Kommen hungrige Besucher zum Süßkartoffel-Imbiss in Sapporo, der Hauptstadt der nordjapanischen Insel Hokkaido, sind sie meistens erst einmal verwundert. Auf den ersten Blick scheint der Stand leer zu sein, zumindest ist kein Verkäufer zu sehen.

Doch plötzlich schauen zwei Pfoten und eine Schnauze über die Theke: Ken-kun ist so etwas wie der vierbeinige Manager der außergwöhnlichen Imbissbude. Er ist ein Shiba-inu – die alte japanische Hunderasse bedeutet übersetzt „kleiner Hund“. Shibas haben rot-weißes Fell und sind die perfekten Aufpasser.

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Kurios: Hund verkauft Street-Food in Japan

So auch Ken-kun, der auffordernd über die Theke blickt. Die Gäste werden von ihm genauestens inspiziert – er schnüffelt, was das Zeug hält. Dann dürfen die Besucher ihn streicheln, vielmehr besteht er darauf. Er ist immer bereit, um Bestellungen entgegenzunehmen – oder eben, um Gratis-Streicheleinheiten zu bekommen.

Sobald sie den Hund gesehen haben, vergessen viele Besucher warum sie eigentlich hergekommen sind – für die gerösteten Süßkartoffeln. Die kosten weniger als zwei Euro und können in Alufolie verpackt einer Box entnommen werden.

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Imbiss-Inhaber Ken-kun: Hund wird in sozialen Medien gefeiert

Im März wurde der Hund zu einer kleinen Internet-Sensation, als auf Twitter Tausende ein Foto von ihm teilten. In den folgenden Wochen kamen zahlreiche Besucher zum besonderen Imbiss. Seitdem wurde das Angebot erweitert – neben Süßkartoffeln gibt es mittlerweile auch Maiskolben und Ken-kun-Shirts.

Der Hund hinter der Kasse ist aber nicht die einzige Besonderheit am Imbiss, denn die Bezahlung läuft nach dem Vertrauensprinzip. Wenn sich jemand bedient, ohne zu bezahlen, kann Ken-kun nichts machen. Schon fast überprüfend stellt er sich gern so nah wie möglich an die Box, in der die Süßkartoffeln liegen, oder an die Kasse, in die Besucher das Geld einwerfen. 

So kommst du an deine Süßkartoffeln in Sapporo, Hokkaido

In seiner Imbissbude hat es sich der Hund ziemlich gemütlich gemacht. Neben einer Heizung für die kalten Tage steht ein Ventilator für die heißen. Und keine Sorge, Ken-kun darf abseits seiner Imbiss-Wände ein normales Hundeleben führen. „Arbeiten“ muss er zweimal die Woche à vier Stunden. Sein Besitzer kommt ab und zu vorbei, um nach ihm zu sehen. Nach seiner Schicht gehen die beiden ausgiebig spazieren.

Ken-kun und seine gerösteten Süßkartoffeln findest du hier:

1-chome-15-11 Kiyota 2 Jo Kiyota-ku, Sapporo, Hokkaido | Öffnungszeiten: An Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 15 Uhr