342 Kilo Löwenknochen im Gepäck: Festnahme am Flughafen Johannesburg

342 Kilo Löwenknochen im Gepäck: Festnahme am Flughafen

In Johannesburg sind drei Ausländer verhaftet worden, die 342 Kilogramm Löwenknochen im Gepäck hatten. Festgenommen wurden sie allerdings nicht wegen der Knochen, sondern weil die Ware falsch deklariert war.

Löwenmännchen in freier Wildbahn in Afrika.
In Südafrika leben 11.000 Löwen, aber nur 3.000 davon in freier Wildbahn.

Foto: Miriam Keilbach

Der südafrikanische Zoll hat am Flughafen von Johannesburg drei ausländische Männer festgenommen, die 342 Kilogramm Löwenknochen nach Malaysia bringen wollten. Der Grund der Verhaftung überrascht: Nicht etwa wegen der toten Tiere klickten die Handschellen, sondern weil die Ware falsch deklariert war. Das gab das südafrikanische Umweltministerium bekannt.

Die Knochen waren in zwölf Boxen in Alufolie verpackt. Als was sie ausgegeben wurden, hat das Ministerium nicht mitgeteilt. Bei zwei der Inhaftierten soll es sich um Simbabwer handeln.

Zoll findet mehr als 300 Kilo Löwenknochen: Ausfuhr ist nicht illegal

Die Ausfuhr von Löwenknochen ist nicht grundsätzlich verboten, bedarf aber einer speziellen Genehmigung. Singapore Airlines ist die letzte Fluglinie, die Löwenknochen offiziell transportiert, will die Praxis aber einstellen. Rund 800 tote Löwen dürfen jährlich legal aus Südafrika exportiert werden. 

„The Circle of Life“ – im Film „Der König der Löwen“ bedeutet das fressen und gefressen werden. Im realen Leben bedeutet es für viele Löwen in Südafrika, in Gefangenschaft gezüchtet zu werden, um mit zahlenden Touristen und Volunteers zu spielen und anschließend bei der Trophäenjagd erschossen zu werden. 

3.000 Löwen in freier Wildbahn, 8.000 in Gefangenschaft

Die Knochen und Kadaver werden dann ins Ausland transportiert. Vor allem in Asien sind Löwenknochen beliebt, sie gelten als Medizin, zudem wird aus ihnen Schmuck hergestellt. Von den rund 11.000 Löwen in Südafrika leben nur noch rund 3.000 in freier Wildbahn. Tierschutz-Organisationen kämpfen seit Jahren gegen das sogenannte „Canned Hunting“. 

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