Singapur: Eine Stadt zwischen den Welten, zwischen Ost und West – ein idealer Zwischenstopp für Südostasien-Touristen. Gerade einmal 54 Jahre alt ist der Stadtstaat. Um einen ersten Überblick von der Millionenmetropole zu bekommen, startest du den Erkundungstrip durch die Stadt am besten im Riesenrad.

360-Grad-Video: Im Riesenrad über Singapur blicken

Der „Singapore Flyer“ hat den Namen Riesenrad wirklich verdient, denn er ist eines der größten der Welt. Er bewegt sich so langsam, dass man es kaum bemerkt. Genug Zeit, von den geräumigen Kabinen aus den Stadtkern zu betrachten. Wir nehmen dich in diesem Video mit auf die Fahrt:


Ein Gebäude fällt dabei direkt ins Auge: Ist das ein Schiff auf einem Dach? Die Dachterrasse des Marina Bay Sands Hotel ist tatsächlich geformt wie ein Schiff. Wer hier als Gast absteigt, hat nicht nur einen sensationellen Blick auf die Bucht von Singapur, sondern auch das Glück, einen der spektakulärsten Infinity-Pools der Welt nutzen zu können.

Infinity-Pool in schwindelerregender Höhe und futuristische Riesenbäume

Direkt hinter dem Hotel befinden sich die Gardens by the Bay, ein wirklich einzigartiger Park. Grund ist das Design: Mit künstlichen Riesenbäumen und Hängebrücken versucht der Park, ursprüngliche Natur zu zitieren und mit Lichtspielen Besucher zu locken.

Denn: Jeden Abend, wenn es dunkel ist, kommen Singapurer und Touristen aus aller Welt in den Park, legen sich auf den Rücken und schauen hinauf in die gigantischen begrünten Kunstbäume. Im Rhythmus einer aus Lautsprechern eingespielten Musik flackern sie in allen möglichen Farben auf.

Die Marina Bay in Singapur
Die Marina Bay von oben. Foto: pixabay.com/MonicaVolpin

In Singapur verschmelzen verschiedene Kulturen miteinander

Singapur hat sich innerhalb kürzester Zeit von einem Entwicklungsland zu einem der reichsten und teuersten Orte der Welt entwickelt. Was die Stadt so besonders macht, ist neben der Architektur das Nebeneinander ganz verschiedener Religionen und Kulturen. In keiner anderen Stadt sind mehr Glaubensrichtungen vertreten als hier. In alle denkbaren Tempel eintauchen an nur einem Tag? Hier ist das möglich. Die multikulturelle Gesellschaft schlägt sich auch in der abwechslungsreichen Küche nieder, die Einflüsse aus ganz Asien miteinander verbindet.

Die ethnischen Minderheiten leben in eigenen Vierteln wie zum Bespiel Chinatown oder Little India. Integration heißt hier nicht, dass sich alle anpassen, sondern ein harmonisches Miteinander. Straßenschilder gibt es deshalb in allen vier Landessprachen Chinesisch, Englisch, Malaiisch und Tamil. Besonders deutlich wird diese Philosophie beim Besuch des Friedhofs. Er ist nach Religionen aufgeteilt und beherbergt  mehr als 10.000 Gräber von Christen, Muslimen, Buddhisten und Hindus.

Die Skyline Singapurs mit ihren unzähligen Wolkenkratzern

Wirklich alte Gebäude zu finden ist gar nicht so einfach. Wenn, dann wirst du im Clarke Quay fündig. Hier finden sich noch kleine, traditionelle Häuser von Fischern, Arbeitern und Händlern. Viele der Hochhäuser sind Wohnhäuser, die der Staat seinen Bürgern unter dem regulären Marktpreis zur Verfügung stellt. Und zwar entsprechend der ethnischen Zusammensetzung.

Moderne Wolkenkratzer dominieren die Aussicht.
Die spektakuläre Skyline Singapurs. Foto: pixabay.com/cegoh
So erhalten beispielsweise Chinesen drei Viertel dieser Wohnungen, da sie die größte Bevölkerungsgruppe stellen. Tipp: Von den gemütlich hergerichteten Dachterrassen aus hast du einen atemberaubenden Blick auf die Stadt. Allerdings kommst du nur als Bewohner mit Zugangskarte dorthin. Aber sicher nimmt dich mal jemand mit hoch, wenn du höflich fragst.

Wer Beton und Glas entkommen will, macht sich auf in die Sümpfe wie das Sungei Buloh Wetland Reserve am Stadtrand. Obwohl auf jeden Quadratkilometer etwa 10.000 Menschen kommen, ist die Fünf-Millionen-Stadt Singapur erstaunlich grün.