Norderney im Schnellcheck

Norderney ist die zweitgrößte Ostfriesische Insel und Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, das Unesco-Weltnaturerbe ist. Neben traumhaften Stränden und Natur bietet das Seebad auch Events und historische Gebäude.

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Norderney: Ab auf die zweitgrößte der Ostfriesischen Inseln

Norderney ist 14 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 2,5 Kilometer breit und damit nach Borkum die zweitgrößte der Ostfriesischen Inseln. Wer seinen Urlaub hier verbringt, findet nicht nur herrliche Strände und unberührte Natur, sondern auch interessante historische Stätten und verschiedene kulturelle Events.

Anreise

Reisende, die mit dem Auto kommen, fahren bis Norddeich-Mole und können dort entweder parken oder mit dem Fahrzeug übersetzen. Besonders umweltfreundlich gelangt man mit der Bahn (Regionalzug oder IC) bis Norddeich-Mole. Von hier aus fahren mehrmals pro Tag Fähren, die etwa 45 bis 60 Minuten unterwegs sind. Auf der Insel selbst verkehrt ein Linienbus.

Möglich ist es zudem, von Norddeich oder Harle sowie von der Nachbarinsel Juist zur Urlaubsdestination zu fliegen.

Beste Reisezeit

Besonders gut besucht ist die Nordseeinsel in den Sommermonaten von Mai bis Oktober. Der Grund: In dieser Zeit ist die Wassertemperatur verhältnismäßig angenehm und der Wind weht vergleichsweise schwach. Aufgrund des Seeklimas ist ganzjährig mit Niederschlag zu rechnen. Bei angemessener Kleidung lohnt sich ein Besuch aber zu jeder Jahreszeit, unabhängig ob Sommer oder Winter. Aufgrund der starken Winde kommen auch Segler und Surfer gerne hierher.

Preise: Buchung und Spartipps Preise

Wer Ferienwohnungen oder Hotels online bucht, ist gut damit beraten, Vergleichsportale zu nutzen und Preise abzuwägen. In der Regel lohnt sich eine möglichst frühzeitige Buchung. Wie immer gilt: Ferienwohnungen und -häuser sowie Pensionen sind meist günstiger als Hotels.

Am günstigsten ist der Urlaub auf dem Campingplatz. Gerade in der Hauptsaison pilgern zahlreiche Camper auf die Nordseeinsel, weshalb man auch den Stellplatz rechtzeitig vorab buchen sollte. Zurzeit gibt es vor Ort vier gut ausgestattete Campingplätze.

Unser Tipp: Die NorderneyCard ist eine gute Möglichkeit, einen entspannten Aufenthalt zu genießen und gleichzeitig zu sparen. Beim Vorzeigen der Karte erhält man einige kostenfreie oder vergünstigte Angebote sowie Sonderkonditionen bei Veranstaltungen und Events.

Die schönsten Strände

Norderney verfügt über mehrere reizvolle Sandstrände, die Sonnenhungrige anziehen und außerdem zu jeder Jahreszeit zu ausgedehnten Spaziergängen einladen.

- Der Weststrand: Der unmittelbar in Stadtnähe und nahe am Hafen gelegene Strandabschnitt zieht vor allem Familien an. Zwar ist er mit etwa 500 Metern Länge der kleinste Badestrand auf der Nordseeinsel, dafür gibt es viele Attraktionen für Kinder – beispielsweise Hüpfburgen, einen Piratenspielplatz sowie einen der höchsten Klettergärten Deutschlands. Die Lage könnte besser nicht sein, da sich das Stadtzentrum – und damit Restaurants, Cafés und Shops – direkt über der Strandpromenade befindet.

- Der Nordstrand: Im nordwestlichsten Teil geht der West- in den trubeligen Nordstrand über. An diesem zehn Kilometer langen Strandabschnitt treffen sich die Wassersportler zum Wellenreiten, Surfen und Stand-up-Paddeln. Zudem gibt es Felder für Beachvolleyball und andere Strandspiele. Auch die Infrastruktur lässt mit einigen Restaurants und Cafés nicht zu wünschen übrig. Abends lohnt sich der Weg hierher, um einen besonders schönen Sonnenuntergang zu bewundern.

