Kriminalität und Co.

Urlaub in der Karibik: Gibt es Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt?

Ist Urlaub in der Karibik aktuell sicher?

Die Karibik gilt als Inbegriff von Traumurlaub: Weiße Sandstrände, türkisblaues Meer und eine entspannte Lebensart machen die Inseln zu einem beliebten Reiseziel. Doch die Region birgt auch Risiken für Reisende. Hurrikans, vulkanische Aktivitäten oder starke Regenfälle treten regelmäßig auf. Mancherorts gibt es zudem politische Unruhen, Kriminalität oder eine eingeschränkte Infrastruktur.

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Der reisereporter gibt einen Überblick, welche Warnungen und Sicherheitshinweise das Auswärtige Amt aktuell für die Karibik ausgegeben hat und in welche Regionen man derzeit nicht reisen sollte.

Für diese Karibik-Länder besteht eine Reisewarnung

Haiti

Nach Angaben des Auswärtigen Amts wird vor Reisen nach Haiti gewarnt. Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, das Land zu verlassen. Der Flughafen Port-au-Prince ist derzeit geschlossen, internationale Flüge sind nur eingeschränkt über Cap-Haïtien möglich. Die deutsche Botschaft kann derzeit keine konsularische Hilfe leisten, heißt es.

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Im Gebiet Port-au-Prince gibt es Barrikaden und gewalttätige Auseinandersetzungen.

Seit März 2024 kommt es zu schweren Gefechten zwischen der Nationalpolizei und organisierten Gangs, zu Angriffen auf Polizeistationen, Gefängnisse und Regierungsgebäude mit zahlreichen Toten und Verletzten. Besonders im Großraum Port-au-Prince gibt es Barrikaden, von Banden kontrollierte Checkpoints, nächtliche Ausgangssperren sowie Unterbrechungen von Internet, Telefon, Wasser- und Lebensmittelversorgung. Es kommt zu Entführungen und Gewalt.

Venezuela

Auch vor Reisen nach Venezuela wird gewarnt. Nach Angaben des Auswärtigen Amts ist die Sicherheitslage in Venezuela aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Krise sehr gefährlich. Es könne jederzeit zu spontanen Demonstrationen, Gewalt und Straßensperren kommen. Als besonders gefährlich gelten Grenzregionen zu Kolumbien und Brasilien sowie Großstädte wie Caracas, wo Gewaltkriminalität und Überfälle weitverbreitet sind.

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Nach dem Angriff der USA auf Venezuela gilt das Land nicht mehr als sicher für Reisende.

Am 3. Januar 2026 haben US-Militärstreitkräfte Caracas und andere Regionen angegriffen, wobei Präsident Nicolás Maduro und seine Frau entführt wurden. Dies verschärft die Lage noch einmal. Reisende sollten Demonstrationen und Menschenansammlungen deshalb strikt meiden.

Für diese Karibik-Gebiete gibt es aktuelle Sicherheitshinweise:

Honduras

In Honduras besteht seit 2022 ein regionaler Ausnahmezustand zur Bekämpfung der Bandenkriminalität. Übergriffe auf Touristinnen und Touristen werden besonders in den größeren Städten, auf der Strecke von San Pedro Sula nach Copán Ruinas sowie in Naturparks und Wandergebieten gemeldet, heißt es. Als besonders gefährlich gelten San Pedro Sula sowie die Küstenregionen um Tela und La Ceiba.

Reisende sollten Demonstrationen und größere Menschenansammlungen meiden, sich laufend über lokale Medien informieren und den Anweisungen der Sicherheitskräfte folgen. Wanderungen sollten nur mit ortskundigen Guides erfolgen.

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Jamaika

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach St. Elisabeth, Westmoreland, St. James und Trelawny auf Jamaika wird derzeit abgeraten. In diesen Regionen ist das Risiko von Überfällen vor allem bei Überlandfahrten deutlich erhöht, wobei alleinreisende Frauen besonders gefährdet sind, schreibt das Auswärtige Amt. Nach Hurrikan „Melissa“ Ende Oktober 2025 kommt es zudem zu erheblichen Einschränkungen der Infrastruktur, einschließlich Strom-, Internet- und Telefonversorgung. Viele Hotels sind noch geschlossen.

