Ziemlich ungewöhnlicher Gast im Econo Lodge Inn & Suites Motel in Gatlinburg im US-Bundesstaat Tennessee. Am vergangenen Wochenende schlich ein Schwarzbär über die Anlage und sorgte bei den Gästen für ziemlich viel Aufregung. Überrumpelt wurde auch Emily Miedema, die den Bären am Nachmittag (Ortszeit) sichtete, als sie und ihre Mutter vor der Unterkunft das Auto beladen hatten.

Dem Sender „ABC“ beschrieb sie die Begegnung wie folgt: „Ich ging langsam über den Gehsteig zu meinem Auto, stieg ein, und kurz darauf ging der Bär einfach an uns vorbei.“ Daraufhin soll er gemütlich über die Treppen zum oberen Stockwerk marschiert sein. 

 Video: Schwarzbär stattet Motel-Gästen einen Besuch ab

Mehr als einen Abstecher hätte der Bär wohl aber nicht gemacht. Dennoch jagte er Emily einen gehörigen Schrecken ein: „Mein Herz raste und meine Hände zitterten“, sagte sie. Sie käme aus Indianapolis, wo Bären auch zu Hause sind. In Tennessee sind Sichtungen des Amerikanischen Schwarzbären keine Seltenheit.

Der Tennessee Wildlife Resources Agency zufolge stieg die Zahl der Population in den vergangenen Jahren stetig. Erst 2018 soll der Rekord von 589 Tieren aus dem Jahr 2011 gebrochen worden sein: Im Vorjahr zählte die Behörde 759.

Zusammentreffen mit einem Bären: Wie solltest du dich verhalten?

Der US-weite National Park Service erinnert daran, dass Bären wilde Tiere sind, deren Verhalten besonders bei Bedrohung unberechenbar sei. Attacken seien zwar selten, dennoch sollten Menschen bei einer Sichtung Folgendes beachten: 

  • Auf sich aufmerksam machen, beispielsweise durch leises Reden mit dem Bären. Langsam die Arme schwingen, um sich als Mensch erkennbar zu machen.
  • Ruhe bewahren. Nicht den Rücken zukehren und wegrennen. Auch auf Bäume klettern ist zwecklos, der Bär kann das mit großer Wahrscheinlichkeit sogar besser.
  • Groß machen, aber den Bären nicht provozieren.
  • Nicht mit Essen (an)locken.
  • Im Falle eines Angriffs: Nicht totstellen und nicht zum Gegenangriff ansetzen! Versuche, dich vor lebensgefährlichen Verletzungen zu schützen und zu entkommen.