Mit einer Stärke von 4,0 auf der Richterskala bebte die Erde in Südkalabrien gegen 8 Uhr am Montagmorgen. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur „Ansa“ befand sich das Epizentrum wenige Kilometer von der Hauptstadt der Region Kalabrien, Catanzaro, entfernt.

Dort sollen Menschen vor Angst aus ihren Häusern auf die Straße geströmt sein, wie die Tageszeitung „Corriere della Sera“ berichtete. In Catanzaro wurde vorsorglich eine Schule evakuiert, ein Foto von Twitter-User „Venti4ore“ zeigt eine Traube Menschen auf der Straße.

Erdbeben in Kalabrien: Schule evakuiert, Bahnstrecken teilweise gesperrt

Nach dem Beben gingen bei der Feuerwehr zahlreiche Anrufe besorgter Menschen ein – jedoch soll, wie der nationale Zivilschutz bekannt gab, niemand verletzt worden sein. Über akute Schäden an Gebäuden ist bislang nichts bekannt, die Feuerwehr prüft den Zustand einiger Altbauten.

Ebenfalls im Einsatz ist das Personal der italienischen Eisenbahnen, die die Strecken in der betroffenen Region auf Schäden kontrolliert. Der Verkehr auf den Strecken Catanzaro–Cosenza, Lamezia Centrale–Catanzaro und Crotone–Roccella wurde vorsorglich eingestellt. 

Die süditalienische Stadt Catanzaro liegt zwischen dem Tyrrhenischen und dem Ionischen Meer – an der Küste suchen Urlauber Entspannung, während die Hauptstadt Kalabriens mit Geschichte und Kultur lockt.

Vulkan Ätna ist seit einigen Tagen wieder verstärkt aktiv

Aufregung gibt es auch wegen eines anderen Naturereignisses mehr als 200 Kilometer weiter südlich auf Sizilien: Der Ätna spuckt seit einigen Tagen wieder vermehrt Asche. Wie das Portal „Vulkane.net“ am Mittwoch berichtete, wurde der Alarmstatus zwischenzeitlich für den Flugverkehr auf „rot“ erhöht, es kommt zu Einschränkungen. Grund war eine Warnung vor Vulkanasche.

Eine Aufnahme von Italiener Gianni Pennisi, geteilt vom Twitter-Account „severe-weather.EU“, soll den Ätna am vergangenen Mittwoch zeigen. Mehrere Aschesäulen ragen in den Himmel. 

Der Ätna ist der aktivste Vulkan Europas und sorgte erst im Juli diesen Jahres für spektakuläre Bilder, als eine glühende Lava-Fontäne in den Nachthimmel schoss.