1. Jungferninseln

Um das Ökosystem der Gewässer um die Inseln zu schützen, trafen die Jungferninseln kürzlich eine Entscheidung: Ab März 2020 sind auf der Inselgruppe Sonnenschutzprodukte verboten. Schmieren ist aber weiterhin erlaubt, du musst künftig nur genau auf die Inhaltsstoffe deiner Sonnencreme achten.

Unter das Verbot fallen Sonnencremes mit den Inhaltsstoffen Oxybenzon, Octinoxat und Octocylen. Denn diese Inhaltsstoffe stehen im Verdacht, das Ökosystem der Gewässer um die Inseln zu schädigen.

Zwischen Atlantik und Karibik liegen die Jungferninseln.

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Im Reisealltag bedeutet das: Ab dem 30. September 2019 ist es verboten, Sonnencremes mit diesen Inhaltsstoffen auf die Jungferninseln zu importieren, ab dem 31. März 2020 ist dann auch der Verkauf, der Besitz und die Benutzung strafbar. Kosten? 1.000 Dollar beim ersten Mal, 2.000 Dollar für jedes weitere Erwischtwerden.

2. Hawaii

Rund neun Millionen Urlauber reisen pro Jahr nach Hawaii. Das sind neun Millionen Menschen, die ab dem Jahr 2021 ihren Kosmetikbeutel anders packen müssen, denn Hawaii verabschiedet als erster US-Bundesstaat ein Gesetz, das den Verkauf von Sonnencremes, die bestimmte Chemikalien enthalten, verbietet.

Der „Aloha State“ hat vielfältige Landschaften zu bieten. Die sollen durch das Sonnencreme-Verbot geschützt werden. (Symbolfoto)

Am 1. Januar 2021 tritt es in Kraft. Die Problematik liegt auch hier in den Inhaltsstoffen Octinoxat und Oxybenzon, die in Sonnencremes als UV-Filter benutzt werden.

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3. Key West

Hawaii setzte den ersten Schritt, Key West in Florida den zweiten. Aus einem guten Grund: Das vor den Florida Keys gelegene Florida Reef ist das einzige von lebenden Organismen gebildete Korallenriffsystem Nordamerikas und das drittgrößte der Welt.

Key West will mit dem Verbot bestimmter Sonnencremes das drittgrößte natürliche Korallenriff der Welt schützen. (Symbolbild)

Deshalb gilt auch hier dieselbe Regel wie auf Hawaii: Die Stadtkommission von Key West hat auch ein Verbot des Verkaufs von Sonnencremes beschlossen, die jene zwei schädlichen Chemikalien enthalten.

4. Palau

Der erste Staat, der ein Sonnencremeverbot ausgesprochen hat, ist Palau, ein Staat im westlichen Pazifik, der aus über 500 Inseln besteht und zu Mikronesien gehört. Palau will als erstes Land der Welt allen Sonnenschutz mit Substanzen verbieten, die für Korallen schädlich sind.

Palau ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean und eines der schönsten Tauchgebiete der Welt. Damit das so bleibt, werden ab 2020 bestimmte Sonnencremes verboten. (Symbolbild)

Das Gesetz soll am 1. Januar 2020 in Kraft treten. Wer dennoch mit Sonnencremes einreist und erwischt wird, muss mit umgerechnet bis zu 875 Euro Strafe rechnen.

5. Bonaire

Bonaire liegt vor der Küste Venezuelas in der südlichen Karibik– und möchte wie Hawaii und Palau ab 2021 ein Sonnencremeverbot durchsetzen. Wissenschaftler, die die Auswirkungen von Oxybenzon und Octinoxat auf die Riffe vor Ort untersucht haben, sind überzeugt: „Ungefähr 90 Prozent der Riffe in der Karibik sind seit 1980 verschwunden.“

Neben vielen Vogelarten bietet Bonaire verschiedenen Meerestieren ein Zuhause – und die haben überhaupt keine Lust auf Oxybenzon und Octinoxat. (Symbolbild)

6. Mexiko

Hier gibt es zwar noch kein Gesetz, dafür aber Empfehlungen für Touristen: An vielen Urlaubsspots in Mexiko werden Sonnenanbeter darum gebeten, umweltbewusst mit Sonnencremes umzugehen.

Vor allem Ökotourismus-Schutzgebiete und Wasserparks wie Xel Há, Xcaret Park, der Garrafon Natural Reef Park und ähnliche Orte in Cozumel und Playa del Carmen fordern Touristen auf, nur natürliche Sonnenschutzmittel zu verwenden.

Hilf Schildkröten beim Überleben. (Symbolfoto)

Tipp: Wer in eines der Länder mit Sunscreen-Ban reist, muss dennoch nicht auf Sonnencreme verzichten. Hier solltest du stattdessen zu einer umweltfreundlicheren Alternative greifen: Öko-Sonnencremes, die keine chemischen UV-Filter enthalten, sondern physikalische Filter verwenden. Der Zusatzstoff Titandioxid blockt hier die schädliche Strahlung anstatt der verbotenen Inhaltsstoffe Oxybenzon, Octinoxat und Octocylen.