Festnahme: Familie reist versehentlich in die USA ein

Festnahme: Familie reist versehentlich in die USA ein

Der Kanada-Urlaub einer britischen Familie endete in einem Horror-Trip. Aus Versehen überquerte sie die Grenze zu den USA und wurde festgenommen. Samt Baby ging es quer durchs Land ins Gefängnis.

Polizist in den USA.
Kurz hinter der US-Grenze wurde die britische Familie von einem Polizisten festgenommen. (Symbolfoto)

Foto: imago images/Westend61

Schlimmer kann ein Urlaub wohl kaum enden: Ein britisches Ehepaar war mit seinem drei Monate alten Sohn auf einem Roadtrip durch Kanada, als es südlich von Vancouver aus Versehen in den US-Staat Washington fuhr. Ein Polizist nahm die drei sofort fest. Was folgte, war eine regelrechte Odyssee – von Gefängnis zu Gefängnis.

Bei Roadtrip: Britische Familie in den USA festgenommen

Als die Familie Connors im Südwesten Kanadas unterwegs war, lief ihnen ein Tier vor das Auto. Beim Ausweichen gelangten sie auf eine Schotterpiste und fuhren einfach weiter. Doch die Fahrt endete, als ein Polizist das Auto stoppte und die Eltern samt Baby festnahm. Der Grund: Die Urlauber waren unerlaubterweise in die USA eingereist, berichtet „BBC“.

Der Beamte habe ihnen nicht einmal ihre Rechte vorgelesen, erzählte das Ehepaar Eileen und David Connors. Ohne weitere Erklärungen brachte er Vater David ins Gefängnis von Tacoma. Seine Frau wurde mit dem Baby in einem Hotel untergebracht. Am nächsten Morgen ging es dann plötzlich zum Flughafen, doch die Heimreise durften die Briten nicht antreten. Stattdessen flogen die Beamten sie einmal quer durchs Land nach Pennsylvania.

Briten mit Baby im Gefängnis in Pennsylvania

Dort wurden die Eltern in separate Zellen gesteckt. Sie berichteten über schlimme Zustände in dem US-Knast. Im Gefängnis sei es viel zu kalt gewesen, das Baby habe gefroren, und die Beamten sollen der Mutter zunächst die Babynahrung weggenommen haben. Auch auf Nachfrage hätten sich die Beamten geweigert, die Heizung anzustellen.

Mehrere Tage mussten sie in ihren Zellen ausharren, bis die US-Regierung die illegale Einreise bearbeitet hatte. Erst dann durften sie ihre Heimreise zurück nach England antreten. Mittlerweile reichten die Eltern eine offizielle Beschwerde ein, in der sie ihre Behandlung und die Zustände im Gefängnis scharf kritisieren.

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