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Urlaub in Kenia – von Savannen, Safaris, wilden Tieren und Traumstränden

„Ich hatte eine Farm in Afrika.“ Allein diese Worte des mit sieben Oscars preisgekrönten Kultfilms „Jenseits von Afrika“ aus dem Jahre 1985 werden bei vielen Leserinnen und Lesern bereits Bilder von einigen der markantesten landschaftlichen, historischen und kulturellen Highlights Kenias heraufbeschwören. Unendliche Savannen, Ngong-Berge, Massai (Ureinwohner) und britische Kolonialzeit sind nur einige davon. Doch das ostafrikanische Land hat noch weitaus mehr zu bieten. Eines steht fest: Wer Kenia einen Besuch abstattet, wird sich ebenso wie die dänische Autorin Tania Blixen kaum seinem ungezähmten, ursprünglichen Zauber entziehen können.

Kenia: Anreise ins Land der Massai

Von Deutschland aus erreichst du deine aufregende Urlaubsdestination wahlweise über die beiden größten Städte. Planst du Bergtouren und längere Ausflüge, so bietet sich als erstes Reiseziel der in der Hauptstadt Nairobi gelegene Flughafen Jomo Kenyatta International an. Direktflüge von Frankfurt aus werden unter anderem von Lufthansa angeboten.

Für einen Strandurlaub und kürzere Safaris beispielsweise in den Amboseli-Nationalpark ist Mombasa als Ausgangspunkt vorzuziehen. Der hier befindliche Moi International Airport wird von Frankfurt aus nonstop von Condor angeflogen.

Für das Reisen vor Ort stehen dir mehrere Optionen zur Verfügung. Als schnellste Variante erweisen sich Inlandsflüge zwischen den beiden genannten Metropolen sowie Malindi, Masai Mara, Samburu, Amboseli, Kiwayu und der Insel Lamu. Auch ein Anmieten kleinerer Flugzeuge ist denkbar.

Auf dem Wasser gelangst du unter anderem via Fähre von der Mombasa-Insel nach Lamu und Malindi. Zu den eher abenteuerlichen Alternativen zählen Bus und Bahn. Die „Matatus“ (Kleinbusse) und normale Busse beispielsweise werden nicht von ungefähr als „Wheels of the Wananchi“ („Transportmittel der einfachen Leute“) bezeichnet. Sie sind günstig, jedoch ständig überfüllt und ebenso wie die Eisenbahnwaggons weitestgehend marode.

Die beste Zeit für einen Kenia-Urlaub

Wohl bei jeder Destination sind die Monate, die als beste Reisezeit angepriesen werden, ein Synonym für die Hochsaison, entsprechend hohe Preise und Touristenmassen. In Kenia fällt diese auf den Zeitraum zwischen Mitte Dezember und Mitte März. Dann herrscht Trockenzeit, so dass Strandbesuch und Safari entsprechend „regensicher“ verlaufen.

Zwischen Mitte März und Mai wiederum ist mit den stärksten Niederschlägen zu rechnen. Ab Juni bis Oktober lassen diese jedoch erheblich nach, so dass sich ein Kenia-Besuch für Reisende mit schmalem Budget in dieser weitaus günstigeren Zeit anbietet. Zwar ist es ein wenig kühler als in der Hauptsaison, jedoch profitierst du neben den niedrigeren Preisen auch von einem entspannteren Reisen ohne die übliche große Schar an Besucherinnen und Besuchern.

Zieht es dich primär zu einem oder mehreren der kenianischen Strandjuwelen, so ist mit Ausnahme der zum Teil sehr schwülen Monate April und Mai ein ganzjähriger Besuch möglich.

Wissenswertes rund um Buchung, Kosten und Einsparmöglichkeiten

Die lange Tradition Kenias als Touristenmagnet für betuchte Reisende macht die ostafrikanische Destination zu einem nicht gerade günstigen Urlaubsland. Eine der Haupteinnahmequellen bleiben hier zweifellos die Safaris. Die Auswahl an Unterkünften in unterschiedlichen Preisklassen weist eine entsprechend starke Gewichtung auf kostspieligere Varianten auf. Mit ein wenig Geduld und Ausdauer lässt sich jedoch bereits bei der Buchung das ein oder andere Schnäppchen finden. Last-minute- und Frühbucher-Tarife bieten hier die beste Chance auf erhebliche Preisnachlässe.

