Streiks bei Lufthansa-Töchtern ausgedehnt: Dutzende Flugausfälle

Flugausfälle bei Lufthansa-Töchtern: Streiks verlängert

Schlechte Nachrichten für Passagiere von Eurowings, Germanwings, SunExpress und Lufthansa Cityline: Der Streik der Flugbegleiter wurde bis Mitternacht verlängert. Was Passagiere jetzt wissen müssen.

Eine Eurowings- und eine Lufthansa-Maschine am Flughafen.
Dutzende Eurowings-Flieger bleiben am Sonntag am Boden. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Rüdiger Wölk

Eigentlich hätten die Flugbegleiter von Eurowings, Germanwings, SunExpress und Lufthansa Cityline nur bis 11 Uhr am Sonntagmorgen streiken sollen. Doch die Gewerkschaft Ufo hat den Streik kurzfristig bis Mitternacht verlängert, berichtet das „RND“. Dutzende Flüge fallen deshalb am heutigen Sonntag aus.

Am stärksten betroffen sind derzeit die Flughäfen Berlin-Tegel und Köln-Bonn. Dort wurden bislang 15 Flüge gestrichen. Am Hamburger Airport fallen nach jetzigem Stand zwölf Flüge aus. Der reisereporter gibt eine Übersicht, welche Verbindungen betroffen sind:

Streiks bei Eurowings, Germanwings, SunExpress und Lufthansa Cityline: Diese Flüge fallen aus

  • Flughafen München: zwei Lufthansa-Flüge nach Zürich, Paderborn; vier Eurowings-Flüge nach Berlin-Tegel, Düsseldorf und Köln-Bonn und Dortmund
  • Flughafen Düsseldorf: ein Eurowings-Flug nach Olbia (Italien), einer nach Hamburg und zwei nach Berlin-Tegel; ein Lufthansa-Flug nach Frankfurt
  • Flughafen Hamburg: je ein Eurowings-Flug nach Jerez de la Frontera (Spanien), Neapel (Italien), Salzburg (Österreich), Nürnberg, Düsseldorf; zwei Eurowings-Flüge nach Stuttgart, und fünf nach Köln-Bonn
  • Flughafen Berlin-Tegel: he ein Eurowings-Flug nach Pula (Kroatien), Palma de Mallorca, London, Karlsruhe, Düsseldorf, zwei Eurowings-Flüge nach Stuttgart und je vier nach Köln-Bonn und München
  • Flughafen Köln-Bonn: je ein Eurowings-Flug nach Klagenfurt, Westerland/Sylt, Dresden, München und Leipzig; je fünf Eurowings-Flüge nach Hamburg und Berlin-Tegel
  • Flughafen Dortmund: ein Eurowings-Flug nach München
  • Flughafen Leipzig: ein Eurowings-Flug nach Köln-Bonn
  • Flughafen Dresden: ein Lufthansa-Flug nach Frankfurt; ein Eurowings-Flug nach Köln-Bonn
  • Flughafen Nürnberg: zwei Lufthansa-Flüge nach München; ein Eurowings-Flug nach Hamburg 
  • Flughafen Stuttgart: je zwei Eurowings-Flüge nach Hamburg und Berlin-Tegel

Passagiere der betroffenen Airlines werden gebeten, sich vor dem Abflug über den Status ihres Fluges zu informieren und ihre Kontaktdaten bei den Fluggesellschaften zu hinterlegen. So können sie über Flugausfälle oder Verspätungen per SMS und E-Mail informiert werden. 

Da vor allem Flüge innerhalb Deutschlands ausfallen, besteht Eurowings zufolge die Möglichkeit, die Flugtickets in Tickets für die Deutsche Bahn umzuwandeln. Dies können betroffene Passagiere über die Eurowings-App oder das Service-Center machen.

Passagiere, deren Flüge aufgrund des Streiks ausfallen, werden gebeten, nicht zum Flughafen zu reisen, sondern sich an das Service-Center zu wenden. Gestrichene Flüge können im Bereich „Mein Flug“ kostenlos umgebucht oder storniert werden.

Warum wurde der Streik bei den Lufthansa-Töchtern kurzfristig verlängert?

Zunächst hatte die Gewerkschaft Ufo die Flugbegleiter aufgerufen, lediglichen zwischen 5 Uhr und 11 Uhr am Sonntagvormittag ihre Arbeit niederzulegen. Kurzfristig teilte die Gewerkschaft jedoch mit, dass der Arbeitsausstand bis 24 Uhr verlängert wird. Dadurch streikt das Kabinenpersonal der Lufthansa-Töchter nun am kompletten Sonntag, den 20. Oktober 2019. 

„Der Konzern hat seine Gangart weiter verschärft und nicht nur mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen, sondern obendrein mit Arbeitsplatzverlust gedroht“, erklärt der stellvertretende Ufo-Vorsitzende Daniel Flohr den Schritt. Die Arbeitgeber hätten den Kabinenmitarbeitern in einer Mitteilung zu verstehen gegeben, dass durch den Streik ihre Arbeitsplätze gefährdet seien. 

Ufo droht mit weiteren Streiks bei Lufthansa-Airlines

Die Ufo droht außerdem mit weiteren Streiks beim Lufthansa-Konzern: „Ein solches Vorgehen lässt leider nicht vermuten, dass es zu einer Einigung hinsichtlich unserer Forderungen kommen kann, sodass wir diesen Schritt als notwendig erachten und insgesamt von einer langen Auseinandersetzung mit massiven Streiks ausgehen müssen.“ Der Ufo gehe es um Gehaltserhöhung, betriebliche Altersvorsorge und Teilzeitregelungen.

Eurowings bezeichnet den Streik in einer Mitteilung weiterhin als „rechtswidrig“: „Die heute Morgen kurzfristig erfolgte, massive Streikausweitung bis 24 Uhr zeigt erneut, wie rücksichtslos die Gewerkschaft ihre Machtpolitik auf dem Rücken von Kunden und Mitarbeitern austrägt.“

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