Am weißen Sandstrand auf der Philippinen-Insel Boracay leicht bekleidet in die Wellen hüpfen – das ist kein ungewöhnlicher Anblick. Eine Touristin aus Taiwan soll aber fast nackt über den Strand spaziert sein. „Es war buchstäblich eine Schnur“, sagte Polizistin Jess Baylon gegenüber dem Nachrichtenportal „inquirer.net“.

Urlauberin geht in freizügigem „String-Bikini“ an den Strand – 44 Euro Strafe

Zunächst kursierten mehrere Fotos der Frau in ihrem freizügigen Bikini in den sozialen Medien. Der Polizei ist es schließlich gelungen, die Taiwanesin und ihren Freund in ihrem Hotel ausfindig zu machen. Auf der Polizeistation wurden die beiden verhört. Und: Die Urlauberin muss umgerechnet knapp 44 Euro Strafe für das Aufnehmen von „erotischen und anzüglichen Bildern“ zahlen, berichtet die philippinische Nachrichtenagentur

Die Fotos der leicht bekleideten Frau sind noch immer im Netz und sorgen bei Social-Media-Nutzern für Diskussionen, ob die Strafe übertrieben oder ob der Aufzug der Frau tatsächlich anstößig sei. 

Urlauber sollen Kultur und Traditionen der Philippinen respektieren

Am Freitag, einen Tag nachdem die Frau identifiziert worden war, rief unter anderem die Nationalpolizei ausländische Urlauber dazu auf, die Kultur und Traditionen der Philippinen zu respektieren. Urlauber sollten „angemessene Anstandsregeln“ befolgen. „Sie sollten dazu in der Lage sein, unsere kulturellen Werte als Filipinos und Asiaten zu respektieren“, so ein Behördenmitarbeiter. Es gebe zwar keinen Dresscode, aber das sei „einfach gesunder Menschenverstand“.

Die Urlauberin sieht das anders. Sie sagte gegenüber der Polizistin auf der Wache, der Bikini sei eine Art auszudrücken, dass sie sich in ihrem Körper wohlfühle. Zu Hause in Taiwain sei der Bikini außerdem völlig normal.