Das ländliche Idyll von Kampot im Süden Kabodschas wird überschattet: Eine 43-jährige Französin soll vergangene Freitagnacht von drei Männern auf dem Heimweg aufgegriffen und vergewaltigt worden sein. Mehrfach und über mehrere Stunden sollen sich die Männer an ihr vergangen haben.

Bei den mutmaßlichen Verdächtigen soll es sich um Einheimische handeln, darunter ein Taxifahrer, der die Tat bereits der Polizei gestanden haben soll. Die Beamten haben die drei Männer an verschiedenen Orten am Dienstag und Mittwoch festgenommen. Das berichtet die lokale Wochenzeitung „Kohsantepheap Daily“. 

Männer bieten Touristin Fahrt ins Hotel an – danach sollen sie sie vergewaltigt haben

Offenbar täuschte sich die Touristin in der Hilfsbereitschaft der Männer: Sie sollen ihr gegen 3 Uhr nachts eine Fahrt zu ihrem Hotel angeboten haben, als sie ein Restaurant verließ. Ein Video soll den Moment zeigen, in dem ein weißer Toyota neben ihr hält. Ein Mann steigt aus und verwickelt die Frau in ein Gespräch, woraufhin sie Momente später ins Auto steigt.

Anhand des Videos sei nicht eindeutig zu erkennen, ob die Frau gewaltsam ins Auto gezerrt wurde oder ob sie tatsächlich freiwillig eingestiegen ist. Wie die Polizei berichtet, sollen die Männer sie dann nahe einem Waldstück vergewaltigt haben, gegen 5.40 Uhr im Morgengrauen kehrte sie zu ihrem Hotel zurück. Die mutmaßlichen Verdächtigen erwartet nun ein Gerichtsprozess.

Trotz der Tat wiesen die Beamten darauf hin, dass solche Vorfälle in Kampot selten seien. Die Kleinstadt ist für viele Reisende eine Abwechslung zum vollen und lauten Siem Reap nahe Angkor Wat. Von Kampot reisen viele weiter an die Traumstrände und -inseln im Golf von Thailand, unternehmen Ausflüge in umliegende Nationalparks oder nutzen den Ort als Zwischenstopp, bevor es auf der Asien-Rundreise weiter nach Laos oder Vietnam geht.