Ein Hauch von Venedig in der bayerischen Stadt Augsburg: Seit dem 13. Jahrhundert wurde das Wassermanagement-System der Stadt entwickelt, das Kanalsystem und die Wassertürme mit Pumpwerken stammen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Damit hat Augsburg eines der ältesten funktionierenden Wassersysteme überhaupt.

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Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist eine der beiden jüngsten Welterbestätten in Deutschland (und Tschechien). Dazu gehört auch der 807 Meter hohe Scheibenberg, einer der drei großen Basaltberge im Westerzgebirge (neben Bärenstein und dem Pöhlberg) und einer der markantesten Geotope Deutschlands.

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Der Naumburger Dom St. Peter und Paul gilt als Zeugnis der mittelalterlichen Architektur des 13. Jahrhunderts und ist seit 2018 Welterbe. Die Unesco bezeichnet den Dom mit seinen Skulpturen und Glasmalereien als „außergewöhnliches Gesamtwerk“ und „ein Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft“.

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Haithabu – klingt nicht nach Deutschland, ist aber in Schleswig-Holstein! Zusammen mit der Befestigungslinie Danewerk bildet die einstige Wikingersiedlung ein Welterbe. Haithabu gilt als archäologische Stätte mit Relikten einer Handelsstadt aus dem ersten und zweiten Jahrtausend. Straßen, Gebäude, Friedhöfe und ein Hafen wurden teilweise freigelegt.

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Die Vogelherdhöhle im Lonetal ist eine Karsthöhle. Darin wurden 1931 Kunstwerke gefunden, die zu den ältesten der Menschheit gehören, unter anderem Musikinstrumente. Als Zeugnis der ersten modernen Menschen, die sich in Europa ansiedelten, wurden die Höhlen und die Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb 2017 Welterbe.

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Das architektonische Werk von Le Corbusier gilt als „herausragender Beitrag zur Moderne“. Insgesamt finden sich 17 Bauten in Argentinien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan und der Schweiz und sollen somit auch Einigkeit und Globalismus verdeutlichen. In Deutschland steht das Gebäude in der Weissenhofsiedlung in Stuttgart.

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Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit Chilehaus in Hamburg sind nicht nur ein Anlaufpunkt für Touristen. Sie gelten als „einzigartiges Ensemble maritimer Speicherhäuser und modernistischer Bürogebäude“, heißt es von der Unesco. Damit seien sie auch ein Ausdruck des rasanten internationalen Handels im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.

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Das Schloss Covey, auch Civitas Covey genannt, ist ein Überbleibsel der karolingischen Bau- und Klosterkultur und zusammen mit dem Karolingischen Westwerk Weltkulturerbe.

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Die Wasserspiele des Bergparks Wilhelmshöhe in Kassel sind weltberühmt – durch den gesamten Park schlängelt sich das Wasser. Die weithin sichtbare Herkulesstatue thront dazu über der Stadt. Der Bergpark Wilhelmshöhe ist „ein eindrucksvolles Beispiel für absolutistische Landschaftsarchitektur und ein einzigartiges barockes Gesamtkunstwerk“, sagt die Unesco und erklärte den Park 2013 zum Welterbe.

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Nicht nur heute ist Bayreuth ein Anlaufpunkt für Klassikfans – schon zur Barockzeit fanden sich im Markgräflichen Opernhaus Theaterfans ein, um gemeinsam Kultur zu erleben.

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Prähistorische Pfahlbauten in Europa erzählen Forschern und Archäologen viel über frühere Agrargesellschaften und die Struktur von Siedlungen vor Tausenden von Jahren. In Deutschland zählen vor allem jene im Alpenraum sowie in Baden-Württemberg, wie hier in Unteruhldingen am Bodensee, zum Welterbe.

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Das erste Gebäude, das der berühmte Architekt Walter Gropius erschaffen hat, ist das Fagus-Werk in Alfeld in Niedersachsen. Das Fagus-Werk gilt damit als erstes modernes Bauwerk und „als Ursprungswerk moderner Industriearchitektur“, heißt es seitens der Unesco.

