In Kalifornien in den USA ist es heiß und windig – und die Stromleitungen sind marode. Deshalb ist die Waldbrandgefahr im größten US-Bundestaat extrem hoch. Im vergangenen Jahr kamen 85 Menschen bei Waldbränden in Kalifornien ums Leben. Die Feuer wurden durch kaputte Stromleitungen ausgelöst.

Bis zu 800.000 Haushalte in Kalifornien ohne Strom

Aus Angst vor erneuten Waldbränden hat der Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) sicherheitshalber den Strom in 34 Bezirken Kaliforniens abgeschaltet. Bis zu 800.000 Haushalte könnten von der tagelangen Maßnahme betroffen sein. Mehrere Schulen und Universitäten sollen geschlossen bleiben. Es ist die bislang größte Stromabschaltung an der US-Westküste.

Der Energieversorger bezeichnet die Stromabschaltung als Vorsichtsmaßnahme wegen einer erhöhten Waldbrandgefahr. Vor allem der starke Wind mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde könnte den oberirdischen Stromleitungen gefährlich werden und sie herunterreißen.

Aufräumarbeiten in Paradise.
Wegen eines verheerenden Waldbrands wurde der Ort Paradise im Norden Kaliforniens fast vollständig zerstört. Der Auslöser war eine defekte Stromleitung. Foto: imago images/Xinhua/Wu Xiaoling

Schon seit einigen Jahren werden die Vorwürfe gegen PG&E wegen schlecht gewarteter Stromleitungen immer lauter. Eine defekte Stromleitung war der Auslöser des verheerenden Waldbrandes im nordkalifornischen Ort Paradise – im November vergangenen Jahres starben dort 85 Menschen.

Seit Mai dieses Jahres hat es in vielen Teilen Kaliforniens nicht mehr geregnet. Durch die ausgetrockneten Landschaften kann sich ein Feuer wahnsinnig schnell ausbreiten.