Bayerischer Wald: 7 Gründe für einen Urlaub | reisereporter.de

7 Gründe für einen Urlaub im Bayerischen Wald

Urlaub im Bayerischen Wald – das klingt für dich langweilig? „A wo“, würde der Bayer da sagen, was so viel heißt wie „Überhaupt nicht!“. Wir liefern dir sieben Gründe, warum die Bayern Recht haben.

Claudia Rothhammer
Berge, See, Bäume, Natur pur: Das ist der Bayerische Wald. Diesen fantastischen Ausblick kannst du am Rachelsee erleben.
Berge, See, Bäume, Natur pur: Das ist der Bayerische Wald. Diesen fantastischen Ausblick kannst du am Rachelsee erleben.

Foto: imago images / Andreas Vitting

1. Urlaub für alle

Ob klein oder groß, mit Handicap oder körperlich in Top-Form, für Aktive oder Wellness-Freunde: Im Bayerischen Wald ist wirklich für jeden etwas dabei. Du willst deine Ruhe? Na, die kannst du in Ostbayern haben.

Ach, dir stünde der Sinn nach Action, Abenteuer, ausgelassenen Festen? Auch da bist du im „Woid“, wie die Einheimischen sagen, genau richtig. Hier wirst du auf jeden Fall auf deine Kosten kommen, egal ob als Single, Paar oder mit Kindern.

Mama, Papa, Kind(er) in jedem Alter – der Bayerische Wald hat für alle was zu bieten. Da könnten sogar Oma und Opa noch mit.
Mama, Papa, Kind(er) in jedem Alter – der Bayerische Wald hat für alle was zu bieten. Da könnten sogar Oma und Opa noch mit. Foto: Tourismusverband Ostbayern / Daniela Blöchinger

2. Drei Länder auf einen Streich

Du überlegst noch, ob du deinen Urlaub in Bayern, Tschechien oder Österreich verbringen willst? Im Bayerischen Wald musst du dich nicht entscheiden. Der Bayerische Wald und der Böhmerwald in Tschechien grenzen aneinander und sind das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas.

Von den Bergen im Bayerischen Wald kannst du nicht nur problemlos nach Tschechien gucken, sondern bist auch schnell drüben, wenn du willst. Das gilt auch für Österreich.

Drei Länder auf einen Streich: Radler und Wanderer können die tschechische Grenze problemlos auf ihrer Tour passieren. Wer mag, kann auch gleich noch nach Österreich radeln oder gehen.
Drei Länder auf einen Streich: Radler und Wanderer können die tschechische Grenze problemlos auf ihrer Tour passieren. Wer mag, kann auch gleich noch nach Österreich radeln oder gehen. Foto: Tourismusverband Ostbayern e.V. / Fotograf Andreas Meyer

3. Ein Stück Asien in Bayern

Auch das Fernweh nach Asien kann die Urlaubsregion Bayerischer Wald stillen – und das ganz ohne Visum und Langstreckenflug. In Bad Kötzting kannst du dich in der ersten deutschen Klinik für Traditionelle Chinesische Medizin behandeln lassen.

Oder du entspannst dich im Feng-Shui-Kurpark in Lalling. Der See hat die Form einer liegenden Acht, die beiden Stege symbolisieren Yin und Yang.

Wer am Wasser noch nicht seine Mitte wiedergefunden hat, dem sei auch der Qi-Punkt (Energiepunkt), der Organweg (aus der chinesischen Medizin), der Störzonenlehrgang und der Chakraweg (Körper-Energie-Lehrpfad) – alle Teil des Kurparks – empfohlen.

Auch Wiesent, eine Gemeinde in den Ausläufen des Bayerischen Waldes, kann dich nach Asien versetzen. Der Nepal-Himalaya-Pavillon und der dazu gehörige Park sind einen Besuch wert.