- Der Oststrand "Weiße Düne": Der rund fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernte Oststrand gilt als einer der schönsten Strände der Ostfriesischen Inseln. Den Namen "Weiße Düne" trägt er, weil die Besucher hier ein weißer, bis zu 80 Meter breiter Sandstrand erwartet. Vor Ort befinden sich ein Kiosk, eine Strandkorbvermietung und das Restaurant Weiße Düne. In letzterem gibt es typisch friesisches Essen, beispielsweise regionaler Käse, eine Ostfriesenstulle mit Seeluftschinken und Nordsee-Krabben.

- Der Strand am Ostende: Dieser Strandabschnitt ist recht einsam gelegen und sehr naturbelassen. Da er unbewacht ist, ist man hier manchmal ganz alleine unterwegs und kann in völliger Einsamkeit wandern gehen. Die letzte Parkmöglichkeit ist der Parkplatz Ostheller.

- FKK-Strand: Fans der Freikörperkultur finden sich am FFK-Badestrand im Osten (hinter dem Leuchtturm) ein. Hier sorgen ein Kiosk und ein Imbiss für das leibliche Wohl der Gäste, außerdem gibt es eine Strandkorbvermietung und eine Sauna. Diese hat jeden Tag von 11 bis 16 Uhr (in der Hochsaison bis 17 Uhr) geöffnet. Von Zeit zu Zeit wird auch eine Mitternachtssauna angeboten.

- Hundestrand: Reisende mit Hund dürfen sich auf der Nordseeinsel ausschließlich an den drei als Hundestrand ausgewiesenen Strandabschnitten aufhalten. Dazu gehören das Ostbad Weiße Düne am Oststrand sowie die Oase und der südliche Abschnitt des Weststrands. Gut zu wissen: Das ganze Jahr über herrscht hier eine Leinenpflicht.

Die schönsten Orte und Aktivitäten

Neben den ausgedehnten Stränden bietet die Nordseeinsel ihren Gästen noch einige andere wunderschöne Orte und Möglichkeiten für Aktivitäten:

- Stadt im Westen: In der Stadt kommen die Fähren an, sodass Besucher gleich nach ihrer Ankunft durch die hübschen Straßen schlendern können. Hier gibt es einige Geschäfte des täglichen Bedarfs, außerdem Souvenirshops, Restaurants, Cafés und Kneipen.

- Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer: Unbedingt sollte man dem Nationalpark Wattenmeer einen Besuch abstatten. Dabei darf eine Wanderung jedoch nur unter fachkundiger Führung gemacht werden, da die Gezeiten sehr gefährlich werden können. Gleich am Hafen liegt das Nationalparkhaus Watt Welten, das in einer Ausstellung über die einzigartige Landschaftsform informiert. Hier erfahren Besucher mehr über die Flora und Fauna im Nationalpark und können sich zu den Problemen, beispielsweise Vermüllung und See-Windkraftanlagen, informieren.

- Rad- und Wanderwege: Norderney besteht zu knapp 70 Prozent aus Dünen und Strand. Durch diese wunderschöne Landschaft führen rund 80 Kilometer Rad- und Wanderwege, auf denen Besucher auch Salzwiesen und mehrere Wäldchen bestaunen können. Fast alle Wege führen zum Leuchtturm, der sich auf einer Düne im Inselzentrum befindet. Hier bieten insgesamt drei Plattformen interessante Aussichten auf das Meer und die Dünen.
Unser Tipp: Eine der schönsten Wanderungen ist die bis zum Schiffswrack eines Muschelbaggers im äußersten Osten. Spaziergänger gelangen über einen markierten Weg zu diesem Inselteil.

- Thalasso-Zentrum bade:haus: Das sogenannte bade:haus ist ein Ort der Erholung und gern besuchter Ort für viele Einheimische und Besucher. Neben Meeralgen-Anwendungen, verschiedenen Inhalationen und Schlamm-Bädern bietet das Bad einen großzügigen Sauna- und Spa-Bereich mit kalten und warmen Bädern. Ebenfalls vorhanden ist ein Erlebnisbad mit einer 60 Meter langen Rutsche und einem Meerwasser-Brandungsbecken. Das Konzept umfasst auch Bewegung an der Meeresluft und bietet seinen Gästen die Möglichkeit, auf 1,8 bis 13 Kilometer langen Thalasso-Kurwegen die Insel zu genießen.

