Spionagevorwurf: Im Iran inhaftierte Reiseblogger aus Perth sind frei

Spionagevorwurf: Im Iran inhaftierte Reiseblogger sind frei

Drei Monate nachdem ein britisch-australisches Reiseblogger-Paar im Iran inhaftiert worden ist, sind die beiden nun freigekommen. Ihnen wurde Spionage vorgeworfen, weil sie mit einer Drohne im Sperrgebiet filmten.

Blogger Jolie und Mark in Pakistan.
Da war noch alles gut: Blogger Jolie und Mark mit ihrem Auto in Pakistan.

Foto: facebook.com/The Way Overland

Jolie King und Mark Firkin brachen vor rund zwei Jahren zu ihrer großen Reise auf. Aus seiner Heimat Australien sollte es mit dem Auto in die Heimat ihres Vaters, England, gehen, die Tour dokumentierten sie auf ihrem Blog „The Way Overland“ und auf Youtube. Sie wollten vor allem über jene Länder berichten, über die sich sonst wenige positive Berichte finden.

Doch vor drei Monaten, nach Beiträgen aus Pakistan und Kirgistan, verstummten die Kanäle und lange Zeit wussten Zehntausende Follower nicht, warum. Im September wurde es dann öffentlich: Die beiden wurden im Iran festgenommen, Vorwurf: Spionage.

Die Blogger sollen ohne Genehmigung eine Drohne haben fliegen lassen

Die Reiseblogger sind unter anderem mit einer Drohne unterwegs und das ohne Genehmigung. Zudem sollen sie in der Nähe eines militärischen Sperrgebiets in Teheran gefilmt haben. Das Paar soll sich seines Vergehens nicht bewusst gewesen sein. Beiden drohten zehn Jahre Haft.

Drei Monate nach ihrer Festnahme wurden sie nun aus dem Gefängnis entlassen. Das teilte die australische Außenministerin Marise Payne am Samstag mit. Die Freilassung sei das Ergebnis von „sehr heiklen Verhandlungen mit Teheran“, sagte sie. Alle Vorwürfe wurden fallengelassen.

Freispruch: Die Blogger sind zurück bei ihren Familien

Das Paar sei bereits zurück in Australien und dort mit seinen Familien wiederveint, heißt es in einem Statement des Ministeriums. 

Jolie King, die ebenfalls in Perth lebt, war in Einzelhaft gehalten worden, beide Touristen seien aber bei guter Gesundheit. Eine weitere Australierin, die Wisenschaftlerin Kylie Moore-Gilbert, sei weiterhin inhaftiert. Sie war schon einige Monate vor der Festnahme der Reiseblogger wegen Spionage zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

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