Zudem solltest du dir im Vorfeld Gedanken über deine persönlichen Prioritäten machen. Welche Annehmlichkeiten sind für dich ein Muss und auf welche kannst du problemlos verzichten? Bist du beispielsweise ohnehin den ganzen Tag unterwegs, so genügt vielleicht eine etwas bescheidenere Unterkunft. Stehst du nicht auf Abenteuer- und Entdeckerurlaub und möchtest du es dir lieber am Strand gemütlich machen und dich nach allen Regeln der Kunst verwöhnen lassen, so darf es vielleicht schon eher ein All-inclusive-Aufenthalt in einem Luxushotel sein.

Renommierte Reiseunternehmen wie TUI bieten hier vom exklusiven Badeurlaub am Galu und Diani Beach bis hin zu Safari und Trekking alles, was du dir wünschen kannst. Pauschalreisen umfassen dabei zumeist Hotel und Flug. Je nach Reisepaket musst du zusätzliche Kosten für Transfer, Ausflüge und Safaris einplanen. Ist dir das zu mühselig, so empfehlen wir dir, auf die bereits erwähnte All-inclusive-Variante zurückzugreifen.

Sind dir Komfort und Luxus nicht so wichtig und möchtest du stattdessen in einer Region, die als Inbegriff von Freiheit und unberührter Natur gilt, so unabhängig wie möglich bleiben, kannst du deine Reise natürlich auch selbst organisieren. Hostels, Home-Stays, Gästehäuser und Camping-Plätze wie beispielsweise das Wildebeest Eco Camp in der kenianischen Hauptstadt sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, um dein Reisebudget zu schonen und Menschen, Tieren und Natur deines Gastlandes näherzukommen.

In Zahlen ausgedrückt erhältst du für einen Euro rund 130 KES (Kenia-Schilling). Die Preise für die Unterkunft rangieren zwischen rund 25 Euro im Hostel und 125 Euro im 3-Sterne-Hotel. Eine Nacht im Luxushotel kann dich bis zu 500 Euro kosten.

Passt du dich dem Lebensstil eines Großteils der Einheimischen an, so profitierst du hingegen von weitaus niedrigeren Preisen. Voraussetzung ist hier natürlich eine entsprechende Offenheit gegenüber den oftmals verbesserungsbedürftigen öffentlichen Verkehrsmitteln und dem bunten Treiben inklusive dichtem Gedränge, das dich häufig auf den hiesigen Märkten erwartet.

Die kenianische Hauptstadt als Einstieg ins unberührte Afrika

Bereist du Kenia von Deutschland aus, so heißt dich entweder die turbulente Hauptstadt Nairobi oder aber die wichtigste Hafenstadt Ostafrikas Mombasa willkommen.

Beide eignen sich hervorragend für erste Impressionen von einer Reisedestination, die ihren besonderen Reiz nicht zuletzt aus der Fülle ihrer Gegensätze bezieht. In der Millionenstadt Nairobi bedeutet dies unter anderem gigantische Malls für unbegrenzte Shopping- und Entertainment-Freuden, eine facettenreiche Clubszene für Party-Enthusiasten, eine internationale Küche für Gourmets und eine Vielfalt an interessanten Sehenswürdigkeiten kultureller und historischer Natur. Auf der anderen Seite schlummert im Herzen der Metropole jedoch auch der größte Slum des afrikanischen Kontinents.

Wer bereits in der Millionenstadt auf Tuchfühlung mit einigen der prachtvollsten tierischen Bewohner gehen möchte, der hat im lokalen Nationalpark Gelegenheit dazu. Hier verbirgt sich auch gleich eine Einsparmöglichkeit, denn die Eintrittsgebühren zählen zu den niedrigsten im Lande. Nur rund sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt triffst du auf die ganz „Großen“ der ostafrikanischen Wildnis. Büffel, Löwen, Nashörner und Giraffen nahezu direkt vor der Skyline der Hauptstadt: Zweifellos ein Anblick, der aufgrund seiner Einzigartigkeit allein bereits einen Besuch wert ist.

