Die 10 besten Sehenswürdigkeiten im Spreewald | reisereporter.de

Die 10 besten Sehenswürdigkeiten im Spreewald

Im Spreewald gibt es Spannendes zu entdecken! Selbst Sightseeing ist in der Region möglich. Der reisereporter hat zehn Sehenswürdigkeiten für dich zusammengestellt, die du nicht verpassen darfst.

Nadine Pensold
Ein Muss beim Spreewald-Besuch: das Freilandmuseum in Lehde. Hier erfährst du alles rund um Bräuche, Region und Traditionen.
Ein Muss beim Spreewald-Besuch: das Freilandmuseum in Lehde. Hier erfährst du alles rund um Bräuche, Region und Traditionen.

Foto: Nadine Pensold

1. Lübbener Schlossinsel

Wie der Name vermuten lässt, erwartet dich auf der Schlossinsel Lübben ein Schloss. Es beherbergt das Stadt- und Regionalmuseum, das neben Historischem aus dem Spreewald und der Lausitz auch mittelalterliche Schätze und Grabfunde aus der Eisen- und Bronzezeit ausstellt.

Die Insel hat aber noch weit mehr zu bieten: Hier befindet sich der belebte Hafen mit Kahnabfahrt (mehr Infos dazu findest du hier), Restaurants und den Touristeninformationen, ein Klanggarten, ein großer Wasserspielplatz, auf dem sich Kinder austoben können, und mehrere Badestellen, an denen man an heißen Sommertagen Abkühlung findet.

Beim Streifzug findest du viele Möglichkeiten zum Verweilen oder Fotografieren und hast einen guten Ausgangspunkt, um per Kahn, Fahrrad oder Boot deine Spreewald-Tour fortzusetzen.

Schlossinsel Lübben | Adresse: Ernst-von-Houwald-Damm 15, 15907 Lübben | Öffnungszeiten Museum: Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr

Ein perfekter Ausgangspunkt für deine Entdeckungstour durch den Spreewald ist die Schlossinsel in Lübbenau.
Ein perfekter Ausgangspunkt für deine Entdeckungstour durch den Spreewald ist die Schlossinsel in Lübbenau. Foto: Nadine Pensold

2. Freilandmuseum Lehde

Seit 1957 gibt es das Freilandmuseum in Lehde – es ist damit das älteste seiner Art in ganz Brandenburg. Innerhalb von gut einer Stunde kannst du 35 Kilometer Spreewald entdecken, denn das Museum zeigt neben dem typischen Familien- und Arbeitsalltag der Spreewaldbewohner im 19. Jahrhundert auch die unterschiedlichen Bauweisen und örtlichen Besonderheiten der verschiedenen Spreewaldorte.

In diesem Museum kannst du richtig in die spannende Welt des Spreewalds eintauchen. Zu sehen gibt es neben den historischen Bauernhäusern die älteste Kahnwerkstatt des Ortes und einen wunderschönen Bauerngarten. Perfekt, um die einmalige Region kennenzulernen.

Freilandmuseum Lehde | Adresse: An der Giglitza 1a, 03222 Lübbenau/Ortsteil Lehde | Öffnungszeiten: 30. März bis 30. September: täglich von 10 bis 18 Uhr. 01. Oktober bis 31. Oktober: täglich von 10 bis 17 Uhr

An kaum einem anderen Ort findest du so viel Spreewaldwissen wie im Freilandmuseum Lehde.
An kaum einem anderen Ort findest du so viel Spreewaldwissen wie im Freilandmuseum Lehde. Foto: Nadine Pensold

3. Weidendom in Straupitz

Ein ganz besonderes Bauwerk erwartet dich in Schlepzig. Hier steht der Weidendom „Arena Salix“. Das kirchenähnliche Konstrukt besteht fast gänzlich aus Kopfweiden, die sich über die Jahre um ein metallenes Trägerwerk gerankt haben. Besonders im Frühling und Frühsommer ist das ein echter Hingucker.

Die besondere Atmosphäre unter der grünen Kuppel ist einfach romantisch – kein Wunder, dass sich an diesem Ort auch viele Verliebte ihr Jawort geben.

Direkt am Weidendom befindet sich ein Kahnhafen und Bootsverleih. Einer kleinen Tour durch den Unterspreewald steht damit nichts im Wege.

