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Peking – Wissenswertes rund um Reiseinformationen, Sehenswürdigkeiten und Kulinarik

 

Peking, auch unter der amtlichen Bezeichnung Beijing bekannt, lädt Reisende dazu ein, die 3.000 Jahre alte Geschichte der chinesischen Hauptstadt kennenzulernen. Verbotene Stadt, Kaiserpalast, Chinesische Mauer und Himmelstempel – Begriffe, die in der ganzen Welt bekannt sind. Gastfreundliche Einwohner, eine unvergleichliche Küche und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten machen einen Aufenthalt zum unvergesslichen Erlebnis.

Anreise in die Millionenmetropole

Von vielen großen Flughäfen starten Flugzeuge ab Deutschland in Richtung Peking. Mit einer Flugzeit von etwa zehn Stunden gilt Fliegen definitiv als die günstigste und bequemste Anreisemöglichkeit. So bietet Lufthansa Flüge ab Frankfurt und München, Air China ab Frankfurt und Düsseldorf sowie Hainan Airlines ab Berlin.

Nach der Landung befindest du dich rund 20 Kilometer nordöstlich der Innenstadt. Rund um die Uhr fahren Linienbusse und Taxis ins Zentrum. Gewöhnlich dauert die Fahrt 20 Minuten, während der Rushhour sind aber auch 90 Minuten keine Seltenheit.

Eine Alternative zum Flugzeug wäre die Zugfahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn. Für die Strecke von Moskau in die chinesische Metropole musst du mit 140 Stunden rechnen. Das bedeutet, dass du insgesamt sechs Nächte an Bord des Zuges verbringen wirst. Je nach Anzahl der Betten pro Abteil kostet eine Fahrt zwischen 800 Euro und 1.400 Euro.

Pauschalangebote nutzen oder lieber individuell buchen?

Die Beantwortung dieser Frage ergibt sich aus deinen persönlichen Vorlieben und deiner Definition von einem idealen Urlaub. Pauschalangebote stehen ausreichend zur Verfügung, andererseits bietet die Stadt ideale Bedingungen für Individualreisende. Tendenziell bestehen beide Arten von Urlaub aus den gleichen Bausteinen. Du brauchst einen Flug, eine Unterkunft und ein Transportmittel, mit dem du deine Unterkunft erreichst. All dies kannst du in Beijing ohne großen Aufwand organisieren – sowohl pauschal als auch individuell.

Eine klassische Paketlösung bietet Sicherheit und Komfort

Pauschalangebote bündeln verschiedene Leistungen zu einem Gesamtprodukt. Es lässt sich komfortabel und entspannt reisen, wenn du dich um nichts kümmern musst. Du wirst am Flughafen abgeholt, zum Hotel gebracht und zu den schönsten Sehenswürdigkeiten gefahren. Das ist ein echter Vorteil in einem Land, in dem du vermutlich die Sprache nicht verstehst und die Schrift nicht lesen kannst. Das Rundum-sorglos-Paket hat allerdings seinen Preis und verteuert die Reise im Vergleich zum Individualurlaub.

Ein großes Maß an Freiheit und Individualität

Eine Peking-Städtereise in eigener Regie zu organisieren, fällt nicht schwer. Übernachtungen lassen sich dank Internet einfach buchen, ganz gleich ob kleines Guesthouse oder großes Luxushotel. Inzwischen sprechen viele Menschen Englisch, Hotelmitarbeiter und freundliche Passanten stehen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Um in der Millionenmetropole von A nach B zu kommen, stehen dir ein riesiges und modernes Untergrundnetz sowie zahlreiche Buslinien zur Verfügung. Während die U-Bahn-Stationen zweisprachig ausgeschildert sind, ist die Fahrt mit dem Bus entsprechend schwieriger. Hier solltest du genau wissen, wo du aussteigen musst. Aber auch Taxis sind in der Millionenmetropole nicht teuer und dank Apps leicht zu ordern. Unser Tipp von reisereporter: Lass dir eine Visitenkarte deiner Unterkunft geben, die kannst du dem Taxifahrer auf der Rückfahrt oder im Notfall zeigen.

