Wohnen auf dem Kreuzfahrtschiff: Dieses Start-up macht’s möglich

Wohnen auf dem Kreuzfahrtschiff: Start-up macht’s möglich

Den Komfort einer Kreuzfahrt nicht nur für ein paar Wochen, sondern im Alltag zu genießen – davon träumen viele Kreuzfahrt-Fans vor allem für ihren Lebensabend. Ein US-Start-up will das bezahlbarer machen.

So soll das Storylines-Kreuzfahrtschiff einmal aussehen.
So soll das Storylines-Kreuzfahrtschiff einmal aussehen.

Foto: Tillberg Design of Sweden

Wohnen auf dem Kreuzfahrtschiff – diese luxuriöse Vorstellung lässt bislang nur das Kreuzfahrtschiff „The World“ wahr werden. Entsprechend happig sind die Preise: Eine Kabine oder Suite liege preislich im hohen sechsstelligen bis mittleren siebenstelligen Bereich, berichtet das Magazin „The Maritime Executive“. Außerdem müssten mögliche Besitzer ein Eigenkapital von mindestens fünf Millionen US-Dollar vorweisen können. Viele Interessenten können diese Kriterien nicht erfüllen.

Kaufe eine Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff – und reise nonstop um die Welt

Bezahlbarer soll das Leben deshalb auf dem neuen Kreuzfahrtschiff des Start-ups Storylines aussehen. Dort können sich Early Birds bereits ab umgerechnet rund 267.720 Euro eine eigene Kabine sichern. Das ist natürlich immer noch kein Pappenstiel, aber immerhin erschwinglicher. 

Hinzu kommen noch einmal mindestens rund 1.900 Euro pro Person und Monat für die günstigste All-inclusive-Verpflegung. Dafür müssen sich die Schiffsbewohner um nichts sorgen: Sie können täglich aus 20 Restaurants wählen und in einem der drei Pools planschen oder im Spa entspannen. Insgesamt könntest du dir das Schiffsleben mit 999 „Nachbarn“ teilen (plus Crew).

So lebt es sich auf dem Storylines-Schiff

Mit spannenden Destinationen weltweit, bei denen das Schiff zwischen drei und fünf Tage lang vor Anker liegen soll, haben die Bewohner Zeit genug, die Metropolen zu erkunden. Darüber hinaus sollen Universitätsvorlesungen an Bord und an Land für Abwechslung und geistigen Input sorgen. Damit will das Start-up nicht nur gut betuchte Senioren ansprechen, sondern auch für digitale Nomaden oder Familien, die ihre Kinder selbst unterrichten, attraktiv sein.

Kleiner Haken: Das Kreuzfahrtschiff soll erst 2023 fertiggestellt sein. Um den zukünftigen Bewohnern die Wartezeit zu verkürzen, plant das Start-up aber, ab 2020 ein anderes Schiff zu chartern, bis das eigentliche Kreuzfahrtschiff zur Abfahrt bereit ist. 

Kreuzfahrtschiff als Altersheim bald auch in Deutschland?

Eine ähnliche Idee gibt es übrigens auch in Deutschland: Das Start-up Ted Cruises will als schwimmendes Altersheim in See stechen – und zwar eigentlich schon ab Oktober 2019. Genauere Hinweise zum Start gibt es auf der Website derzeit allerdings noch nicht, auf mehrere Nachfragen hat der reisereporter keine Rückmeldung erhalten. Allerdings teilte das Unternehmen mit, dass bereits alle Kabinen auf der „MS Lebenstraum“ ausgebucht seien. Ab 2020 soll das Konzept aber auch auf einem Flusskreuzfahrtschiff eingeführt werden. Dafür seien noch Plätze buchbar. 

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