Selbstmord oder tragischer Unfall? Die Wahrheit über den Tod einer Passagierin, die über Bord der „Costa Pacifica“ gegangen ist, bleibt bislang verborgen. Nach der Erzählung ihres Begleiters soll sie am vergangenen Donnerstag von dem Kreuzfahrtschiff gesprungen sein. So schildert die Reederei Costa Cruises dem US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ den Vorfall.

Sie sei gegen 22 Uhr aus der gemeinsamen Balkonkabine auf dem achten Deck in das dunkle Tief vor der spanischen Küste gesprungen. Daraufhin alarmierte der Mitgereiste die Crew: Um 22.26 Uhr erhielten Einsatzkräfte der Nato den Funkspruch „Mann über Bord“.

Augenzeuge berichtet: Passagierin spingt von Kreuzfahrtschiff „Costa Pacifica“

Umgehend suchten sie mit der Unterstützung der spanischen Seenotrettungsorganisation Sociedad de Salvamento y Seguridad Marítima stundenlang nach der Frau. Ein anderer medizinischer Notfall an Bord unterbrach den Einsatz, berichtet das Magazin „Schiffe und Kreuzfahrten“.

Mit Tagesanbruch kam dann die traurige Gewissheit: Die Frau überlebte den Sturz nicht, ihre Leiche wurden gegen 9 Uhr morgens im Golf von Cádiz gefunden. Sowohl Costa Cruises als auch die maritimen Streitkräfte der Nato bestätigten den Todesfall – von Selbstmord ist jedoch bislang keine Rede.

Selbstmord oder Unfall? Frau stirbt nach Sturz von Kreuzfahrtschiff

Aufnahmen der Überwachungskameras sollen nun Erkenntnisse bringen. Bekannt ist bislang nur das Alter der Verstorbenen (75). Die „Costa Pacifica“ fuhr zum Zeitpunkt des Unfalls von Madeira nach Málaga. Die Ankunft verzögerte sich wegen des Einsatzes.