Das Flammen-Inferno in Teilen Kaliforniens ist seit Tagen nicht zu stoppen. Bereits Dutzende Häuser wurden zerstört, rund 185.000 Menschen wurden aufgefordert, die Region zu verlassen. Vergleichbar ist die Größe des Brandes mit der Fläche Manhattans – er wütet auf mehr als 100 Quadratkilometern.

Am heftigsten betroffen ist das Sonoma-County circa 120 Kilometer südlich von San Francisco. Nun hat auch das Auswärtige Amt seine Reisehinweise aktualisiert und rät von Fahrten in den Nordwesten Kaliforniens ab. Bedeutet: Trips von Los Angeles in Richtung Ventura und nördlich von San Francisco sollten aufgrund der aktuellen Gefahr vermieden werden. 

Notstand in Kalifornien – Reisen in den Nordwesten wegen Waldbränden riskant

Teilweise sind Verkehrswege gesperrt, zum Beispiel die Interstate 405 (Nord-Süd-Verbindung Los Angeles) und die Straßen in den beliebten Weingegenden Napa und Sonoma; mit starken Beeinträchtigungen ist zu rechnen. Gerade um die sonst so malerischen Weinfelder des Napa Valley und von Sonoma hinterließ das sogenannte „Kincade Fire“ viel verbrannte Erde.

„Kincade Fire“ wütet: Was Reisende beachten müssen

Sichtbar wird der Brand in Form der Rauchschwaden, die vor Kaliforniens Sonne hängen. Das Auswärtige Amt weist deshalb auf lokale Luftverschmutzung hin. Urlauber sollten sich über die lokalen Medien oder über das California Fire Department zur aktuellen Lage informieren.

Da diverse Regionen derzeit evakuiert werden oder evakuiert werden könnten, sollten sich Touristen zudem online bei der City of Los Angeles oder beim Alert San Francisco registrieren und den Anweisungen, inbesondere bei Evakuierung, Folge leisten.

Trockenes Wetter mit starken Winden von bis zu 160 Stundenkilometern erschweren den mehr als 3.000 Einsatzkräften die Arbeiten. Die Flammen werden immer wieder entfacht – um alle Ressourcen bündeln und schneller reagieren zu können, rief der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom bereits am Sonntag den Notstand aus. Das berichtete das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. Derzeit gelte in 43 von 58 Bezirken Kaliforniens erhöhte Brandgefahr.

Feuer kaum zu stoppen: Größte Evakuierungsaktion Kaliforniens

Im Kampf gegen die Flammen wurden zwei Feuerwehrleute verletzt, einer erlitt schwere Vebrennungen, teilte die kalifornische Forst- und Brandschutz-Behörde mit. Südlich von San Francisco soll eine Frau von einem umstürzenden Baum erschlagen worden sein, vermutlich war dieser durch die Feuerwalze brüchig geworden.

Der Waldbrand war am vergangenen Mittwoch ausgebrochen und bis Sonntag nur zu zehn Prozent unter Kontrolle, wie die kalifornische Behörde für Forstwirtschaft und Brandschutz mitteilte. Vorsichtshalber wurde der Strom für Millionen Haushalte abgeschaltet; die Evakuierung von 180.000 Häusern sei die Größte, an die sich irgendjemand erinnern könne, twitterte das Sheriffbüro von Sonoma County.