Bin ich beim Urlaub in der Dominkanischen Republik sicher? Diese Frage dürften sich viele nach der mysteriösen Todesserie in dem Inselparadies gestellt haben. Innerhalb eines guten Jahres kamen mindestens zehn Urlauber auf ungeklärte Weise ums Leben.

Das FBI wurde eingeschaltet – schnell kam der Verdacht auf, dass verunreinigter Alkohol das Todesurteil für die Touristen bedeutet haben könnte. Bis auf den Alkoholverzehr sollen die Fälle keine Parallelen aufweisen. Vorsorglich verbannte das Hard Rock Hotel & Casino Punta Cana die Minibars samt Inhalt aus den Zimmern, nachdem zwei Gäste in dem Resort verstorben waren.

FBI gibt bekannt: Dom-Rep-Urlauber sollen nicht an gepanschtem Alkohol gestorben sein

War die Sorge unbegründet? Der jüngste Bericht des FBI soll nun Aufschluss geben: Alle Touristen sollen eines natürlichen Todes gestorben sein. Das hätten die toxikologischen Untersuchungen ergeben. „Eine Methanolvergiftung von verunreinigtem Alkohol wurde vom FBI bei den vorliegenden Fällen im Zuge der toxikologischen Überprüfung ausgeschlossen“, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums der Zeitung „The Hill“ und anderen US-Medien mit. 

Die Ergebnisse würden sich mit jenen der dominikanischen Behörden decken. Ausgeschlossen werde derzeit auch äußeres Einwirken oder gar Gewalt. Die Verstorbenen wurden entweder leblos in ihrem Hotelzimmer gefunden oder klagten nach ihrer Rückkehr über plötzliches Unwohlsein, das letztlich zum Tode führte.

Ist die Dominikanische Republik trotz Todesserie ein sicheres Urlaubsziel?

Einen mysteriösen Beigeschmack behält die Todesserie wohl trotzdem. Im Vorjahr soll es 13, im Jahr 2017 sogar 17 tote Urlauber in der Dominikanischen Republik gegeben haben. Dementsprechend kämpft die Karibikinsel mit der Negativpresse über mangelnde Sicherheit für Touristen. Hotels sollen öfter und gründlicher inspiziert werden.

Das Auswärtige Amt warnt derzeit nur vor möglichen Ausschreitungen bei Demonstrationen im Vorfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Mai 2020. Reisende sollten Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig meiden. Vorsicht sei auch vor Diebstählen und Raubüberfällen geboten sowie vor dem Missbrauch als Drogenschmuggler an Flughäfen.