Der passende Aufenthalt für jeden Geldbeutel

Schon beim Flug kannst du eine Menge Geld sparen. Die günstigsten Angebote starten bei 500 Euro. Natürlich nimmt auch die Saison einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Flugpreises – so kosten Flüge im Januar oft nur rund ein Drittel im Vergleich zu denen in den Monaten Juli und August.

Hotels, Restaurants, Transport und Unternehmungen können ebenfalls gezielt nach Reisebudget ausgesucht werden. Als sparsamer Backpacker kannst du in einem Youth Hostel bereits mit einem Tagesbudget zwischen 20 und 25 Euro für Übernachtung und Verpflegung zurechtkommen. Eine Übernachtung in einem durchschnittlichen Hotel kostet ab 30 Euro aufwärts, Luxushotels starten bei 150 Euro.

Auch beim Essen kannst du auf deine Finanzen achten. Während eine Mahlzeit in einem günstigen Restaurant um die fünf Euro kostet, zahlst du für ein 3-Gänge-Menü in einem durchschnittlichen Restaurant zwischen 20 und 30 Euro. Unschlagbar im Preis ist Streetfood, das mit Preisen ab 70 Cent überzeugt.

Die beste Zeit für eine Reise in die chinesische Hauptstadt

In Peking herrscht gemäßigtes, kontinentales Klima, das sich in vier Jahreszeiten aufteilen lässt. Der Sommer ist sehr heiß, der Winter extrem kalt. Bis zu neun Stunden Sonnenschein und wenig Regen versprechen die Monate April, Mai, September und Oktober. Aus diesem Grund gelten die Frühlings- und Herbstmonate als beste Reisezeit.

Frühling

Der Frühling erstreckt sich über die Monate März bis Juni. Auch wenn es ab und an regnet und es morgens noch sehr neblig sein kann, steigen die Temperaturen und die Anzahl der Sonnenstunden nimmt kontinuierlich zu. Mit bis zu neun Sonnenstunden täglich ist der Frühling die sonnigste Jahreszeit.

Sommer

Die Sommermonate von Juni bis August sind heiß und regnerisch, der Juli gilt als besonders regenreich. Das Thermometer steigt auf bis zu 31 Grad und die Luft ist drückend und schwül.

Herbst

Der Herbst erweist sich als perfekte Reisezeit für eine Entdeckungstour durch die City. Nach den schwülen Temperaturen des Sommers ist das Klima nun wieder angenehm und lädt dazu ein, Kultur, Märkte und Parks zu erkunden. Auch wenn der Himmel jetzt wieder wolkenlos ist und die Sonne scheint, sinken die Temperaturen zum Abend hin merklich. Packe also immer etwas zum Überziehen ein.

Winter

Der Winter gilt als kalt und trocken. Mit Temperaturen zwischen zehn Grad minus und zwei Grad plus ist der Januar der mit Abstand kälteste Monat. Dicker Winterpulli, warme Jacke und schneefeste Schuhe sind Pflicht.

Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Millionenmetropole

Die Verbotene Stadt

Der Kaiserpalast wurde bis zu dessen Abdankung im Jahr 1911 vom letzten Kaiser bewohnt. Der Ort beherbergt 890 prächtig verzierte Paläste mit knapp 9.000 Räumen. Vor dem Eingang in die Verbotene Stadt befindet sich der Tian’anmen Platz – der Platz des Himmlischen Friedens – samt Mao Zedongs Mausoleum. Bei einem Besuch des Jingshan-Park bietet sich ein grandioser Panoramablick über die gesamte Anlage.

Der Sommerpalast Yihe Yuan

Kaiser Qianlon ließ den Palast einst für seine Mutter erbauen. Heute verzaubert er seine Gäste mit filigraner Architektur, einem reich verzierten Wandelgang und klassischer Gartenbaukunst. Eine Bootsfahrt auf dem malerischen Kunming-See rundet einen Ausflug zum Sommerpalast ab.

Der Himmelsaltar Tiantan

In früheren Zeiten beteten hier die Kaiser am Tag der Wintersonnenwende für gutes Wetter und eine ertragreiche Ernte. Zu den Highlights zählen die Halle des Erntegebetes und die Echomauer. In den weitläufigen Parkanlagen treffen sich heute die Menschen zum Thai Chi, zum Kartenspielen und zum Tanzen.

