„Meine Damen und Herren, wir begrüßen Sie an Bord!“ – eigentlich eine höfliche Begrüßung. Allerdings auch eine, die einige Menschen ausschließt. In Kanada gibt es deshalb eine neue Errungenschaft für die LGBTQ-Community: Die Fluggesellschaft Air Canada spricht ihre Passagiere künftig nicht mehr mit „Damen und Herren“ an, sondern wendet sich einfach an „alle“. Damit werden auch Personen eingeschlossen, die sich nicht als eindeutig männlich oder weiblich identifizieren. 

Flugzeug-Durchsagen sollen zeitgemäßer werden

„Wir werden unsere Durchsagen im Flugzeug ändern, um sie zu modernisieren und spezifische Bezüge zum Geschlecht zu entfernen“, sagte ein Sprecher gegenüber dem Nachrichtensender „CTV News Montreal“. „Wir arbeiten hart daran, dass sich alle unsere Mitarbeiter als geschätzte Mitglieder der Air-Canada-Familie fühlen, und wollen gleichzeitig sicherzustellen, dass unsere Kunden sich wohl- und respektiert fühlen, wenn sie mit uns reisen.“

Ab wann genau die Passagiere mit „everybody“ oder „tout le monde“ (englisch und französisch für „alle“) angesprochen werden, ist allerdings noch nicht bekannt. 

Auch mehrere US-Airlines bekennen sich mittlerweile zur Vielfalt: American, Delta, United, Southwest und Alaska Airlines führen neben „männlich“ und „weiblich“ die dritte Geschlechtsoption „X“ ein, die Passagiere bei der Flugbuchung ankreuzen können.