedener Kulturveranstaltungen der Stadt. Mehr als 800 Jahre alt, gilt das Kloster heute als die am besten erhaltende Klosteranlage des Bundeslandes. Besonders ist auch der Garten: Hier wachsen ausschließlich Pflanzen und Bäume, die in der Bibel Erwähnung finden. Wenn Sie Interesse an Konzerten, Lesungen oder Theater haben, sollten Sie sich eine Aufführung in diesem Komplex auf keinen Fall entgehen lassen.

Die Wikingerstadt Haithabu: Hier staunen nicht nur Kinder. Über 1.200 Jahre alt ist die Siedlung Haithabu, die von den Wikingern als Handelszentrum gegründet wurde. Heute steht hier ein Museum, in welchem du eindrucksvoll in das Leben der Wikinger eintauchen kannst. Die naturgetreu nachgebauten Häuser und archäologischen Funde zeigen, wie das Leben der Handwerker und Kaufleute im größten Handelszentrum Nordeuropas des 10. Jahrhunderts ausgesehen haben könnte.

Schloss Gottorf: Lange Zeit war die Stadt das kulturelle Zentrum der Region und Sitz des Fürstentums Schleswig-Holstein-Gottorf. Hiervon zeugt das Schloss Gottorf, das als Sitz der Herzöge genutzt wurde. Heute findest du in dem wunderschönen Barockgebäude ein Museum. Wenn du schon immer mal wissen wolltest, wie die Wikinger vor 1.700 Jahren über das Meer kamen, dann solltest du dir das Nydamboot anschauen. Neben diesem Boot, das als das älteste erhaltene, seetüchtige Ruderboot gilt, sind Moorleichen aus der Zeit der nordeuropäischen Eiszeit die Ausstellungsstücke mit dem größten Wow-Potential.

Das Fischerdorf Holm: Schnacken, ohne dabei vor die Tür zu treten? Wie das geht, siehst du im Fischerdorf Holm. Hier wandelst du an kleinen Häuschen vorbei, in dem einst Fischer mit ihren Familien lebten. Die kleine Idylle ist ideal, um seine Seele baumeln zu lassen und sich in eine andere Zeit zurückzuträumen. Siehst du die ungewöhnlichen, zweigeteilten Türen? Die sogenannten „Klöndören“ wurden nur teilweise geöffnet, um einen kurzen Schnack zu halten. Ideal, wenn man sich etwas zu erzählen hat, aber nicht vor die Tür treten möchte.

Die Königswiesen: Schnapp dir deinen Picknickkorb und ab auf die Königswiesen. In dem zentralen Park fand im Jahr 2008 die Landesgartenschau statt und auch heute noch werden die einst angelegten Grünflächen gepflegt und wunderschön angelegt. Hier lässt es sich entspannen und die Sonne genießen.

Das sind die schönsten Strände

Die Stadt an der Schlei hat keinen eigenen Strand, denn die Schlei ist eine Förde der Ostsee – ein sogenannter Meeresarm. Doch der Strand ist nicht weit, denn Schlei und Ostsee umschließen die Halbinsel Schwansen. Gerade einmal 20 Kilometer entfernt von Schleswig liegt mit Eckernförde der am nahesten gelegene Ostseeort. Ein Ausflug auf die Halbinsel macht nicht nur Freude, sondern wird auch durch einen Besuch am Ostseestrand belohnt. Hier hast du die Qual der Wahl, wenn es um den perfekten Ort zum Baden geht.

Der Strandabschnitt von Damp auf der Halbinsel Schwansen ist für Familien und Hundebesitzer ein Paradies. Windsurfen und Drachensteigen sind beliebte Sportarten an dem drei Kilometer langen Abschnitt.

Wenn du die Nordsee favorisierst, ist auch ein Ausflug nach Husum keine Hürde. Nicht einmal 40 Kilometer ist dieser bekannte Ort entfernt und sogar mit dem Zug erreichbar. Hier kannst du dich einer Wattwanderung anschließen oder dir einfach nur den Wind um die Nase wehen lassen.

Die Küche der Schleswig-Holsteiner

In Schleswig-Holstein gibt es eine vielseitige Küche, was an unter anderem an der Geschichte der einstigen Herzogtümer Schleswig, Holstein und Dithmarschen liegt. Noch heute werden die Minderheitssprachen Niederdeutsch, Dänisch und Nordfriesisch gesprochen, was auch Einfluss auf die hiesige Küche hat.

Der Holsteiner Katenschinken ist vor allem beim dänischen König Christian IV im 17. Jahrhundert beliebt gewesen. Die Speise ist eine wahre Delikatesse und wird dir zu besonderen Anlässen gereicht.

Buttermilch- und Fliederbeersuppe sind aus der Kategorie "Arme-Leute-Essen": Der Geschmack ist unglaublich und sehr erfrischend für warme Tage.

Brooken-Sööt ist ein typisches Gericht der regionalen Küche: Birnen, Bohnen und Speck werden dir im Spätsommer mit Kartoffeln serviert, wenn die Ernte der Birnenbäume soweit ist.

Matjes und Labskaus sind klassische Rezepte, die noch aus der Zeit der Seefahrer stammen.

Schnüüsch ist eine Art Gemüsesuppe mit reichlich Milch oder Sahne verfeinert. Dazu isst du frischen Matjes oder Katenschinken. Diese Speise ist in unserem Nachbarland Dänemark sehr beliebt.

Zum Dessert gibt es gerne rote Grütze, ein Stück vom Pharisäer-Kuchen oder selbst gemachtes Rübenmus.