Vier ausländische Urlauber befinden sich derzeit auf Bali in Untersuchungshaft: Zwei Frauen aus Thailand, eine Russin und ein Franzose wurden am vergangenen Montag den Medien präsentiert. Sie alle stehen im Verdacht, Drogen geschmuggelt zu haben.

Die Frau aus Russland wird beschuldigt, in der vergangenen Woche 6,6 Gramm Kokain aus Doha, Katar, nach Bali gebracht zu haben. Sie könnte bei einer Verurteilung für bis zu 15 Jahre ins Gefängnis wandern. 

Jahrelange Haft oder sogar Todesstrafe: So streng sind Indonesiens Strafen für Drogenschmuggel

Zwei weitere Frauen waren in der vergangenen Woche mit einem Flieger aus Thailand auf Bali gelandet. Bei ihnen wurde fast ein Kilogramm Methamphetamin, umgangssprachlich als Meth bekannt, gefunden. Sie erwartet nun im schlimmsten Fall der Tod durch Erschießen, berichtet die australische Nachrichtenseite „news.com.au“. 

Dasselbe gilt für einen Mann aus Frankreich. Er wurde unabhängig davon ebenfalls verhaftet, nachdem ein Paket mit 22,5 Gramm Kokain am Flughafen abgefangen wurde, das an ihn adressiert war. Erst in der vergangenen Woche wurden zwei Thailänder zu einer 16-jährigen Haftstrafe verurteilt, nachdem sie für den Schmuggel von einem Kilogramm Meth schuldig gesprochen worden waren.

Indonesien, zu dem die beliebte Urlaubsinsel Bali gehört, ist für die strengen Anti-Drogen-Gesetze bekannt. Im vergangenen Jahr drohte einem britischen Bali-Urlauber ebenfalls eine mehrjährige Haftstrafe, weil er mit drei Gramm THC-Öl erwischt wurde. Angeblich brauchte er das Cannabis-Öl zur Behandlung seiner Arthritis.