Randalierende Passagiere, die zu tief ins Glas geguckt haben, scheinen allmählich zum Berufsalltag der Flugbegleiter zu gehören. So auch im Urlaubsflieger von Nordwind Airlines von Moskau nach Phuket am vergangenen Donnerstag. Während des Flugs versuchte ein Passagier, den Notausgang zu öffnen. Sowohl die Crew als auch ein an Bord anwesender Arzt sollen versucht haben, den Mann zu beruhigen. Der hatte offenbar bereits vor dem Abflug zu viel Alkohol getankt.

Betrunkener Passagier will Notausgang öffnen – Crew will ihn mit Frischhaltefolie fesseln

Als wäre das nicht Aufruhr genug, sollte es dann so richtig kurios werden: Wie Passagierin und Fernsehreporterin Elena Demidova berichtete, soll der Kapitän nach Frischhaltefolie gefragt haben. Nicht etwa, um Essen einzupacken – sondern den pöbelnden Passagier! Von ihrem Sitz berichtete sie per Handyvideo von den Tumulten.

Darin ist zwar eine Auseinandersetzung zwischen der Crew und dem Passagier zu sehen – ob der tatsächlich mit der Frischhaltefolie gefesselt wurde, bleibt aber unklar. Jedenfalls muss das Verhalten des Mannes dermaßen untragbar gewesen sein, dass sich die Piloten zu einer Sicherheitslandung in Usbekistans Hauptstadt Taschkent entschieden. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur „Ria Novosti“.

Piloten entscheiden sich wegen Pöbel-Passagier zur Sicherheitslandung

Die Airline bestätigte die Notlandung auf Flug N4 2477 wegen eines randalierenden Passagiers am vergangenen Donnerstag. Jegliche Beruhigungsversuche der Crew seien gescheitert. Für den Passagier endete damit die Reise nach Thailand, die Polizei wartete am Flughafen auf ihn. Ob und welche Strafe ihn erwartet, ist nicht bekannt.

Alle anderen mussten vier weitere Stunden ausharren, bevor das Flugzeug wieder abheben konnte. Doch bis zur Landung mussten die Fluggäste kurzzeitig erneut um ihren Erholunsurlaub auf Phuket bangen: Zwei Passagiere hatten sich auf der Toilette eingeschlossen und und rauchten – der Flug konnte jedoch fortgeführt werden.