Katalonien: Touristen meiden Barcelona wegen gewalttätiger Proteste

Barcelona: Weniger Touristen wegen gewalttätiger Proteste

Mehr als eine Woche lang hielten Demonstrationen die Menschen in Barcelona auf Trab, immer wieder kam es dabei zu Gewalt zwischen der Polizei und Protestierenden – mit Folgen für die Tourismusbranche.

Demonstrierende auf den Straßen von Barcelona.
Demonstrierende auf den Straßen von Barcelona. Einige verdecken ihre Augen im Gedenken an Menschen, die bei den Protesten ihre Augen verloren haben sollen.

Foto: imago images/ZUMA Press/Paco Freire

Vor rund eineinhalb Wochen begannen die Proteste zahlreicher Katalanen gegen die Haftstrafen für mehrere Separatistenführer. Dabei kam es zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen, Demonstranten zündeten Barrikaden an und Polizisten gingen teilweise mit Schlagstöcken auf zumeist friedlich Protestierende los. 

Die Unruhen bekamen auch Urlauber zu spüren – nicht nur bei dem Generalstreik, der am vergangenen Freitag Katalonien lahmlegte. Das Auswärtige Amt rät Urlaubern weiterhin, große Menschenansammlungen weiträumig zu meiden. 

Proteste in Barcelona bedeuten Umsatzeinbußen für Restaurants und Hotels

Für Restaurantbetreiber und Geschäftsleute bedeuten die andauernden Proteste auch finanzielle Probleme: Zwischen 30 und 50 Prozent seien die Umsätze in der Woche seit dem Beginn der Unruhen eingebrochen, gibt der Handels- und Tourismusverband Barcelona Oberta an. Das betreffe Restaurants sowie Geschäfte. 

Auch einige Hotels im Stadtzentrum sollen Stornierungen erhalten haben und hätten ihre Übernachtungspreise reduziert, berichtet die spanische Zeitung „El País“. In einer gemeinsamen Aktion der lokalen Tourismusbehörde und der Hotelindustrie seien Touristen, die eigentlich Hotels in der Innenstadt gebucht hätten, in andere Unterkünfte umgebucht worden. 

Experten vermuten aber, dass die Proteste in Barcelona vor allem Buchungen für die kommenden Monate beeinflussen könnten, besonders für Vier- bis Fünf-Sterne-Hotels.

Barcelona: Hoher Sachschaden durch Vandalismus und Diebstahl

Hinzu kommt, dass die Stadt Barcelona den durch Plünderungen entstandenen Schaden auf bislang rund 2,7 Millionen Euro schätzt. Unter anderem hätten einige Randalierer die Scheiben von Geschäften und Banken eingeschlagen und Möbel für Straßenbarrikaden entwendet.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, habe ein Kreuzfahrtschiff Barcelona sogar spontan vom Reiseplan gestrichen und stattdessen Ibiza angesteuert. Mittlerweile soll sich die Lage aber – zumindest vorerst – beruhigt und die La Rambla wieder wie gewohnt mit Urlauberscharen gefüllt haben.

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