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Indien: ein fernes Urlaubsland mit vielen Farben, Gerüchen und Herzlichkeit

Um neue Eindrücke zu sammeln, kommt für viele Reisende ein asiatisches Land wie zum Beispiel Indien immer häufiger infrage. Die einzigartige Kultur, die Gegensätze und die unterschiedlichen Landschaften in allen Himmelsrichtungen sorgen für einen abwechslungsreichen Urlaub. Neben den berühmten Denkmälern und Großstädten zieht es viele Touristen auf die Straßen, um das echte Leben zu spüren.

So reist du nach Indien

Die wohl einfachste Indien-Anreise erreichst du mit dem Flugzeug: Von Deutschland aus sind es rund acht bis zehn Flugstunden. In manchen Fällen musst du bis zu zweimal umsteigen. Verschiedene Airlines steuern die größten Flughäfen an, die von Düsseldorf, Frankfurt am Main, Berlin oder München starten. Die meisten indischen Airports liegen etwas außerhalb, sodass du mit einem Tuk Tuk oder dem Zug ins Stadtzentrum fahren musst. Dafür kommen rund 30 bis 60 Minuten Fahrtzeit hinzu. Um deine Indienreise mit dem Zug anzutreten, musst du bis nach Khajuri in Nepal reisen. Von Nepal, Bhutan, Bangladesch und Pakistan aus sind Fernbusreisen möglich. Erkundige dich vor der Abreise, welche Visabestimmungen gelten. Das gilt auch für deinen Mietwagen und für die Mautgebühren, die auf manchen indischen Bundesstraßen anfallen.

Das ist deine beste Reisezeit

Indien weist Gebiete auf, die ein unterschiedliches Klima haben. Aus diesem Grund wird es gerne auch als das Land der Gegensätze bezeichnet. Im Süden herrscht ein tropisches Klima, während andere Gebiete ein mäßiges Klima aufweisen. Wenn du dorthin reisen möchtest, ist die beste Reisezeit im Allgemeinen von Oktober bis März. Zu dieser Zeit herrschen keine Monsunregen, die viel Niederschlag bedeuten. Diese fangen in der Regel von Juni an und dauern bis in den Oktober hinein. Bei heftigem Regen kann es zu Überflutungen kommen, sodass du nicht weiterreisen kannst.

Naturfans fahren gerade in dieser Zeit gerne nach Indien, um sich die erblühende Landschaft anzusehen. Dann kommen die Monate von März bis August infrage. Die indischen Skigebiete im Norden haben den besten Schnee von Oktober bis Februar, um auf den hohen Bergen Ski oder Snowboard zu fahren. Wenn du den größten Berg des Landes, den Himalaya, besteigen möchtest oder wenn du Trekkingtouren rund um den Berg planst, ist die beste Reisezeit von Juli bis Oktober.

Die besten Indien-Buchungstipps

Für deinen Indien-Urlaub ist es gut, wenn du dich nach einer Pauschalreise umsiehst. Das ist in jedem Fall günstiger und du musst dich um nichts mehr kümmern. Flüge, die Shuttle-Fahrt vom Flughafen zum Resort und die Unterkunft sind in einem Festpreis enthalten. Die Reiseveranstalter sorgen für eine hohe Sicherheit und du brauchst dich nicht mit den Einheimischen auf Englisch oder auf Hindi zu verständigen.

Sofern du eine Rundreise als Backpacker planst, ist es gut, wenn du dir einen Start und ein Ziel setzt. Welche Dinge möchtest du gerne sehen und was interessiert dich nicht so sehr? Mit diesen Tipps planst du deine Rundreise, die dich in die verschiedenen Gebiete führt. Am besten buchst du von Deutschland aus deinen Hinflug und eine erste Unterkunft. Mit einer vor Ort gekauften SIM-Karte gelangst du ins hiesige Internet, das es in vielen Großstädten umsonst gibt. Nach und nach buchst du dir neue Unterkünfte und Mitfahrgelegenheiten.