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Als „außergewöhnliches Beispiel für ungestörte, komplexe Laubwälder der gemäßigten Zone“ wurde 2011 eine transnationale Welterbestätte ausgerufen. In Deutschland gehören der Nationalpark Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, der hier abgebildet ist, der Grumsiner Forst in Brandenburg, der Nationalpark Kellerwald-Edersee in Hessen, der Nationalpark Jasmund auf Rügen in Mecklenburg-Vorpommern sowie der Nationalpark Hainich in Thüringen zum Welterbe.

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Das Wattenmeer in Norddeutschland, den Niederlanden und Dänemark gilt als weltweit einzigartiges Biotop. Hier finden sich mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten, und bis zu zwölf Millionen Zugvogel kommen hier vorbei. Damit hat das Wattenmeer Auswirkungen auf die Biodiversität auf der gesamten Welt.

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Fünf Berliner Siedlungen der Moderne gelten seit 2008 als Welterbestätte. Nebst Schillerpark (Foto) gehören noch diese dazu, die zwischen 1913 und 1934 entstanden sind, als mehr Wohnraum in der Stadt gebraucht wurde: Gartenstadt Falkenberg in Treptow, Großsiedlung Britz in Neukölln, Wohnstadt Carl Legien, Weiße Stadt in Reinickendorf und Großsiedlung Siemensstadt.

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Die Altstadt von Regensburg ist eine noch sehr gut erhaltene mittelalterliche Handelsstadt und laut Unesco als „politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ besonders gut erhalten.

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Das Römerkastell Saalburg in Bad Homburg ist eines der Bauwerke, die vom Römischen Reich in Europa erzählen. Auf 550 Kilometern ziehen sich die Grenzen, die seit 2005 Welterbe sind. In Deutschland gehört das Gebiet Obergermanisch-Raetischer Limes dazu.

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Der Muskauer Park, hier mit seinem Schloss, gilt als „wegweisend für eine meisterhaft gestaltete Landschaft“. Seit 2004 gehört der grenzüberschreitende Park in der Oberlausitz (in Polen als Park Mużakowski bekannt) zum Welterbe.

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Der Bremer Roland vor dem Rathaus erinnert seit 1404 an den Heerführer, einen Neffe Karls des Großen. Er repräsentiert den Kaiser auf dem Markt und tritt für die Marktrechte ein – und hat als einer der wenigen Bauten in der Altstadt den Zweiten Weltkrieg überstanden. Seit 2004 gehört das Ensemble zum Welterbe.

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Burgen und Schlösser, Weinreben und Wanderwege – doch das Obere Mittelrheintal ist noch viel mehr. Früher war das Gebiet am Rhein einer der wichtigsten Handelswege, denn es verband Mittelmeerraum mit Skandinavien.

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Die Altstadt von Stralsund mit Nikolaikirche, Rathaus und Altem Markt wurde zusammen mit der Altstadt von Wismar 2002 in die Welterbeliste aufgenommen. Beide seien „beeindruckende Beispiele der Backsteingotik“, so die Unesco, damit würden sie „den Reichtum, den regionalen Einfluss und die Macht der Hanse“ in der schwedisch geprägten Barockzeit repräsentieren.

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Die Zeche Zollverein in Essen gilt als eindrucksvolles Industriebauwerk und Industriedenkmal, ist laut Unesco aber auch „architektonischer Ausdruck der Formsprache des Bauhauses“. Die Anlage ist komplett erhalten, dient heute unter anderem als Veranstaltungsraum und ist seit 2001 Welterbe.

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Das Münster St. Maria und Markus auf der Insel Reichenau auf dem Bodensee ist ein ehemaliges Benediktiner-Kloster aus dem Mittelalter. Die Kirchen haben „Elemente der karolingischen, ottonischen und salischen Architektur bewahrt“, heißt es von der Unesco, die das Kloster 2000 zum Welterbe erklärte.

