New-York-Touristen blockieren Straße in Brooklyn – nur für ein Foto

New-York-Touristen blockieren Straße – nur für ein Foto

New-York-Touristen riskieren ihr Leben und sorgen dafür, dass Anwohner extrem genervt sind: In Brooklyn rennen sie ständig auf eine Straße und bringen den Verkehr zum Erliegen, nur für das perfekte Foto.

Das Stadtviertel Dumbo wird täglich von Touristen überrannt, die ein Foto in einer der Straßen knipsen wollen.
Das Stadtviertel Dumbo wird täglich von Touristen überrannt, die ein Foto in einer der Straßen knipsen wollen.

Foto: imago images / Westend61

Die Anwohner des Viertels Dumbo (Kurzform für: Down Under the Manhattan Bridge Overpass) sind genervt. Früher war es in dem stylishen Viertel mit Kopfsteinpflasterstraßen und umgebauten Lagerhäusern eher ruhig. 

Doch heute belagern Hunderte Touristen das Wohnviertel im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Der Ansturm ist so groß, dass es mittlerweile gefährlich ist: Tag und Nacht rennen die Insta-Touristen auf die Straße und in den Verkehr, blockieren Hauseingänge, machen nur widerwillig oder gar nicht Platz.

Und alles nur wegen eines Fotos auf Instagram: das Empire State Building, umrahmt von einem Brückenpfeiler der Manhattan Bridge. 

Video: Gefährlicher Fototourismus in Brooklyn

Ein Instagrammer hat es hochgeladen, das hat dafür gesorgt, dass Touristen und Influencer aus der ganzen Welt es auch haben wollen. Und dieses Foto lässt sich in diesem Winkel aus nur einigen wenigen Straßen in Brooklyn machen, unter anderem in der Washington Street. 

Die Anwohner fordern Regulierungen

„Ich habe zwei kleine Töchter, und manchmal können wir nicht über die Straße laufen, weil gefühlt jeden Morgen 500 Hochzeiten hier geknipst werden“, sagt Darren Appannah dem Fernsehsender „NY1“. Es sei eines der nervigsten Dinge an dem Viertel, stimmt Alex Mitow zu, der in der Washington Street lebt.

Sie fordern, dass Regulierungen eingeführt werden. Eine vorgeschlagene Lösung würde die Washington Street zu einer Fußgängerzone machen, um die Sicherheit zu verbessern. Nicht alle sind davon überzeugt. „Das würde es bestimmt noch schlimmer machen, dann kommen vielleicht Tausende Menschen pro Tag“, befürchtet Darren Appannah.

Das Verkehrsministerium hat angekündigt, eine Neugestaltung der Straße in Betracht zu ziehen, um die Bedenken der Bewohner zu berücksichtigen.

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