Kalifornien verbannt Shampoo-Falschen aus Einweg-Plastik aus Hotels

Shampoo-Fläschchen: Kalifornien verbannt Plastik aus Hotels

Beschlossene Sache in Kalifornien: Einweg-Plastik ist in Hotel-Badezimmern bald tabu. Was das für Reisende bedeutet und ab wann die Gratis-Miniflaschen verboten sind, weiß der reisereporter.

Ein Korb, gefüllt mit kostenlosen Kosmetikartikeln.
Körbe, gefüllt mit kostenlosen Kosmetikartikeln – mit diesen beliebten Goodies aus Plastik ist in Kalifornien bald Schluss. (Symbolfoto)

Foto: imago images/sportfotodienst

Shampoo, Bodylotion und Duschgel: Die kleinen Flaschen auf dem Waschbeckenrand im Hotelzimmer sind bei Urlaubern beliebte Goodies – praktische Reisebegleiter, die nichts kosten. Nach dem Gebrauch landen die Plastikverpackungen im Müll – und das kiloweise.

Deshalb will der US-Staat Kalifornien mit den Einweg-Plastikflaschen Schluss machen und verbannt sie ab dem 1. Januar 2023 aus allen Hotels, die mehr als 50 Zimmer haben. Der Beschluss zum geplanten Gesetz  „AB 1162“ wurde vergangenen Mittwoch bekannt gegeben. 

Kalifornien verbannt Gratis-Plastikflaschen in Hotels ab 2023

Aber auch kleinere Unterkünfte müssen sich nach Alternativen umschauen: Für sie wird das Verbot ab dem 1. Januar 2024 gelten. Die Regierung rät nun, die Einweg-Plastikflaschen in Reisegröße durch mehrfach nutzbare zu ersetzen. Ähnlich den Produkten, die wir für gewöhnlich im Supermarkt oder in der Drogerie finden.

Größere, auffüllbare Flaschen, die für mehr als nur ein paar (Haar-)Wäschen reichen: Das soll der Wegwerf-Mentalität auf Reisen entgegenwirken. Die Zahlen sind erschreckend: Ein 140-Zimmer-Hotel soll nach Berechnungen der Luxus-Hotelkette Marriott jährlich rund 23.000 der Plastikfläschchen verbrauchen – das macht mehr als 100 Kilogramm Müll!

Weniger Plastik, mehr Umweltschutz: Reisen soll grüner werden

Das Umdenken soll nicht nur die Umwelt, sondern auch die Hotels entlasten: „Indem Hotels, Motels und andere Unterkünfte keine Kosmetik- und Pflegeprodukte mehr in kleinen Plastikflaschen anbieten, fördern sie ein nachhaltigeres Geschäft und könnten sogar Kosten einsparen“, prophezeite Ash Kalra, kalifornischer Abgeordneter und Befürworter des Gesetzes, bereits im Frühjahr, als der Entwurf noch geprüft wurde.

Bereits verboten wurden Plastiktüten in einigen urbanen Gegenden und Strohhalme in Restaurants, wie das „Forbes“-Magazin berichtet. Kaliforniens flächendeckendes Durchgreifen im Kampf gegen die Umweltverschmutzung soll ein Signal an die Reisebranche sein.

Vereinzelt testen auch Airlines umweltfreundlichere Alternativen auf Zero-Waste-Flügen. Vorreiter in Sachen plastikfrei sind allerdings afrikanische Länder wie Ruanda und Kenia, wo ein Verstoß mit hohen Bußgeldern oder gar mit einer Gefängnisstrafe geahndet wird. Insgesamt sind die Regelungen jedoch mitunter konfus und uneinheitlich. Einen Überblick bekommst du mit der reisereporter-Karte: An diesen Orten ist Plastik verboten.

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