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Amrum: 8 tolle Sehenswürdigkeiten auf der Insel

Amrum ist für seine unendliche Weite und überwältigende Natur bekannt. Doch kann die Insel auch mit echten Sehenswürdigkeiten punkten. Der reisereporter stellt die 8 Must-Sees der Nordseeinsel vor.

Birte Vogel
Typisch Amrum: Der wunderschöne Leuchtturm in Wittdün ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel.
Typisch Amrum: Der wunderschöne Leuchtturm in Wittdün ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel.

Foto: imago images / Photocase

1. Der Leuchtturm von Amrum

Der Leuchtturm von Amrum wird von Stammgästen liebevoll „unser Leuchti“ genannt. Im Südwesten Amrums, mitten in den Dünen zwischen den Dörfern Wittdün und Nebel gelegen, thront der fast 150 Jahre alte Leuchtturm hoch auf einer Düne.

Du musst zwar erst einmal fast 200 Stufen erklimmen, aber dann wirst du durch einen grandiosen Ausblick über die Insel und das Meer belohnt. Den Amrumer Veranstaltungskalender mit den aktuellsten Öffnungszeiten findest du hier

Leuchtturm Amrum | Adresse: Im Dünengürtel zwischen Nebel und Wittdün | Aktuelle Öffnungszeiten findest du online

Der Leuchtturm von Amrum: ein strahlendes Symbol von Amrum – im wahrsten Sinne.
Der Leuchtturm von Amrum: ein strahlendes Symbol von Amrum – im wahrsten Sinne. Foto: imago images / Rico K., Panthermedia

2. Die Amrumer Windmühle

Ein weiteres Wahrzeichen der Insel ist die Amrumer Windmühle am Ortseingang von Nebel. Sie ist die älteste Mühle Schleswig-Holsteins und stammt ursprünglich aus Holland. Sie war bis 1964 in Betrieb. Heute ist die Mühle Heimatmuseum und Ausstellungsraum für Künstlerinnen und Künstler.

Amrumer Windmühle mit Heimatmuseum | Maalenstegalk 2, 25946 Nebel | Aktuelle Öffnungszeiten findest du online

Die alte holländische Windmühle ist eines der Wahrzeichen der Insel Amrum.
Die alte holländische Windmühle ist eines der Wahrzeichen der Insel Amrum. Foto: imago images / Imagebroker

3. Das Öömrang Hüs

Das Öömrang Hüs (sprich: Öhmrang Hüss) ist eins der ältesten Häuser der Insel. Das einstige Kapitänshaus aus dem 18. Jahrhundert ist in Teilen bis heute original erhalten.

Blau-weiße Fliesen, ein alter, gusseiserner Ofen aus dem 17. Jahrhundert, Alkovenbetten, eine Feuerstelle – hier erhältst du einen Eindruck, wie das Leben auf der Insel vor drei Jahrhunderten gewesen sein muss. In der „Dörnsk“, der wunderschönen Stube, kannst du sogar heiraten.

Öömrang Hüs | Adresse: Waaswai 1, 25946 Nebel | Aktuelle Öffnungszeiten findest du online

Das Öömrang Hüs ist eines der ältesten Häuser der Insel und erzählt vom Leben auf Amrum im 17. und 18. Jahrhundert.
Das Öömrang Hüs ist eines der ältesten Häuser der Insel und erzählt vom Leben auf Amrum im 17. und 18. Jahrhundert. Foto: imago images / Imagebroker

4. Die Vogelkoje

So gemütlich sich das Wort anhört, so gefährlich war die Vogelkoje einst für Wildenten. In diesem Süßwasserteich wurden sie nämlich durch gezähmte Enten angelockt und gingen dadurch den Menschen in die Falle.

Die Enten bildeten ab dem 19. Jahrhundert einen wichtigen Teil der Nahrung für die Inselbewohner. Heute ist die Vogelkoje aber außer Betrieb. Sie ist Kulturdenkmal. Der Holzsteg, das Gewässer und das umgebene Wäldchen bieten die perfekte Kulisse für einen ganz wunderbaren Spazierweg.

Vogelkoje Meeram | Adresse: Zwischen Nebel und Norddorf, Bushaltestelle Vogelkoje/Klööwenhuuch | Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet

5. Das eisenzeitliche Haus

Amrum ist noch nicht so lange eine Insel. Vor etwa 2.000 Jahren gab es dort, wo sich heute der Dünengürtel entlang zieht, nicht nur eine Wohnsiedlung, sondern auch einen überregional bedeutenden Marktplatz.

Hier wurde 2014 ein eisenzeitliches Haus an seinem Originalstandort und in der Originalbauweise rekonstruiert. Es vermittelt einen beeindruckenden Einblick in das Leben der damaligen Zeit. In der Umgebung kannst du außerdem Überreste von steinzeitlichen Gräbern sehen.

Eisenzeitliches Haus | Adresse: Im Dünengürtel zwischen Norddorf und Nebel, Bushaltestelle Vogelkoje | Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet

6. St.-Clemens-Kirche

Die kleine, romanische Kirche ist auch für nicht-religiöse Menschen ein wichtiger Ankerpunkt auf Amrum. Sie steht exemplarisch für viele Jahrhunderte des Lebens auf dieser Insel, sie atmet Geschichte zwischen Glauben und Seefahrt-Anekdoten. Außerdem beherbergt sie ein mittelalterliches Taufbecken und zahlreiche andere, einzigartige Kunstschätze.

St.-Clemens-Kirche | Adresse: Prästerstigh 3, 25946 Nebel | Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 17 Uhr (außer bei kirchlichen Terminen)

Die St. Clemens-Kirche ist ein wichtiger Ankerpunkt auf Amrum.
Die St. Clemens-Kirche ist ein wichtiger Ankerpunkt auf Amrum. Foto: imago images / Chromorange

7. Die sprechenden Grabsteine von Amrum

Sie sind verwittert und uralt: Auf den sprechenden Grabsteinen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert wurden nicht einfach nur Name und Lebenszeit der Verstorbenen festgehalten, wie es heute üblich ist. 

Nein: Auf ihnen haben die Steinmetze ganze Lebensgeschichten eingemeißelt! Kleine QR-Codes neben einigen der wichtigsten Steine führen zu einer übersetzten Fassung der jeweiligen Geschichte.

Friedhof an der St.-Clemens-Kirche | Adresse: Prästerstigh 3, 25946 Nebel | Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet

8. Der Friedhof der Namenlosen

Der kleine Friedhof der Namenlosen ist ein besonders berührender Ort. Gegenüber der Amrumer Windmühle, eingerahmt von dichtem Buschwerk, haben hier die Gebeine von 32 Menschen ihre letzte Ruhe gefunden, deren Leichen Anfang des 20. Jahrhunderts angeschwemmt worden waren, doch nie identifiziert werden konnten.

Friedhof der Namenlosen | Adresse: Am Ortseingang von Nebel, gegenüber der Windmühle | Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet

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