Ob Marokko, Tunesien, oder Ägypten: In den touristischen Gebieten Nordafrikas boomen Wüsten-Touren mit Kamelen. Manche ziehen für eine Übernachtung zwischen den Sanddünen in Karawanen mit den Beduinen davon, andere wollen im Urlaub nur einen kurzen Ritt austesten – eben als typische Touristenattraktion. 

Genau das ging bei zwei Touristen nach hinten los, wie folgendes Video zeigt: Leger in langer Hose und Shirt gekleidet, setzen sich die etwas korpulenteren Urlauber auf ein liegendes Kamel. Ganz typisch liegt über dem Rücken eine verzierte Decke, etwas Halt gibt ein provisorischer Sattel mit Griff. Doch beim ruckartigen Aufstehen kommt das Tier ins Straucheln.

Video: Kamel kann zwei Touristen nicht tragen und fällt zu Boden

Geteilt hat das Video Facebook-Nutzer Antonio Barbuto, wo und wer gefilmt wurde, lässt er unerwähnt. Das Kamel ist mit dem Gewicht der Touristen eindeutig überfordert, seine Vorderläufe knicken ein, es fällt zu Boden. Doch statt die Aktion abzubrechen, versucht der Kamelführer das Tier durch das Stützen des Halses in den aufrechten Stand zu bringen.

Auf dem Rücken des Tieres krallen sich der Mann und die Frau fest, bis das Kamel vor lauter Anstrengung zusammensackt. Einige Kommentatoren des Facebook-Videos finden das witzig. Andere merken an, dass nicht das Gewicht das Problem sei, Kamele würden durchaus mehr stemmen können.

Kamelreiten: Attraktion im Urlaub besser meiden

Bei Tierliebhabern löst die Aufnahme wohl Wut aus – Tierschutzorganisationen wie Peta prangern solche Aktivitäten im Ausland an. Als Hauptgrund nennen sie: „Die Tiere werden häufig geschlagen, und das stundenlange Warten und Laufen in der sengenden Sonne ist für sie eine Qual.“

Wer es trotzdem machen will: Auf Wucherpreise achten, immerhin wissen die Einheimischen um ihre Beliebtheit bei Ausländern. Ursprünglich waren Dromedare und Kamele die wichtigsten Begleiter der Nomadenvölker in weiten Teilen Afrikas und Asiens. Sie dienten ihnen als Lasttier und Fortbewegungsmittel. Außerdem lieferten sie Wolle, Milch und Fleisch.