Einen ausgezeichneten Überblick über Kultur und Geschichte inklusive Kolonialvergangenheit deiner Reisedestination erhältst du im National Museum. Da in diesem kontinuierlich Forschung zum eigenen Erbe betrieben wird, ist alles hervorragend erhalten und auf neuestem Stand. Auch hier hast du die Möglichkeit, Natur und Sightseeing zu verbinden. Das Museum liegt nämlich in einem charmanten Park, in dem du nach deinem Besuch bei einem kleinen Snack die Fülle an interessanten Eindrücken verarbeiten kannst.

Kehren wir zu dem eingangs erwähnten Stück Weltliteratur zurück, so ist ein Abstecher im Karen Blixen Museum natürlich ein absolutes Muss. In dem einstigen Wohnhaus der Autorin leben nicht nur Szenen aus dem Filmklassiker, sondern auch die tatsächlichen Erinnerungen an die Protagonistin wieder auf.

Natur pur: Strände, Nationalparks und Aktivitäten

Die zweitgrößte Stadt Kenias, Mombasa, ist das Tor zur traumhaft schönen Küstenregion mit ihren endlosen, von Palmen gesäumten Sandstränden. Sie liegt auf der Mombasa-Insel und grenzt im Südosten an den Indischen Ozean. Zum Festland ist sie mit Fähren und Brücken verbunden. Sonnenverwöhnt, kosmopolitisch und multikulturell: So lauten nur einige der Attribute, die für die berühmte Hafenstadt bezeichnend sind. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten zählen auf historisch-kultureller Ebene die Altstadt mit ihren kunstvoll geschnitzten Holztüren und -balkonen, ihren authentischen Märkten und Gewürzläden sowie das zwischen 1593 und 1596 von Portugiesen erbaute und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Fort Jesus inklusive Museum.

Weitere Highlights werden, der Destination gebührend, von der eindrucksvollen Natur und der überwältigenden Tierwelt dominiert. In dem an der Küste gelegenen Marine Nationalpark beispielsweise hast du beim Schnorcheln oder alternativ vom Glasbodenboot aus Gelegenheit, Korallenriffe, Stachelrochen und Seepferdchen zu bewundern. Auch Wracktauchen auf der MV Dania zählt hier zu den angesagten Aktivitäten.

Sandstrand, kristallklares Wasser und ein tropisches Klima zusammen mit einer Vielzahl an Wassersportmöglichkeiten sind die Markenzeichen von Kenias Strandjuwelen. Wer es ein wenig ruhiger mag, der sollte anstelle des Bamburi- und Nyali-Strand im Norden auf das entspanntere Pendant an der Südküste wie den Shelly und den Tiwi Beach ausweichen.

reisereporter-Tipp: Natürlich sind die hier aufgeführten Attraktionen nur ein Bruchteil dessen, was dich bei einem Urlaub in Kenia erwartet. Um möglichst viel von seinen Schätzen zu entdecken, empfehlen wir eine Rundreise, die beispielsweise auch eine Safari zu den Elefanten und anderen imposanten Wildtieren in der Serengeti und eine Trekkingtour am Mount Kenya umfasst.

Von „Irio“ über Samosas bis hin zu „Nyama Choma“: landestypische Spezialitäten

Was wäre ein Urlaub ohne denkwürdige Erinnerungen an die lokale Küche? So vielfältig wie die Tierwelt erweisen sich in Kenia auch Speisen und Getränke. Geprägt von indischen, europäischen und arabischen Einflüssen spiegeln sie zugleich die abwechslungsreiche Landesgeschichte wider. Kartoffeln, Bananen, Bohnen, Hirse und ein Überfluss an weiteren köstlichen Obst-, Gemüse- und Getreidearten sind hier zuhause.

Hinter „Nyama Choma“ beispielsweise verbirgt sich über offenem Feuer gegrilltes Fleisch, das mit Gemüsebrei serviert wird. Eine köstliche vegetarische Alternative sind „Sukuma Wiki“, ein mit Zwiebeln und Tomaten verfeinertes Kohlgericht, und der Gemüseeintopf „Irio“, der neben Yam Kartoffeln, Mais und Erbsen enthält.

Das Nationalgericht „Ugali“ besteht aus einem besonders sättigenden Maisbrei, der häufig als Beilage für Fleisch- und Gemüsespeisen dient. Für den süßen Zahn hingegen empfehlen wir „Mandazi“, frittierte Teigtaschen, die du wahlweise mit Chai oder Kaffee genießt.