Grenzenlos im All-inclusive-Hotel auf Mallorca essen und trinken oder bei Flatrate-Partys Alkohol bis zum Umfallen konsumieren – das soll in einigen Bereichen bald der Vergangenheit angehören. Denn die Regierung der Balearen will die Inseln in verschiedene Zonen einteilen, in denen es unterschiedliche Einschränkungen für All-inclusive-Pakete geben soll.

Das schließe neben Hotels auch Restaurants, Bars, Geschäfte und Unterhaltungsangebote ein, wie der neue Tourismusminister Iago Negueruela am vergangenen Donnerstag im Parlament mitteilte. Das Ziel könne nicht sein, dass beispielsweise Flatrate-Angebote für alkoholische Getränke von den Unterkünften einfach in Bars oder Diskotheken verlagert werde. Bis zum Jahresende soll der fertige Gesetzentwurf vorliegen, berichtet die spanische „Ultima Hora“.

Balearen wollen Sauf-Tourismus-Image loswerden

Schon die alte Balearen-Regierung hatte ein Gesetz zur Regulierung des All-inclusive-Angebots ins Auge gefasst, dieses aber Anfang des Jahres auf Eis gelegt, da es nicht rechtzeitig zum Ende der Legislaturperiode eingeführt werden konnte, so das „Mallorca Magazin“. Ein Teil dieser Vorarbeit soll in den aktuellen Gesetzentwurf einfließen.

Bereits im September hatte Iago Negueruela ein neues Gesetz zur Bekämpfung des Sauf-Tourismus auf den Balearen angekündigt. „Einen solchen Tourismus wollen wir nicht“, machte der Tourismusminister deutlich.