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Der Bibelturm und das Wörlitzer Schloss gehören zum Landschaftsgarten Dessau-Wörlitz in Sachsen-Anhalt und damit auch seit 2000 zum Unesco-Welterbe. Das Gartenreich wurde nach englischem Vorbild errichtet.

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Die Berliner Museumsinsel sei ein Beispiel dafür, wie Gebäude mit Ausstellungen verschmelzen, so die Unesco, die die Spree-Insel 1999 in die Liste aufnahm. Auf der Insel finden sich das Bodemusem direkt an der Spitze, das Pergamonmuseum, das Alte Museum, das Neue Museum, und die Alte Nationalgalerie.

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Die Wartburg ist eines der bedeutendsten Bauwerke für Lutheraner. Hier schrieb Martin Luther an seiner Bibel, das Zimmer, in dem er gearbeitet hat, ist heute für Besucher einzusehen. Das kulturelle und religiöse Erbe der Wartburg ist unumstritten, und so gehört das Bauwerk seit 1999 zum Unesco-Welterbe.

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Goethe und Schiller lebten und arbeiteten hier, teilweise sogar gemeinsam, und machten das thüringische Weimar zur Zeit der Weimarer Klassik zu einem Zentrum europäischer Geisteswissenschaftler. Noch heute erinnern Spuren in der ganzen Stadt an die Schriftsteller, etwa eine Figur vor dem Deutschen Nationaltheater.

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Auf dem Marktplatz in der Lutherstadt Eisleben erinnert eine Statue an Martin Luther. Die Gedenkstätte wurde zusammen mit der in Wittenberg bereits 1996 in die Welterbe-Liste aufgenommen, da es sich um „Orte entscheidender Ereignisse der Reformation“ handele, die eine große Bedeutung für das kulturelle und spirituelle Leben hatten.

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In Weimar zeigt das neue Bauhaus-Museum Erinnerungsstücke an die „Epoche der radikalen Erneuerung von Architektur und Design“, schreibt die Unesco. Gemeinsam mit Stätten in Dessau und Bernau wurde das Bauhaus Weimar in die Liste aufgenommen – hier nahm die „Blüte der Moderne ihren Ausgang“, ehe sie sich weltweit ausbreitete.

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533 Stufen führen auf den Kölner Dom hinauf, einem der höchsten Bauwerke in Deutschland. Er entstand im 13. Jahrhundert und gilt als „Meisterwerk gotischer Architektur“ und „Zeugnis der Stärke und Beständigkeit des christlichen Glaubens in Europa“, urteilt die Unesco. Sie nahm den Dom 1996 in die Welterbe-Liste auf.

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In der Ausgrabungsstätte Grube Messel bei Darmstadt können Menschen selbst auf Forschungsreise gehen. Die Fossillagerstätte erzählt mit ihren Funden von der frühen Evolution der Säugetiere und „dokumentiert die Entwicklungsgeschichte der Erde vor 48 Millionen Jahren“, sagt die Unesco und machte die Grube 1995 zum Welterbe.

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Auch das Saarland hat Weltkulturerbe: Die Völklinger Hütte wurde 1873 als Eisenwerk gegründet und ist heute die einzige erhaltene Hütte aus der Glanzzeit der Eisen- und Stahlindustrie. Als „Ausdruck der grenzüberschreitenden Industrialisierung in Europa“ wurde sie 1994 auf die Unesco-Liste genommen.

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Die Altstadt von Quedlinburg mit Stiftskirche und Schloss gehört zu den Touristen-Highlights im Harz. Die rund 1300 erhaltenen Fachwerkhäuser stammen noch aus dem Mittelalter und sind teilweise 600 Jahre alt.

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Kaum eine mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen ist so gut erhalten wie das Kloster Maulbronn. In seiner Blütezeit übte es einen „großen Einfluss auf die Ausbreitung der gotischen Architektur aus“, heißt es seitens der Unesco, die das Ensemble bereits 1993 auf die Welterbe-Liste nahm.

