Tierschutz und Reisen: An diesen Orten können Urlauber beides

Tierschutz und Reisen: An diesen Orten geht beides

Begegnungen mit einheimischen Tieren: Für Tierliebhaber ist das das i-Tüpfelchen für einen perfekten Urlaub. Wie du dabei gleichzeitig den Tieren etwas zurückgeben kannst, verrät der reisereporter.

Papageientaucher in Schottland.
Papageientaucher in Schottland schützen: Auch so kann Urlaub aussehen. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Wynand van Poortvliet

Den geliebten Vierbeinern, Dickhäutern, Gefiederten oder Meeressäugern im Urlaub ganz nahe kommen – für viele Tierfreunde das Größte. Dass das aber nicht mehr auf Kosten der Tiere gehen sollte und darf, beweisen Entscheidungen wie die von Tripadvisor, Booking.com und Airbnb, Parks wie Sea World nicht mehr anzubieten.

Auch Pferdekutschfahrten, Eselreiten oder andere Aktivitäten bedeuten für Tiere eher Qual als Vergnügen und sollten im Urlaub vermieden werden.

Wie wäre es stattdessen mit Begegnungen, die dich nicht nur um unvergessliche Erfahrungen bereichern, sondern auch den Tieren zugutekommen? Anstatt in Thailand auf Elefanten zu reiten, die teilweise misshandelt werden, um gefügig zu sein, könntest du zum Beispiel das Elefantenschutzgebiet von Lek Chailert in Chiang Mai besuchen. Dort bekommen gequälte Dickhäuter ein neues Zuhause. Hier kommen noch mehr Ideen: 

1. Bären in Norditalien

Marsische Braunbären waren im Abruzzen-Nationalpark in Italien einst ein gewöhnlicher Anblick. Mittlerweile soll es dort aber kaum mehr als 50 Braunbären geben. Bei einer viertägigen Tour kannst du dich für den Naturschutz einsetzen und die Wildnis wieder „bärenfreundlich“ machen. Veranstaltet wird sie vom European Nature Trust.

Außerdem helfen die Urlauber dabei, die Bären zu beobachten – und mit Glück auch Wölfe, Bergfüchse, Hirsche, Wildschweine und Gämsen. Im Reisepreis (ab 1.450 Pfund, also rund 1.690 Euro) ist eine Spende von 500 Pfund für Naturschutzorganisationen enthalten, berichtet die „Daily Mail“.

2. Die Robben in San Francisco

Sie gehören fast so untrennbar zu San Francisco wie die Golden Gate Bridge: die Robben, die sich zum Beispiel am Pier 39 sonnen. Im Norden der Stadt liegt das Marine Mammal Center, das sich um Seelöwen, Seeotter und eben auch Robben kümmert, die in den Gewässern im nördlichen Kalifornien in Not geraten sind.

Die Ausstellungsräume kannst du kostenlos besuchen oder für umgerechnet rund 9 Euro eine Führung buchen, bei der du die Tierärzte und die Freiwilligen bei der Arbeit siehst.

3. Papageientaucher in Schottland

Schwarz-weißes Gefieder und ein bunter Schnabel – Papageientaucher sind nicht nur unfassbar fotogen. Wissenschaftler befürchten leider auch, dass der Klimawandel den Vögeln stärker zusetzen könnte als bisher erwartet.

Ab 2020 sollen die Tiere in Schottland deshalb alle fünf Jahre gezählt werden, um ihre Population zu überwachen. Bei mehrtägigen Ausflügen auf die Inseln Mull, Iona und Staffa kannst du deshalb nicht nur mit eigenen Augen Papageientaucher sehen, sondern auch Wissenswertes über die neuen Zählungen erfahren.

Übrigens nennen die schottischen Inseln auch Robben, Wale und Adler ihr zu Hause. Buchbar sind die Touren zum Beispiel bei Haggis Adventures.

4. Tierisches Airbnb

Auch Airbnb setzt sich verstärkt für einen Umgang mit Tieren auf Augenhöhe ein. Die Plattform bietet mittlerweile mehr als 1.000 tierische Erlebnisse an, die allesamt den Richtlinien der World Animal Protection entsprechen müssen. Dadurch sollen Tierfreunde kein schlechtes Gewissen haben müssen.

Was du dabei erleben kannst? Zum Beispiel mit Tierschützern in Südafrika auf Pinguin-Wanderung oder in Island auf die Suche nach arktischen Füchsen gehen. Oder aus 122 Aktivitäten auswählen, bei denen du dich um Tiere kümmerst. Alle Einnahmen gehen an gemeinnützige Organisationen. Dabei kannst du zum Beispiel mit geretteten Tieren schmusen oder spazieren gehen.

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