Viele Jahre war es bei ausländischen Touristen gängige Praxis, auf dem Weg nach Österreich und Italien auf die Landstraßen auszuweichen. Und das wohl hauptsächlich, um Kosten einzusparen. Den „Maut-Flüchtlingen“ wurde in diesem Sommer ein Riegel vorgeschoben. Aktuell bewegen sich die Maut-Gebühren für die Vignetten zwischen 9,20 Euro und 89,20 Euro für Pkw.

Statt die Landstraßen zu verstopfen und damit den Alltag der Einheimischen zu beeinträchtigen, wurden Touristen mittels gesperrter Ausfahrten auf die Autobahnen verwiesen. Ferienurlauber und Wintersportfans wird es aber auch in den kommenden Monaten in Richtung Tiroler Alpen ziehen, weshalb die österreichische Landesregierung das Fahrverbot zwischen Dezember 2019 und April 2020 durchsetzen will.

Tirol: Fahrverbote für Urlauber gelten zwischen Dezember und April 2020

Bedeutet: Von Samstag, den 21. Dezember 2019, bis einschließlich Montag, den 13. April 2020, gelten die Fahrverbote; an Samstagen von 7 Uhr bis 19 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8 Uhr bis 17 Uhr. Ausgenommen davon sind der Berufs- und Anliegerverkehr, berichtet der „ORF“. Diverse Landstraßen folgender Bezirke werden dann für Touristen gesperrt: Kufstein, Reutte, Schwaz, Innsbruck-Land.

Die Regelung habe im Sommer eine „echte Entlastung“ für die Gemeinden gebracht, sagte Günther Platter von der ÖVP zur Entscheidung. Urlauber müssen sich wegen der fehlenden Ausweichrouten auf Autobahnstaus einstellen. Daher rät Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, die Urlaubsplanung zu überdenken: „Warum ungewollt in Österreich Geld lassen, wenn man in Bayern ein herzliches Dankeschön bekommt?“ Eine Aussage, für die der Politiker auch Kritik erntete.