Ming-Gräber und Heiliger Park

Von insgesamt 16 kaiserlichen Herrschern, die während der Ming-Dynastie regierten, sind 13 in einem Tal außerhalb Pekings begraben. Drei Grabstätten befinden sich in der Umgebung und sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Vor Ort stellt ein Museum bedeutende Grabfunde aus. Erreicht werden die Gräber über den Heiligen Weg, der zu beiden Seiten von steinernen Regierungsbeamten und Tieren gesäumt wird. Ein Ausflug hierher lässt sich ideal mit einer Tour zur Großen Mauer verbinden.

Die Große Mauer

Mit einer Länge von mehr als 21.000 Kilometern ist sie das größte von Menschen geschaffene Bauwerk. Mit ihrem Bau wurde bereits im zweiten Jahrhundert vor Christus begonnen. Per Tagesausflug geht es zu einer der drei Einstiegsstellen in Badaling, Mutianyu oder Simatai. Von den Wehrtürmen aus erstreckt sich die Mauer auf beiden Seiten bis zum Horizont und lässt erahnen, wie groß das Reich war, das sie einst beschützte.

Das chinesische Nationalmuseum

Das Nationalmuseum gilt als größtes Museum der Welt. Eine Besichtigung ist kostenlos und bietet interessante Eindrücke über die Geschichte und die Kultur Chinas.

Was du auf einer Peking-Reise nicht verpassen solltest

Die Metropole bietet mit ihren 21 Millionen Einwohnern einen beeindruckenden Mix aus Tradition und Moderne. Neben Wolkenkratzern findest du prächtige Stadttore und historische Gassen mit schönen Altstadthäusern – die sogenannten Hutongs.

Nach einem Tag voller Kultur kannst du dich für einen ausgiebigen Einkaufsbummel in der bekannten Einkaufsmeile Wangfujing entscheiden, einen lustigen Abend in einer Karaoke-Bar verbringen oder von einer Rooftop-Bar den spektakulären Blick über das Lichtermeer genießen.

Wer es ruhiger mag, findet in den Parks der Stadt einen grünen Rückzugsort. Zu den Geheimtipps zählen der Beihai-Park mit seiner berühmten Drachenwand oder der Botanische Garten mit dem Tempel des Schlafenden Buddha.

Essen gehen in Peking

Das Essen in Chinas Hauptstadt gehört ebenfalls auf die Liste der Highlights. Hier kannst du dich auf eine breite kulinarische Vielfalt an vielen verschiedenen Orten und in verschiedensten Preiskategorien freuen. Neben klassischen Restaurants gibt es kleinere Spezialitätenrestaurants, die sich auf ein spezielles Gericht oder auf eine erlesene Auswahl an Klassikern spezialisiert haben.

Wenn du dir unsicher bist, empfiehlt sich der Besuch eines Foodcourts in einer Mall. Der Vorteil ist, dass du auf Bildern genau sehen kannst, was du bekommst, während du in einem kleinen einheimischen Restaurant vielleicht die Karte nicht lesen kannst. Streetfood ist in vielen leckeren und gut verträglichen Varianten überall erhältlich. Ob du alles probieren möchtest, was auf den Märkten angeboten wird, bleibt dir überlassen. Was hier so lecker und knusprig aussieht, kann sich bei genauerer Betrachtung durchaus als Hühnerfuß, Innerei, Skorpion oder Insekt erweisen und dir im ungünstigsten Fall auf den europäischen Magen schlagen.

Die nordchinesische Küche unterscheidet sich vom Rest des Landes unter anderem dadurch, dass hier aufgrund des Klimas kein Reisanbau möglich ist und deshalb vermehrt Nudeln und Klöße zubereitet werden. Was dich an beliebten Gerichten erwartet? Knusprig gebratene Pekingente, mongolischer Eintopf, Zha Jiang Mian Nudeln, Bi Feng Tang Garnelen oder Gong Bao Ji Ding – zu Deutsch: der Palast der Hühnerstückchen. Wir wünschen guten Appetit und viele genussvolle Momente.