Weidendom | Adresse: Dorfstraße 53, 15910 Schlepzig

4. Schinkelkirche Straupitz

Die Straupitzer Dorfkirche ist eine architektonische Landmarke. Das liegt nicht nur am strahlenden Weiß des Gotteshauses, sondern auch an den Zwillingstürmen, die in dem Spreewalddorf gen Himmel ragen. Entworfen hat sie der preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

Nach Anmeldung (Infos zur Anmeldung findest du hier) kannst du in den Monaten von Mai bis Oktober bei einer Kirchenführung teilnehmen. Zu ausgewählten Terminen sind auch Kirchturmbesteigungen möglich, bei denen du einen tollen Blick über den Ort genießen kannst.

Dorfkirche Straupitz | Adresse: Kirchstraße, 15913 Straupitz | Öffnungszeiten: von Mai bis Oktober geben ehrenamtliche Kirchenführer Einblick in die Schinkelkirche. Termine: Dienstag und Freitag zwischen 11 und 12 Uhr sowie zwischen 15 und 16 Uhr

Imposante preußische Architektur inmitten des beschaulichen Spreewalds gibt es in Straupitz zu bestaunen.
Imposante preußische Architektur inmitten des beschaulichen Spreewalds gibt es in Straupitz zu bestaunen. Foto: Nadine Pensold

5. Kletterwald in Lübben

Du willst im Spreewald hoch hinaus? Dann solltest du dir den Kletterwald Lübben anschauen. Dort gibt es einen vielseiteigen Kletterparcours, einige Abschnitte sind schon für Kinder ab sechs Jahren geeignet.

Egal, ob Anfänger oder schon geübter Kletterer, es gibt unterschiedlichste Herausforderungen und Rätsel, aber auch Rutschpartien und wackelige Passagen. Und auch ein zehn Meter hoher Kletterturm kann bezwungen werden.

Kletterwald Lübben | Adresse: Hartmannsdorfer Straße 27 c, 15907 Lübben | Öffnungszeiten: Nebensaison (April, Mai, September, Oktober): Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Hauptsaison (Juni, Juli, August): täglich von 10 bis 19 Uhr | Kontakt: Anfragen und Voranmeldung unter 01573/0051727

6. Holländermühle in Straupitz

Im Spreewaldort Straupitz gibt es ein besonderes Bauwerk: die letzte produzierende Dreifachwindmühle Europas. Über 150 Jahre ist die Holländermühle alt und heute Europäisches Kulturdenkmal.

Beim Besuch kannst du einiges entdecken. Im Turm kannst du zum Beispiel die historische und voll erhaltene Technik der alten Handwerksmühle bestaunen. In der historischen Ölmühle erfährst du viel über die Herstellung von Leinöl und auch eine alte Sägemühle kannst du inspizieren.

Vorm Müllerhaus kannst du es dir bei Kartoffeln und Quark oder Kaffee und Blechkuchen gemütlich machen, im Mühlenladen frisches Leinöl oder Mühlenbrote kaufen oder einfach den Flügeln der Mühle beim Drehen zugucken.

Mühlenverein Holländermühle | Adresse: Laasower Straße 11a, 15913 Straupitz | Aktuelle Öffnungszeiten findest du online

Die Straupitzer Mühle ist ein spannendes Denkmal, das nicht nur Technikfans in seinen Bann zieht.
Die Straupitzer Mühle ist ein spannendes Denkmal, das nicht nur Technikfans in seinen Bann zieht. Foto: Nadine Pensold

7. Gurkenmeile im Lübbenauer Hafen

Die großen Häfen sind im Spreewald meist die Orte, an denen der größte Trubel herrscht. In Lübbenau ist das nicht anders. Zahlreiche Kahntouren starten hier und reichlich Gastronomie ist ebenso vorhanden. Besonders lohnt es, an den kleinen Buden auf dem Vorplatz entlangzuschlendern.

Auf der sogenannten Gurkenmeile sind zahlreiche Landwirte und regionale Hersteller mit ihren Spreewald-Köstlichkeiten vertreten. Dort kannst du dich nicht nur mit leckeren Honig-, Senf- oder Knoblauchgurken eindecken, sondern auch Öle, Meerrettich-Variationen, Spreewald-Honig oder Aufstriche erstehen.