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Die Altstadt des fränkischen Bamberg wurde als „einzigartiges und sehr gut erhaltenes städtebauliches Kunstwerk“ 1993 von der Unesco ausgezeichnet. In der Begründung heißt es, sie bilde eine „Synthese der Architektur aus Hochmittelalter und Barock“ und Geschichte aus dem 11. bis 18. Jahrhundert werde lebendig.

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Wer sich für Industrie und Bergbau interessiert, sollte im Harz die Welterbestätte Bergwerk Rammelsberg besuchen. Zusammen mit der Altstadt von Goslar und der Oberharzer Wasserwirtschaft ist das „Meisterwerk der Bergbau- und Ingenieurkunst und hervorragendes Beispiel für Verwaltung und Handel in Mittelalter und Renaissance“ seit 1992 Welterbe.

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Das Kloster Lorsch wurde in der Zeit der Karolinger gebaut und gilt als eines der „bedeutendsten Relikte vorromanischer Baukunst in Deutschland“. Bereits 1991 wurde es auf die Unesco-Liste gesetzt.

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Die Schlösser und Parks von Berlin und Potsdam seien nicht nur Zeichen der Macht, findet die Unesco, sondern auch der Wiedervereinigung. Schon 1990 wurden die Schlösser und Parks in Potsdam und Berlin als „architektonisches wie landschaftliches Meisterwerk“ in die Liste aufgenommen. Darunter auch das Schloss Sanssouci mit seinem imposanten Garten.

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Die Lübecker Altstadt mit dem Dom und dem Mühlenteich ist nicht nur wunderschön, sondern verdeutlicht auch die „Macht der Hanse, des Bunds der Kaufmannsstädte“, die Lübeck einst zum Handelszentrum in Nordeuropa machten, so die Unesco.

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Trier ist die älteste Stadt in Deutschland – Baudenkmäler aus der römischen Zeit sowie der Dom St. Petrus und die Liebfrauenkirche sind daher bei Geschichtsfans beliebte Anlaufstellen. Trier wurde bereits 1986 von der Unesco ausgezeichnet und ist damit auch eine der ältesten Welterbestätten Deutschlands.

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Der Mariendom und die ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael vertreten in der Unesco-Welterbe-Liste Hildesheim. Das Ensemble zeuge von „der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich“, so die Unesco, die die Kirchen bereits 1985 auf die Liste nahm.

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Das Jagdschloss Falkenlust im Rheinland ist mit dem Schloss Augustusburg durch eine Allee und durch den weitläufigen Schlosspark verbunden. Als bedeutende Bauwerke des Barocks und Rokokos in Deutschland ist das Ensemble in der Stadt Brühl seit 1984 Unesco-Welterbe.

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Es ist nicht die wunderschöne Landschaft rund um die Wallfahrtskirche Wies, sondern der Ort selbst, der ihn zu einem Welterbe macht. Die Kirche sei ein Zeugnis des bayerischen Rokoko und lebendiger religiöser Traditionen, sagt die Unesco und hat die Wallfahrtskirche aus dem Jahr 1745 bereits 1984 auf die Welterbe-Liste genommen.

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Die Residenz Würzburg ist schon besonders lange auf der Unesco-Welterbeliste. Bereits 1981 fand die Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz aus dem 18. Jahrhundert ihren Weg auf die Liste.

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Der Dom zu Speyer in Rheinland-Pfalz gilt als größte romanische Kirche der Welt und damit auch als „Meilenstein in der Geschichte romanischer Architektur“, wie die Unesco findet. Als Kulturschatz wurde er bereits 1981 als zweites deutsches Bauwerk überhaupt in die Unesco-Liste aufgenommen.

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Kein deutsches Bauwerk findet sich länger auf der Unesco-Welterbe-Liste als der Aachener Dom. Die 790 bis 800 erbaute Kirche war das erste deutsche Bauwerk auf der Liste, 1978 wurde sie aufgenommen. Der Dom gilt als „künstlerisches und architektonisches Meisterwerk und Symbol der Einigung und des Wiederaufstiegs Westeuropas nach dem Ende des Römischen Reiches“, urteilte die Unesco.

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