Auf Reisen musst du manchmal beim Geldwechsel in den sauren Apfel beißen: Im Internet wurde noch eben eine superprofitable Rate angezeigt – doch in der Wechselstube kommt dann Frust auf. Offenbar auch bei einem Mann aus Israel, der Urlaub in Venedig machte.

In einem Wechselbüro nahe der Rialtobrücke bekam er für seine 100 US-Dollar nicht die erhoffte Menge an Euro, weshalb er die Transaktion canceln wollte. Das soll nicht möglich gewesen sein, weshalb er sich der Lokalzeitung „Corriere del Veneto“ zufolge ein ziemlich drastisches Druckmittel einfallen ließ.

Venedig-Urlauber über Wechselkurs sauer – Polizei muss Geisel retten

Der 46-Jährige soll die Fensterläden geschlossen und die anwesende Angestellte daran gehindert haben, ihre Kabine zu verlassen. Ganze eineinhalb Stunden soll er sie quasi als Geisel genommen haben, bis sie es schaffte, die Polizei zu alarmieren. Die soll den Mann zur Freilassung überzeugt haben. Neben dem vermeintlich verlorenen Geld durch den schlechten Wechselkurs könnten dem Mann nun weitere Strafen drohen.

Mittlerweile sei der Urlauber aber wieder auf freiem Fuß. Der Frau sei nichts passiert, dennoch sei sie wegen des Vorfalls „bestürzt“ und „verängstigt“ gewesen. Wann genau es dazu kam, ist nicht bekannt.

Der reisereporter rät: Vorher genau die Anzeigetafeln zu den aktuellen Wechselkursen checken oder die Mitarbeiter vor Ort vor dem Umtausch einfach noch mal fragen. Und ein Tipp, den wohl auch der Urlauber hätte beherzigen sollen: Nicht die erstbeste Wechselstube an den Touri-Hotspots ansteuern und Kurse vergleichen.