Aida will Kind im Rollstuhl nicht bei Show auftreten lassen

Aida will Kind im Rollstuhl nicht bei Show auftreten lassen

Die achtjährige Nena hatte sich schon auf ihre Schiffsreise und das Kinderprogramm gefreut. Doch dann teilte eine Managerin mit, dass Nena nicht an der Show teilnehmen dürfe – weil sie im Rollstuhl sitzt.

Aida-Schiff auf dem Meer.
Die kleine Nena freute sich auf das Kinderprogramm von Aida. (Symbolbild)

Foto: imago images/Fotoagentur Nordlicht

Die „Kids und Teens“-Show auf der Aida ist einer der Höhepunkte für die Kinder an Bord des Kreuzfahrtschiffes. Auch die achtjährige Nena wollte teilnehmen. Doch plötzlich entschied sich eine Managerin: Nena darf nicht, weil sie im Rollstuhl sitzt. Alle Versuche der Eltern, so schildert es Mama Jasmin Just, seien sofort abgeschmettert worden.

Stundenlang habe ihre Tochter geweint, berichtet die entsetzte Mutter auf der Facebook-Seite der Aida, „seit gestern Abend will sie die Kabine am liebsten nicht mehr verlassen und wartet sehnsüchtig darauf, von Bord zu dürfen“.

Das Kind habe nicht nur Ausgrenzung erfahren, sondern auch miterleben müssen, wie ihre Mutter von der Managerin harsch angegangen wurde – und dem Kind sogar Gefühle absprach. Eine Managerin soll vor Nena gesagt haben, das Kind sei von der Mutter beeinflusst worden, unbedingt mitmachen zu wollen, und es sei nicht dessen eigene Entscheidung.

Keine Gefahr für Dreijährige, aber für eine Achtjährige im Rollstuhl

In den Kommentaren schreibt Jasmin Just auch, dass sie extra vorher geklärt habe, dass ihre Tochter am Kinderprogramm teilnehmen dürfe. Vor Ort habe es dann aber doch Diskussionen gegeben. Nach der Erfahrung mit der Managerin wolle das Kind nun aber nicht mehr in die Betreuung.

Die Eltern hatten dem Personal sogar einen Haftungsausschluss angeboten sowie selbst mit auf die Bühne zu kommen oder direkt daneben zu bleiben. Warum es aber für Dreijährige keine Gefahr sein solle, an der Show teilzunehmen, für ihre fitte Achtjährige aber schon, konnte die Mutter nicht verstehen.

Nach dem Protest auf der Facebook-Seite, dem sich zahlreiche schockierte Nutzer angeschlossen haben, lenkte Aida aber doch ein: Nach einem Gespräch mit dem General Manager durfte Nena am Freitagabend doch noch auftreten – und sogar die Stars der Show backstage treffen. Zu dem Vorfall selbst äußerte sich Aida auf ihrer Facebook-Seite nicht.

Für die Passagiere, die in der vergangenen Woche auf der Aida Prima auf der Ostseeroute unterwegs waren, war die Reise ohnehin enttäuschend. Wegen des Wetters mussten die geplanten Stopps in St. Petersburg und in Stockholm entfallen, stattdessen gab es zwei zusätzliche Seetage, ehe das Schiff am Samstag in Kiel ankam.

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