Denke daran, passende Kleidung einzupacken, die allen Temperaturen und Klimabedingungen trotzt. Hole dir vor der Abreise eine Beratung beim Arzt ein, welche Impfungen notwendig sind. Vor allem Impfungen gegen Hepatitis, Gelbfieber und Zecken sind zu empfehlen.

So viel kostet dich dein Indien-Urlaub

Für deinen Indien-Urlaub musst du am meisten Geld für den Flug ausgeben. In der Regel greifen Reisende auf dieses Verkehrsmittel am häufigsten zurück, da es die schnellste, sicherste und einfachste Art zu verreisen ist. Für einen Nonstopflug von Frankfurt am Main aus bis zur Hauptstadt Neu-Delhi zahlst du ab 640 Euro aufwärts. Bis nach Chennai oder Kochi zahlst du für eine Person rund 700 bis 980 Euro für den Hinflug. Hinzu kommen weitere Kosten wie zum Beispiel für die Anreise zum oder vom Flughafen weg. Das Ganze musst du noch einmal für den Rückflug einplanen.

Die Unterkunft dagegen ist deutlich günstiger. Es gibt sehr preiswerte Unterkünfte im Süden, die für Backpacker gerade einmal sieben Euro die Nacht kosten. In den Großstädten wie etwa in Delhi zahlst du rund 70 bis 300 Euro die Nacht. Die Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels bieten dir im Gegenzug einen Service an, den du aus Europa kennst.

Um von A nach B zu gelangen, bist du auf einen Tuk-Tuk-Fahrer angewiesen. Es ist üblich, dass jeder Fahrer verhandelt und zunächst höhere Preise anschlägt. In vielen Städten wie etwa in Mumbai kommen immer häufiger Taxameter zum Einsatz, sodass du einen fairen Preis angezeigt bekommst. Für die rund 45-minütige Fahrt vom Airport Delhi bis ins Stadtzentrum zahlst du zum Beispiel umgerechnet etwa zehn bis zwölf Euro.

Die Verpflegungskosten sind relativ gering. Am besten gönnst du dir einen Imbiss von der Straße: Die niedrigen Preise und die unglaublichen Aromen werden dich ins Staunen versetzen. So zahlst du häufig nicht mehr als zwei Euro für eine Speise.

Die Eintrittspreise für bekannte Sehenswürdigkeiten sind mit unseren europäischen Eintrittsgeldern zu vergleichen: Für das Taj Mahal zahlst du beispielsweise umgerechnet rund 14 bis 17 Euro. Dabei entscheidest du dich für oder gegen einen zusätzlichen Besuch des Mausoleums. Inder hingegen zahlen nur 50 bis 250 INR, also keine drei Euro.

Mit diesen Tricks sparst du viel Geld ein

Vor deinem Abflug ist es ratsam, dein Geld in Rupie umzutauschen. Der Wechselkurs schwankt von Tag zu Tag, sodass du dich am besten einige Zeit vor der Abreise informierst. Bei deinem Bankinstitut ist es in den meisten Fällen möglich, bis zu 50 Münzen kostenlos umzutauschen. In manchen Situationen oder bei höheren Geldbeträgen fällt eine Gebühr von fünf bis zehn Euro an. Das ist immer noch günstiger, als das Geld in der Destination umzutauschen. Zudem hast du die Sicherheit, dass du nicht um dein Geld betrogen wirst. Ein Beleg ist jederzeit verpflichtend, um Geldwäsche zu vermeiden. Nimm diesen Beleg bei größeren Beträgen mit, um das Geld nicht verzollen zu müssen.

Die Menschen im Inland handeln gerne, darum solltest du nie auf den zuerst genannten Preis eingehen. Das gilt vor allem an den Stränden wie zum Beispiel im Bundesstaat Goa, der am Arabischen Meer liegt. Die Badeorte sind sehr beliebt bei Indien-Touristen – und das wissen die Einheimischen. Für eine Strandliege zahlst du in der Regel nichts, wenn du in der Hütte etwas verzehrst. Die Händler versuchen, dir teure Angebote für eine kurze Liegezeit zu unterbreiten. Sei darauf gefasst und höre dich in deiner Unterkunft nach den tatsächlichen Preisen um.

