Thomas-Cook-Pleite: Konzern sagt alle Reisen bis Ende des Jahres ab

Thomas Cook sagt alle Reisen bis Ende 2019 ab

Noch hatten Kunden der insolventen Thomas Cook die leise Hoffnung, dass ihre in diesem Jahr gebuchten Reisen stattfinden würden. Nun der Hammer: Alle Reisen bis einschließlich 31. Dezember 2019 wurden gestrichen.

Leere Schalter: Die insolvente Thomas Cook sagt alle Reisen bis einschließlich 31. Dezember 2019 ab. (Symbolfoto)
Leere Schalter: Die insolvente Thomas Cook sagt alle Reisen bis einschließlich 31. Dezember 2019 ab. (Symbolfoto)

Foto: imago images / Viennareport

Der nächste Hammer für alle Thomas-Cook-Kunden: Alle müssen sich von ihrem gebuchten Urlaub 2019 verabschieden. Bis Ende des Jahres wird der Reisekonzern aufgrund der angemeldeten Insolvenz nicht in der Lage sein, die Reisen umzusetzen. 

Das gilt auch für Urlaube, die bereits voll oder teilweise bezahlt wurden. Betroffene Kunden sollen so schnell wie möglich von den jeweiligen Veranstaltern kontaktiert werden. Von dem Konkurs der Thomas Cook sind auch Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin betroffen.

Pleite-Hammer: Thomas Cook sagt alle Reisen bis Ende 2019 ab

Auch Buchungen über Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection und Thomas Cook International fallen damit für 2019 flach.  

„Wir bedauern sehr, dass wir diese Reisen absagen müssen, können aber deren Durchführung nicht gewährleisten“, erklärte Stefanie Berk, Vorsitzende der Geschäftsführung der Thomas Cook GmbH.

„Mit dieser Entscheidung möchten wir aber auch eine größere Planungssicherheit insbesondere über die Weihnachtsfeiertage schaffen. Denn wir wissen, dass die Unklarheit der vergangenen zwei Wochen für unsere Kunden und Vertriebspartner sehr schwierig war. Dafür bitten wir von Herzen um Entschuldigung.“

Thomas Cook will ab 2020 wieder Reisen anbieten

Und was danach? Thomas Cook arbeite mit Hochdruck daran, ab dem 1. Dezember wieder „operativ“ tätig zu sein – und ab dem 1. Januar 2020 sollen dann sogar wieder Reisen angeboten werden. Das steht jedoch auf der Kippe, die Insolvenzverwaltung prüfe derzeit die Vorgehensweise bei bereits gebuchten Reisen mit Beginn zum 1. Januar 2020.

Zunächst hatte Thomas Cook nach der vor gut zweieinhalb Wochen verkündeten Pleite alle Reisen bis 31. Oktober gestrichen. Für die Urlauber wurde mit der Hiobsbotschaft vom Mittwochvormittag alle Hoffnung zerschlagen, doch noch die Traumreise antreten zu können.

Betroffene können unterdessen weiterhin über die Kaera AG ihre Ansprüche geltend machen – oder ihr Glück bei anderen deutschen Reiseveranstaltern probieren. Unter anderem Tui, FTI und iTravel locken mit Sonderkonditionen für Neubuchungen.

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