Wochenlange Unruhen in Ecuador sorgten dafür, dass die Regierung den Ausnahmezustand und zuletzt Ausgangssperre für die Hauptstadt Quito und andere Teile des Landes verhängte. Wegen der Erhöhung der Spritpreise kam es zu teilweise gewaltsamen Protesten. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben, Tausende wurden verletzt.

Am vergangenen Wochenende eskalierte die Situation noch einmal, nachdem die Regierung eine Ausgangssperre für Quito vehängte und das Militär in die Hauptstadt schickte. Trotzdem blieben die Menschen auf den Straßen und protestierten weiter. Demonstranten griffen ein Regierungsgebäude an und besetzten es. 

Politische Einigung in Ecuador – Das Auswärtige Amt gibt Entwarnung

Doch jetzt gibt es eine politische Einigung zwischen der Regierung und den Demonstranten – Staatspräsident Lenín Moreno hat nachgegeben und die umstrittenen Benzinpreiserhöhungen zurückgenommen, wie die britische Rundfunkanstalt „BBC“ berichtet. Die Lage in Ecuador entspannt sich langsam.

Zu Beginn der Woche warnte das Auswärtige Amt noch auf seiner Website: „Von nicht erforderlichen Reisen nach Ecuador (mit Ausnahme der Galapagos-Inseln) wird abgeraten. (…) Im gesamten Stadtgebiet kommt es derzeit zu Blockaden und Demonstrationen. Fahrten zum Flughafen Quito sind problematisch.“

Heute hat die Oberste Bundesbehörde die Reise- und Sicherheitshinweise für Ecuador wieder entschärft. Das Auswärtige Amt gibt Entwarnung – es seien keine weiteren Demonstrationen geplant. Außerdem wurden die Straßenblockaden abgebaut und die Ausgangssperren größtenteils aufgehoben.