Die schönsten Indien-Strände

Die schönsten Indien-Strände befinden sich in Südindien und an der Westküste am Arabischen Meer. Der Bundesstaat Goa, der noch heute die Einflüsse portugiesischer Einwanderer in Form von Kirchen zeigt, gilt als erste Anlaufstelle für Wasserratten. Zwischen zwei Buchten erstreckt sich der Palolem-Strand, der weißen Sand und Palmen bietet.

Der Angola-Strand ist nicht weit entfernt und ist nur bei wenigen Einheimischen und Touristen bekannt. Hier warten vielleicht besondere Erlebnisse: Du teilst dir den Strandabschnitt gegebenenfalls mit einer Kuhherde.

An der südlichen Küste befindet sich der abseits gelegene Muzhapplangad-Strand in Kerala: Schöne Restaurants und viel Ruhe machen diesen Geheimtipp so besonders.

Diese Sehenswürdigkeiten sind wirklich lohnenswert

Der Palast des Taj Mahals ist das Wahrzeichen der Inder: Selbst Lady Diana war fasziniert von diesem imposanten Gebäude, das mit der gespiegelten Architektur und dem Mausoleum im Inneren beeindruckt. Wörtlich übersetzt heißt es Krone des Palastes. Es befindet sich in der nordindischen Stadt Agra und ist seit 1983 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Das Rote Fort liegt in der gleichen Stadt und war einst als Festung vorgesehen. Die Backwaters, also die Wasserstraßen, sind für Reisende im Süden ein absolutes Highlight. Auf den Booten werden regionale Produkte verkauft. Ein echtes Erlebnis sind die Tempel, die als Sakralbauten des Hinduismus gelten.

Die indische Küche: eine Reise für den Gaumen

Die indische Kulinarik ist einzigartig auf der Welt: Zahlreiche Gewürze und Geschmacksrichtungen werden miteinander kombiniert, die du von unserem heimischen Essen kaum kennst. Inspiriert von der Ayurvedischen Küche werden dir viele Speisen mit Kurkuma, Chili oder Kreuzkümmel gereicht. Um die Schärfe zu nehmen, sind Naanbrot oder Raita beliebt.

Während die nordindische Küche sehr fettreich und fleischlastig ist, ist die südindische Speisekarte nahezu vegetarisch und fettarm. Es kommt also auf die Region an, wo du dich gerade aufhältst. Wenn du eine Rundreise unternimmst, kommst du in den Genuss aller köstlichen Speisen. Rindfleisch wirst du nirgends finden, da Rinder in Indien als heilig gelten.

In Nordindien gehören ein Linsen-Dal oder ein Chicken Tandoori zu den Lieblingsspeisen. Im südlichen Landesteil sind Idli zum Frühstück beliebt: Dahinter sind gedämpfte runde Teigfladen mit Reis gefüllt zu verstehen.

Ein Tipp: Wenn du eine Einladung zum Essen bei den Einheimischen erhältst, ist eine angemessene Kleidung gefragt. Ein Sari für Frauen oder ein Dhoti für Männer zollt den Gastgebern Respekt. Vergiss nicht, deine Schuhe vor der Tür auszuziehen und dir die Hände vor dem Essen zu reinigen. Viele Gerichte werden mit den bloßen Händen verzehrt. Das gilt zum Beispiel für ein Curry Masala, das du mit Reis und Naanbrot isst. Die Gewürzmischung Marsala kommt aus der gleichnamigen Region.

Samosas sind beliebte dreieckige Streetfood-Teigtaschen in allen Regionen, die mit Kartoffeln oder Fleisch gefüllt und frittiert sind.