Bei herrlichem Wetter in das glasklare Nass an der Küste Kaliforniens hüpfen – dieser Badespaß endete für Besucher am Huntington Beach mit Schmerzen. Keine ausgedachte Szene aus einem Hollywood-Blockbuster: 176 Menschen klagten am vergangenen Samstag über Stiche an ihren Füßen, verursacht durch ein bestimmtes Tier, wie „CNN“ berichtete.

Aufgrund der angenehmen Wassertemperaturen hatten es sich offenbar einige Stechrochen in den flachen, aufgewärmten Gewässern in Strandnähe gemütlich gemacht. Im Sand vergraben können sie schon mal leicht übersehen werden.

Fast 200 Menschen am selben Tag beim Baden von Stechrochen verletzt

Selbst einer der Badegäste, Aaron Newman, der wusste, dass man den Sand vorher vorsichtig aufwühlen sollte, um die Tiere zu verscheuchen, blieb nicht verschont. Auf Facebook schrieb er: „Es fühlte sich an, als hätte sich etwas durch meinen Fuß gebohrt“. Fotos vom offiziellen Twitter-Account des Huntington Beach zeigen weitere Geplagte, die direkt am Strand verarztet wurden: 

Die Rettungsschwimmer hatten die lädierten Füße in lauwarmes Wasser gepackt, um den Schmerz zu lindern. Der kann mehrere Stunden anhalten und ist aufgrund der Widerhaken und des Gifts im Stachel besonders unangenehm. Um Entzündungen vorzubeugen, kann ein Antibiotikum genommen werden. Für Nicht-Allergiker und gesunde Menschen ist das Gift nicht lebensbedrohlich.

Stachel durchbohrte Oberkörper: Steve Irwin an den Folgen des Stichs gestorben

Nochmals wies die Strandaufsicht darauf hin, gleich bei Betreten des Wassers leicht mit den Füßen zu stampfen und durch den Sand zu schlurfen. Die Rochen wehren sich nur dann, wenn auf sie getreten wird, oder sie sich bedroht fühlen. Meistens bekommen Menschen die Gegenwehr an den Füßen oder den Beinen zu spüren. Bei Verletzungen im Bauch- und Brustbereich sollte umgehend ein Arzt gerufen werden.

Der bekannteste – und zugleich tragischste – Fall dürfte jener des weltberühmten Dokumentarfilmers Steve Irwin sein, der 2006 bei Dreharbeiten von einem Stachelrochen tödlich verletzt wurde.