Aus dem Koffer leben: So kriegst du das Chaos geregelt

Aus dem Koffer leben: So bringst du Ordnung ins Chaos

Wer viel unterwegs ist, weiß, wie nervig es sein kann, aus dem Koffer zu leben – und wie schnell Chaos im Hotelzimmer entsteht. Dabei reichen schon wenige Tricks, um Ordnung ins Gepäck zu bringen.

Überfüllte und unordentliche Koffer.
Aus dem Koffer zu leben bedeutet für viele gleich Chaos – aber das muss nicht sein. (Symboldbild)

Foto: imago images/blickwinkel/fotototo

1. Koffer auspacken oder aus dem Koffer leben?

Die Frage ist fast so alt wie die nach der Henne und dem Ei: Soll man auf Reisen den Koffer auspacken? Das hängt natürlich mit den persönlichen Vorlieben zusammen, aber auch mit der Art und Weise, wie man seinen Koffer überhaupt gepackt hat.

Ist man ein Chaos-Typ und wirft alles irgendwie hinein, lässt sich das Auspacken kaum vermeiden. Wer aber ordentlich und sinnvoll sein Zeug verstaut, kann problemlos aus dem Koffer leben.

2. Sinnvoll packen

Bleibt die Frage, was man unter „sinnvoll packen“ versteht. Die Praxis ist relativ einfach: Klamotten werden thematisch gestapelt. T-Shirts auf T-Shirts, Hosen auf Hosen, Kleider auf Kleider. So ergeben die einzelnen Stapel im Koffer Sinn und agieren als Mini-Kleiderschrank, in dem du alles findest, ohne es auspacken zu müssen.

Sorgfältig gepackter Koffer.
Sinnvoll packen ist das A und O – stapel dafür die Klamotten einfach thematisch. (Symbolbild) Foto: imago images/Westend61

3. In Packing Cubes investieren

Hilfreich fürs thematische Packen und gegen Chaos im Hotelzimmer sind Packing Cubes, in die du deine Klamotten gut verpackst und verstaust. Im Koffer helfen sie dabei, dass du mehr unterbringst, im Hotelzimmer wiederum kannst du die Packing Cubes als mobiles Ordnungssystem verwenden und im Koffer lassen oder daneben stapeln.

4. Auf Taschen und Beutel setzen

Um bestimmte Kleidungsstücke oder persönliche Dinge rasch zur Hand zu haben, helfen nicht nur größere Packing Cubes, sondern auch kleinere Taschen, in denen du beispielsweise Socken und Unterwäsche transportierst.

Durcheinander im Koffer.
Schmeiß deine Sache nicht bloß in den Koffer – Flüssigkeiten können auslaufen, elektronische Geräte schnell beschädigt werden. Geh auf Nummer sicher mit Taschen und Beuteln. (Symbolbild) Foto: imago images/JuNiArt/Julia Pfeifer

Aber auch Kleinkram wie Ladekabel und Co., Reisetagebuch, Stifte und Ähnliches hast du besser im Griff, wenn sie in Taschen oder Beuteln verstaut sind. Hilfreich: Gefrierbeutel in den Größen ein Liter und fünf Liter, die du ganz easy beschriften kannst.

5. Kleinkram organisieren

Die Ringe auf dem Schreibtisch, die Haarnadeln im Bad, das Kleingeld auf dem Nachtkästchen. Nur wenige Stunden im Hotel reichen aus, um seinen Kleinkram überall zu verteilen. Wenn du bei der Abreise nicht stundenlang alles absuchen möchtest, solltest du alles, was klein ist und herumfliegen kann, vorab gut verstauen.

Dafür musst du dir auch nichts Neues kaufen: Eine leere Kaugummi-Dose, Brausetablettenpackungen oder Pillenboxen eignen sich perfekt, um Kleinkram beisammenzuhalten.

6. Unnötige Gegenstände zu Hause lassen

Weniger ist mehr, vor allem auf Reisen und im Hotel. Denn je weniger du bei dir hast, desto weniger Chaos kannst du damit anrichten. Merkregel: Was du „vielleicht“ brauchen könntest, brauchst du garantiert nie. Also bleibt es zu Hause. Vieles ist bereits im Hotel vorhanden – vom Föhn bis hin zum Strandtuch.

Reiseapotheke im Koffer. (Symbolbild)
Natürlich sollst du nicht auf wichtige Gegenstände wie zum Beispiel Medikamente verzichten müssen. Eine ganze Reiseapotheke mit Verbandszeug ist aber überflüssig, wenn du nicht gerade Urlaub im Dschungel machst. (Symbolbild) Foto: imago images/Jochen Tack

7. Nicht ziellos alles im Hotelzimmer verteilen

Die wichtigste Regel, um Chaos im Hotelzimmer zu vermeiden, ist eigentlich ganz easy: Du musst dich nur an der Nase nehmen und dein Zeug so auspacken, dass du es immer im Blick hast. Schubladen und Kästchen sind fiese Fallen: Hier vergisst du bei der Abreise garantiert etwas.

Faustregel: Verstaue deine Dinge so, dass du sie immer siehst, also lieber in offenen Regalen und auf dem Schreibtisch als in verschlossenen Kommoden. Möchtest du etwas aufhängen, dann bei geöffneter Schranktür oder davor: So hast du wirklich alles im Blick.

8. Luft lassen

Wer den Koffer bis zum Anschlag füllt, landet nicht nur mit zerknitterten Klamotten im Urlaub, er lässt sich auch keinen Raum für Mitbringsel. Dazu kommt, dass in einem überfüllten Koffer zwangsläufig Chaos herrscht – und bei der Rückreise das Packen definitiv zur Qual wird.

Vollgestopfter Koffer.
Lass deinem Gepäck Luft zum Atmen – vollgestopfte Koffer bedeuten zwangsläufig Chaos. (Symbolbild) Foto: imago images/Science Photo Library

Faustregel: Vor der Abreise sollte der Koffer ganz easy zugehen, im Idealfall ist noch Platz für mindestens drei Kleidungsstücke.

9. Zwischendurch aufräumen

Keine Frage, auf Reisen hat man keinen Bock, aufzuräumen. Klar ist aber: Wenn du jeden Tag im Hotelzimmer deine Sachen einigermaßen ordnest, geht nichts verloren und das finale Packen ist schneller erledigt.

Gewöhn dir einfach an, in der Früh, bevor du das Zimmer verlässt, das gröbste Chaos zu beseitigen. Klamottenberge zu minimieren, Müll zu entfernen, Kleinkram zu sortieren. Fünf Minuten genügen, um das Schlimmste zu beseitigen. Außerdem macht es mehr Spaß, in ein aufgeräumtes Zimmer zurückzukommen.

10. In Outfits denken und packen

Beim Kofferpacken solltest du nicht wahllos deine Lieblingsteile zur Hand nehmen, sondern weiterdenken und dich fragen: Wie kombinierbar sind die Teile? Das spart Platz, denn so vermeidest du, etwas einzupacken, das du gar nicht erst gebrauchen kannst, weil es zu nichts passt.

Ausgebreitete Klamotten.
Denk in Outfits: Packe nicht wahllos deine Lieblingsteile in den Koffer, sondern überlege, welche Klamotten du mit anderen kombinieren kannst. (Symbolbild) Foto: imago images/fStop Images/Sven Hagolani

Generell ist es hilfreich, mehr unifarbene als bunte Teile einzupacken, da das die Variationsmöglichkeiten erhöht.

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