Ein Super-Taifun erreicht voraussichtlich am Samstag die Ostküste Japans – „Hagibis“ ist derzeit als Taifun der stärksten Kategorie eingestuft. Heftiger Wind, starker Regen und Überschwemmungen könnten ein Verkehrschaos verursachen. Auch die Großräume Tokio und Osaka sind betroffen, berichtet das RND.

Super-Taifun „Hagibis“ – auch Tokio und Osaka betroffen

„Hagibis“ ist bereits der 19. Taifun dieser Saison, könnte aber der gefährlichste werden und somit die Pläne vieler Reisender durchkreuzen. Bahn- und Flugunternehmen haben vorsorglich Verbindungen gestrichen und warnen vor starken Einschränkungen des Verkehrs im Westen und Osten des Landes.

Verkehrschaos in Japan – 1.600 Ausfälle und Verspätungen

Deutschlands größte Airline Lufthansa hat beispielsweise sämtliche Japan-Flüge für Samstag gestrichen. Auch ANA All Nippon Airways sowie Japan Airlines haben alle Flüge von und nach Tokio am an diesem Samstag und Sonntag bgesagt sowie etliche weitere Inlandsverbindungen gestrichen. 

Nahezu jede große Airline ist vom Super-Taifun betroffen – insgesamt mussten mehr als 1.600 Flüge gestrichen werden, weil die meisten Flughäfen in Japan am Wochenende nicht angeflogen werden können. Auch Verbindungen von oder zu den Fughäfen Narita und Haneda in Tokio wird es am Wochenende nur vereinzelt geben. 

East Japan Railway teilte auf seiner Website mit, dass die Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen im Osten und Nordosten gestoppt werden könnten. Vermutlich werden in den nächsten Stunden auch andere Bahnunternehmen ihre Passagiere vor möglichen Verspätungen und Ausfällen warnen.

Rugby-Spiele und Formel-1-Quali verschoben

Auch große Sportereignisse sind vom tropischen Wirbelsturm betroffen. Unter anderem mussten zwei Spiele der Rugby-WM aus Sicherheitsgründen abgesagt werden – die Gruppenpartien zwischen England und Frankreich in Yokohama sowie zwischen Neuseeland und Italien in Toyota. 

Außerdem haben die Veranstalter des Formel-1-Rennens in Suzuka das Qualifying verschoben, das eigentlich am Samstag stattfinden sollte. Auch hier war die Gefahr der drohenden Unwetter den Veranstaltern zu groß.