Ein Brand wütete im April 2019 im Pariser Wahrzeichen Notre-Dame: Der Spitzturm brach ein, das Dach ist ebenfalls zerstört.

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Diese imposante Felsformation im US-Bundesstaat Utah trägt den Namen „Bears Ears“ – sie ist für die Ureinwohner heilig. Doch Präsident Donald Trump entschied, dass das Gebiet nicht schützenswert sei. Grund für den „WMF“, das Gebiet auf die Rote Liste zu nehmen.

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Das „Heilige Tal“ der Inka ist bedroht, so der „WMF“. Und zwar durch den geplanten Flughafen von Chinchero. Er wäre nur 30 Kilometer von Macchu Picchu entfernt. Locals protestieren gegen den Airport.

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Die Stadt Buchara ist das Zentrum jüdischen Lebens in Zentralasien, sie ist seit dem Jahr 1993 Unesco-Weltkulturerbe. Die bucharischen Juden verzieren ihre Häuser beispielsweise mit geschnitzten Holzkunstwerken. Doch die drohen zu verfallen, da immer mehr Einwohner wegziehen.

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Das Woolworth-Gebäude in San Antonio in Texas hat eine bewegte Vergangenheit: Im Jahr 1960 traten vier schwarze Studenten im Lunch-Bereich in den Sitzstreik, nachdem ihnen eine Bedienung verweigert worden war. 1993 wurde das Gebäude zum „Civil Rights“-Museum. Heute ist es vom Abriss bedroht.

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In der ehemaligen Arbeitersiedlung Aguirre in Puerto Rico lebten die Menschen einst von der Arbeit in der Zuckermühle. Heute ist der District größtenteils verlassen. Und Hurrikan „Maria“ sorgte im Jahr 2017 für Verwüstung, auch dort. Die typischen Holzhäuser sind dem Zerfall preisgegeben.

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Cordoba hat ein Problem: Massentourismus. Der hat zur Folge, dass viele Bewohner aus dem Stadtzentrum, das für seine Hinterhofhäuser berühmt ist, wegziehen. Eine Gefahr für die Gebäude, so der „WMF“.

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Ein traditionelles Farmhaus in Myanmar – der Baustil könnte jedoch verloren gehen, befürchtet der „WMF“. Viele Landwirte bauen ihre Häuser heute nicht mehr aus Teakholz und Bambus auf Stelzen. Der „WMF“ will daher ein Studierendenprojekt unterstützen, das die Bedeutung der Bautradition verdeutlichen will.

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In Kathmandu gibt es Hunderte heilige Stätten, die Newar praktizieren dort eine eigenständige Form des Buddhismus. Die Traditionen stehen im Kontrast zu der Stadtentwicklung, Gebetshallen wurden zerstört. Der „WMF“ will die Bemühungen zum Erhalt des immateriellen Erbes unterstützen.

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Das Tschoidschin-Lama-Tempel-Museum wurde im Jahr 1908 fertiggestellt, es wirkt zwischen den modernen Gebäuden im Zentrum von Ulan-Bator wie ein Fremdkörper. Der „WMF“ will den mongolischen Kunstrat darin unterstützen, die Anlage zu erhalten.

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Mehr als 8.500 Flüchtlinge haben ab 2014 im Camp Mam Rashan Zuflucht gesucht, um den gewaltsamen Unruhen im Norden des Iraks zu entkommen. Der Wiederaufbau des Mam-Rashan-Schreines auf dem Berg Sinjar soll durch den Platz auf der „WMF“-Liste unterstützt werden.

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50 historische Gebäude aus der Meiji-Zeit (1868 bis 1911) prägen das Bild des Iwamatsu-Bezirkes in der japanischen Stadt Uwajima. Doch die Bevölkerung schrumpft so sehr, dass die Gebäude verfallen.

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Traditionelle Badehäuser gehören zum typischen Bild in Japan. Hier ist das Inari-yu-Badehaus in Tokios Bezirk Kita zu sehen. Es ist eines von nur noch rund einem Fünftel der Badehäuser der Stadt, die erhalten sind. Es gehört seit 2019 zum materiellen Kulturgut Japans.

