Eine 81-Jährige wurde an einem Flughafen in Kolumbien beim Drogenschmuggel erwischt: Die Dame hatte mehrere Kilogramm Kokain in den Metallrohren ihres Rollstuhls versteckt. Sie wollte vom Flughafen José María Córdova bei der Stadt Medellín nach Madrid fliegen. 

Die Frau sei allein unterwegs gewesen, da sie angeblich in Spanien Verwandte besuchen wollte. Anscheinend hatte sich die Dame allerdings auffällig verhalten: Beamte der Drogenkommission kontrollierten die Seniorin und entdeckten mehrere Kilogramm Rauschgift. Nachdem sie den Rollstuhl komplett auseinandergeschraubt hatten, sollen sie stolze 17 Kilogramm Kokain zutage gefördert haben, berichtet die kolumbianische „El Tiempo“​. 

Kolumbien: Drogenschmuggler nutzen Senioren häufig als Kuriere

Die kolumbianische Polizei geht davon aus, dass die Frau Opfer von Schmugglern geworden ist, die sie für ihre Zwecke ausgenutzt haben. Denn das hohe Alter der Schmugglerin ist vor Gericht ein mildernder Umstand. Erst kürzlich war am Flughafen in Barcelona ein Rentner aus Kolumbien aufgefallen, weil seine Perücke ungewöhnlich abstand: Unter dem Toupet hatte der Mann ein Paket mit einem halben Kilo Kokain versteckt.

Mit welchen Konsequenzen die Seniorin rechnen muss, wird sich erst vor Gericht zeigen.