Großer Spreewaldhafen Lübbenau | Adresse: Dammstraße 77A, 03222 Lübbenau | Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 9 bis 17 Uhr

Am großen Kahnhafen von Lübbenau gibt es viel zu Schlemmen und Entdecken.
Am großen Kahnhafen von Lübbenau gibt es viel zu Schlemmen und Entdecken. Foto: Nadine Pensold

8. Wendisch-deutsche Doppelkirche in Vetschau

Ein einmaliges Gotteshaus ist die wendisch-deutsche Doppelkirche in Vetschau. Über 500 Jahre hinweg ist das Bauensemble entstanden, das heute unter einem Dach zwei Kirchengebäude vereint. Sie ist nicht nur ein schönes Zeichen, wie sich zwei Sprachen und Kulturen in einer gemeinsamen Konfession in friedlichem Miteinander treffen, sondern auch ein wunderschönes Bauwerk.

Bewundern kannst du hier zum einen die prunkvolle Stadtkirche im spätbarocken Stil als auch die schlichtere aber nicht weniger schöne wendische Dorfkirche mit ihren Altaren und Orgeln. Über einen Gang sind beide Kirchen verbunden, wenn du aufmerksam hindurch gehst, wirst du auch die Stelle entdecken, an der sich die Mauer zwischen den Kirchen befindet.

Wendisch-deutsche Doppelkirche | Adresse: Kirchstraße, 03226 Vetschau | Öffnungszeiten: April bis Oktober, Montag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr | Kontakt: Anmeldung für Besuchergruppen über die Touristinformation 035433/77755

Die wendisch-deutsche Doppelkirche ist nicht nur ein schönes Zeichen, wie sich zwei Sprachen und Kulturen in einer gemeinsamen Konfession in friedlichem Miteinander treffen, sondern auch ein wunderschönes Bauwerk.
Die wendisch-deutsche Doppelkirche ist nicht nur ein schönes Zeichen, wie sich zwei Sprachen und Kulturen in einer gemeinsamen Konfession in friedlichem Miteinander treffen, sondern auch ein wunderschönes Bauwerk. Foto: Nadine Pensold

9. Café Geschichtsstübchen in Burg

Ist es ein Café oder ein Museum? Fotogalerie oder Lokal? Am besten machst du dir selbst ein Bild von diesem einmaligen Ort, den Ingmar Steffen nur wenige Schritte vom Hafen in Burg geschaffen hat: Das Café Geschichtsstübchen.

Die Geschichte des Spreewalds und seiner Menschen haben Steffens, sein Vater und Urgroßvater mit zahlreichen Fotos dokumentiert. Man findet Tagebucheinträge und einzigartige Aufnahmen von Trachten, Festen, Landschaften aus vergangenen Zeiten. Eingebettet ist diese Heimat-Bilderschau in ein romantisch-gemütliches Caféambiente.

Im Sommergarten kannst du außerdem eine Modelleisenbahn entdecken, die durch eine kleine Spreewaldkulisse tuckert. Dazu gibt es Quarkplinsen und hausgemachte Windbeutel. Ein wunderbarer Ort zum Verweilen.

Café Geschichtsstübchen | Adresse: Am Hafen 2, 03096 Burg | Öffnungszeiten: Donnerstag bis Montag von 12 bis 18 Uhr

Begib dich auf eine Foto-Zeitreise in die Geschichte des Spreewalds. Im Geschichtsstübchen gibt es obendrein Leckeres auf den Teller und frischen Kaffee.
Begib dich auf eine Foto-Zeitreise in die Geschichte des Spreewalds. Im Geschichtsstübchen gibt es obendrein Leckeres auf den Teller und frischen Kaffee. Foto: Nadine Pensold

10. Spreewalddorf Leipe

In Leipe bist du mitten im Spreewald-Idyll angekommen. Das kleine und schmucke Inseldorf mit nicht einmal 150 Einwohnern ist umgeben von Spreewaldfließen und war bis in die 1930er Jahre nur über den Wasserweg erreichbar.

Heute geht es auch per Rad und theoretisch auch mit dem Auto, doch eine Paddel- oder Kahntour nach Leipe ist ein echtes Muss, wenn du den Spreewald entdecken möchtest (mehr Infos zu den Wassersportmöglichkeiten findest du hier). Kleine Höfe, viel Natur und gemütliche Einkehrmöglichkeiten mit Spreewälder Gastlichkeit erwarten dich hier.

Ins Spreewalddorf Leipe gelangst du am besten zu Wasser.
Ins Spreewalddorf Leipe gelangst du am besten zu Wasser. Foto: imago images/Schöning

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