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Der Canal Nacional in Mexiko-Stadt ist bereits mehr als 2.000 Jahre alt. Er ist Lebensraum von vielen Tieren. Die Regierung wollte ihn 2015 für den Straßenbau zuschütten lassen, Bewohner protestierten erfolgreich dagegen. Sie organisieren privat die Reinigung.

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Der Alexan-Palast ist der bedeutendste Palast aus der Kolonialzeit in der ägyptischen Stadt Asyut. Erbaut wurde er im Jahr 1910, er ist einer der letzten, der noch steht. Der Palast soll in ein Nationalmuseum umgewandelt werden, doch ein Termin dafür steht noch nicht fest.

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Der Freizeitpark Ontario Place ist derzeit zum größten Teil geschlossen – wegen sinkender Besucherzahlen. Er soll aufwendig renoviert werden. Besonderer Hingucker ist das Imax-Kino in der großen Kuppel, etwa 800 Zuschauer könnten hier Platz nehmen.

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Die bunten Holzhäuser in Port-au-Prince werden aufgrund ihrer Farbe und Form auch „Lebkuchenhäuser“ genannt. Sie waren bereits mehrfach in der „WMF“-Liste, die Instandhaltung soll weiter unterstützt werden.

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Die Gegend des Hochlandes von Dekkan in Indien ist extrem trocken. Ein historisches System aus Brunnen, Kanälen, Stauseen und Tanks sorgte dafür, dass Wasser für die Trockenzeit gespeichert werden konnte. Doch, so der „WMF“, ist es angesichts der globalen Wasserkrise nicht mehr nutzbar.

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Tiefe Schluchten, hohe Berge, atemberaubende Wasserfälle: All das finden Besucher im Tuschetien-Nationalpark in Georgien. Aber: Die Regierung will eine Straße durch den Park bauen. Die Befürchtung: Damit kommt der Massentourismus, der die Natur gefährden könnte.

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Das Kricket-Stadion von Ahmedabad in Indien wird täglich von einer Vielzahl von Menschen genutzt, doch es ist in einem schlechten Zustand. Es repräsentiert „die fortschrittlichen Ideale und den experimentellen Geist, die die Zeit nach der Unabhängigkeit Indiens geprägt haben“, so der „WMF“.

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In Koutammakou, dem Land der Batammariba im Nordosten von Togo, hat das Volk jahrtausendealte Traditionen schützen können. Die Häuser sind zum Beispiel aus Lehmschichten gebaut. Dass die Traditionen weiterhin gewahrt bleiben, müsse im Jahr 2020 wieder verstärkt im Fokus sein, schreibt der „WMF“.

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Die Osterinsel im Pazifik ist berühmt für ihre Steinfiguren, die Moai. Sie sind Hunderte Jahre alt. Für den „World Monuments Fund“ steht 2020 aber vor allem der Erhalt des Orongo Ceremonial Village auf dem Plan.

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Dabei handelt es sich um Steinhäuser und in Fels geritzte Bilder, die auf einer schmalen Klippe thronen. Der Erhalt des Village sei nicht gesichert, so der „WMF“.

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Früher war das Bennerley Viaduct eine Güterzug-Strecke. Doch die ist seit dem Jahr 1968 stillgelegt, die Brücke sieht heute nur noch imposant aus, hat aber keine Funktion mehr. Der „WMF“ will ein Projekt fördern, welches das Viadukt in der englischen Grafschaft Derbyshire in einen Rad- und Wanderweg integrieren will.

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Der deutsche Fabrikant Rudolf Kindler eröffnete die zweitgrößte Textilfabrik im polnischen Pabianice. Der Familie zu Ehren wurde 1909 ein Mausoleum auf dem evangelischen Friedhof gebaut. Aktuell ist die Kapelle in extrem schlechten Zustand, daher setzt der „WMF“ sie auf die Rote Liste.

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Die Bevölkerung hat sich seit dem Jahr 1947 verzehnfacht, die schnelle Urbanisierung gefährdet den öffentlichen Raum und den berühmten Basar im historischen Stadtviertel Anarkali in Lahore. Der „WMF“ unterstützt daher ein Community-Projekt, das sich für den kulturellen Erhalt einsetzt.

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