- Surfen: Mit dem kräftigen Wind, der ständig weht, bietet die Nordseeinsel beste Bedingungen zum Surfen und Wellenreiten. Gut zu wissen: Zieht ein Tief über die Nordsee nach Osten, entstehen die größten Wellen. Ebenfalls tolle Wellen sind bei starkem Wind aus Nordwesten zu erwarten. Für Anfänger bietet die Surferbucht direkt neben dem Yachthafen die Möglichkeit, das Surfen zu lernen. Hier ist das Wasser flach und dementsprechend sicher – ideal also für Einsteiger. Außerdem gibt es hier eine großzügig ausgestattete Surfschule für Erwachsene, Kinder und Familien.

- Segeln: Die Nordseeinsel ist auch für Segler idealer Ausgangspunkt für den nächsten Segelturn. Schließlich ist man hier von der Nordsee umgeben, die ein einzigartiges Revier und tolle Bedingungen für den traditionsreichen Wassersport bietet. Hier findet man nicht nur viele Gleichgesinnte, sondern auch ideale Voraussetzungen für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene.

- Alter Leuchtturm: Missen sollten Besucher auf keinen Fall den historischen Leuchtturm. Der von 1871 bis 1974 errichtete Backsteinbau ragt mit einer Höhe von 54 Metern über alle anderen Gebäude. Vom Boden bis zur Aussichtsplattform an der Turmspitze zählt man 254 Stufen. Interessant ist, dass die Leuchtfeuerlinse aus Frankreich stammt und sich nach links dreht. Dies ist in Deutschland einzigartig. Zwischen April und Oktober sind Leuchtturm und Plattform jeden Tag für mehrere Stunden für Besucher geöffnet.

- Conversationshaus: Auch das sogenannte Conversationshaus gehört zu den historischen Bauten der Nordseeinsel. Das ehemalige Kurhaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und beherbergt heute die Tourist-Information, eine Bibliothek sowie einen Leseraum mit Kamin.

- Marienhöhe: Norderney gilt als das älteste Nordseebad Deutschlands, gegründet im Jahr 1797. Auf einer Düne im nordwestlichen Teil wurde im 19. Jahrhundert der Pavillon "Marienhöhe" errichtet. Er war der Königin Marie von Hannover gewidmet und beherbergt heute ein Café.

- Fischerhaus und Bademuseum: Das Heimatmuseum Fischerhaus ist der richtige Ort für alle, die sich für die lokale Historie und die Traditionen interessieren. Es liegt in der Nähe des Weststrandes und zeigt, wie die Insulaner früher gelebt haben. Interessant ist auch das Bademuseum, das über die Reise- und Badekultur vergangener Zeiten informiert. Neben einer Dauerausstellung gibt es hier auch immer wieder Sonderschauen.

- Festivals und Filmfest: Die rund ums Jahr stattfindenden kleinen Festivals und Musik- sowie Filmfeste sollen vor allem auch junge Gäste ansprechen. So findet an Pfingsten das White Sands Festival statt, das sich rund um Beachvolleyball und andere Sportarten am und im Wasser dreht. Darüber hinaus gibt es beispielsweise das Summertime-Popfestival, ein Sommerkino, klassische Konzerte und das Internationale Filmfest Emden, das teilweise auf der Nordseeinsel stattfindet. Zum Angebot gehören auch sportliche Events wie zum Beispiel ein Triathlon im Spätsommer.

Küche

Wie man es von einer Nordseeinsel erwartet, gibt es auf Norderney viele maritime Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten. Ein bekanntes und beliebtes Fleischgericht ist "Snirtjebra" oder "Snirtje". Das Gericht stammt aus der friesischen Traditionsküche und besteht aus Schweinefleisch-Stücken. Als Besucher sollte man es unbedingt ausprobieren. Das Wort leitet sich von snirrtjen (plattdeutsches Wort für brutzeln) ab. Ebenfalls lecker ist "Rintjebra", das aus Rindfleisch besteht, aber genauso zubereitet wird wie Snirtje.

Das kulinarische Angebot ist aber durchaus auch international und so gibt es neben regionalen Fisch- und Fleischspezialitäten auch bodenständige deutsche Küche, mediterrane und vegane Angebote. Wer Hunger hat, muss meist nicht lange suchen: So gibt es in der Innenstdt, aber auch am Strand und sogar versteckt in den Dünen immer wieder Restaurants, Cafés oder Imbisse.