Kolumbien

Für Kolumbien gibt es vom Auswärtigen Amt folgende Sicherheitshinweise: In der Region Cauca gibt es seit Ende November vulkanische und seismische Aktivitäten. Zudem wird nach mehreren Anschlägen im Juni 2025 und Sicherheitsvorfällen im August 2025 von Reisen in die Gebiete Cali, Amalfi und Florencia dringend abgeraten.

Kuba

Nach Angaben des Auswärtigen Amts ist Kuba aktuell von einer akuten Energiekrise betroffen. Dazu zählen tägliche, mehrstündige Stromausfälle, Engpässe bei Treibstoff und eingeschränkte medizinische Versorgung. Nach dem Hurrikan „Melissa“ Ende Oktober 2025 sind vor allem die Ostprovinzen Santiago de Cuba, Granma, Holguín und Guantánamo schwer beschädigt.

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Zudem wird seit Herbst 2025 ein starker Anstieg mückenübertragener Krankheiten wie Dengue-, Chikungunya- und Oropouche-Fieber gemeldet. Reisenden wird empfohlen, eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholschutz abzuschließen. Menschen mit Vorerkrankungen wird empfohlen, Reisen nach Kuba kritisch zu überdenken.

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Mexiko

Auch für Mexiko gibt es einige Sicherheitshinweise: Von Reisen in die Bundesstaaten Colima, Guerrero, Michoacán westlich von Morelia, Sinaloa, Tamaulipas nördlich von Ciudad Victoria, Zacatecas sowie in die Grenzregion zu den USA wird dringend abgeraten. Außerdem wird von Reisen in Teile von Guanajuato, in das Grenzgebiet von Jalisco zu Guanajuato sowie in das Grenzgebiet von Chiapas zu Guatemala abgeraten.

Trinidad und Tobago

In Trinidad und Tobago gilt seit dem 18. Juli 2025 ein nationaler Notstand, der wegen akuter Bedrohungen durch organisierte Kriminalität ausgerufen und bis Ende Januar 2026 verlängert worden ist. Die Kriminalitäts- und Gewaltverbrechensrate ist hoch, die Mordrate liegt bei fast zwei Toten pro Tag.

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Als besonders gefährlich gelten Stadtteile von Port of Spain, Enterprise und Umgebung von Movietown in Chaguanas sowie Carapo in Arima. Touristinnen und Touristen sollten diese „No-go-Areas“ laut dem Auswärtigen Amt meiden und generell vorsichtig sein.

Überblick: Diese Länder und Überseegebiete zählen zur Karibik

Diese Staaten und Überseegebiete zählen offiziell zur Karibik:

  • Amerikanische Jungferninseln (USA)
  • Anguilla (Großbritannien)
  • Antigua und Barbuda
  • Aruba (Niederlande)
  • Bahamas
  • Barbados
  • Bonaire (Niederlande)
  • Britische Jungferninseln (Großbritannien)
  • Cayman Islands (Großbritannien)
  • Curaçao (Niederlande)
  • Dominica
  • Dominikanische Republik
  • Grenada
  • Guadeloupe (Frankreich)
  • Haiti
  • Jamaika
  • Kuba
  • Martinique (Frankreich)
  • Montserrat (Großbritannien)
  • Puerto Rico (USA)
  • Saba (Niederlande)
  • Saint-Martin (Frankreich)
  • Sint Eustatius (Niederlande)
  • Sint Maarten (Niederlande)
  • Saint-Barthélemy (Frankreich)
  • St. Kitts und Nevis
  • St. Lucia
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Trinidad und Tobago
  • Turks- und Caicosinseln (Großbritannien)

Anrainer: Folgende Länder und Überseegebiete grenzen an die Karibik:

  • Belize
  • Costa Rica
  • Französisch-Guayana (Frankreich)
  • Guatemala
  • Guyana
  • Honduras
  • Kolumbien
  • Mexiko
  • Nicaragua
  • Panama
  • Suriname
  • USA
  • Venezuela

Was müssen Reisende aktuell wissen? Alle wichtigen News für den Urlaub findest du beim reisereporter.

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