TCM-Klinik Bad Kötzting | Adresse: Ludwigstraße 2, 93444 Bad Kötzting/Bayerischer Wald

Feng-Shui-Kurpark Lalling | Adresse: Am Kurpark 1, 94551 Lalling | Öffnungszeiten: täglich von 6:30 bis 21:30 Uhr

Nepal-Hamlaya-Pavillon | Adresse: Martiniplatte, 93109 Wiesent | Öffnungszeiten: April bis Oktober, Samstag (erster Samstag im Monat und alle Samstage im August) von 13 bis 17 Uhr, Sonntag von 13 bis 18 Uhr, Montag und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr

Asien wäre dir lieber? Das geht im Bayerischen Wald ohne langen Linienflug oder Passkontrollen. Im Feng Shui Park in Lalling beispielsweise kannst du deine innere Mitte finden.
Asien wäre dir lieber? Das geht im Bayerischen Wald ohne langen Linienflug oder Passkontrollen. Im Feng Shui Park in Lalling beispielsweise kannst du deine innere Mitte finden. Foto: Claudia Rothhammer

4. Bäume, Bäume und nochmals Bäume

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, heißt ein Sprichwort. Im Bayerischen Wald kann dir das wirklich passieren! Nicht umsonst wird das Gebiet auch „Das Grüne Dach Europas“ genannt.

Das Besondere: Ein Teil der Waldregion ist Deutschlands ältester Nationalpark: der Nationalpark Bayerischer Wald. Der Besuch lohnt sich, wenn du einmal in einem echten deutschen Urwald stehen und reine Luft tanken willst.

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das kann dir im Bayerischen Wald durchaus passieren.
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das kann dir im Bayerischen Wald durchaus passieren. Foto: Claudia Rothhammer

5. Weltbekannte Glaskunst

Die Einheimischen lieben ihren Wald so sehr, dass sie ihn am Fuße der Burgruine Weißenstein sogar aus Glas nachgebaut haben. Wie die auf so was Verrücktes kommen? Ganz einfach: Die Region ist nicht nur für ihre Natur berühmt, sondern auch für Glaskunst. Vor allem die Orte nahe der tschechischen Grenze sind bekannt für ihre lange Glashüttentradition.

Gläserner Wald | Adresse: Weißenstein 18, 94209 Regen | Öffnungszeiten: Jederzeit zugänglich, auch nachts. Eintritt frei

Zu viel Natur ist nichts für dich? Na, den Wald gibt es auch aus Glas.
Zu viel Natur ist nichts für dich? Na, den Wald gibt es auch aus Glas. Foto: Claudia Rothhammer

6. Einen Aufstieg wert: Berge im Bayerischen Wald

Der Bayerische Wald hat nicht nur Bäume in Hülle und Fülle zu bieten, sondern auch Berge. Der höchste ist der Große Arber mit 1.456 Metern. Eine schöne Aussicht über die Region bieten aber auch andere Berge – und überdies werden alle staunen, wenn du ihnen von Bergen mit den besonderen Namen erzählst: zum Beispiel vom Rachel, Mühlriegel, Pröller, Ruckowitzberg, Scheuereckberg, Heugstatt, Geissberg oder Hirschberg. Eine Übersicht findest du hier!

Falls du den Brotjacklriegel besteigst, kannst du zu Hause auch gleich mit deinen neu erworbenen Bairisch-Kenntnissen Eindruck schinden. Brotjackl…was? Zugegeben, ein merkwürdiger Name. Aber eine Erklärung ist, dass die Einheimischen ihn früher „broada Jagariegl“, also „breiter Jagdriegel“, genannt haben, der Name aber falsch ins Hochdeutsche übersetzt wurde.

Lustige Namen haben sie zwar schon, die Berge im Bayerischen Wald, aber dafür bieten sie jedem, der ihnen eine Chance gibt, eine tolle Aussicht – wie hier der Pröller.
Lustige Namen haben sie zwar schon, die Berge im Bayerischen Wald, aber dafür bieten sie jedem, der ihnen eine Chance gibt, eine tolle Aussicht – wie hier der Pröller. Foto: Claudia Rothhammer

7. Alte Bräuche

Die „Waidler“, wie die Einheimischen des Bayerischen Waldes heißen, haben nicht nur Berge mit ausgefallenen Namen, sondern auch außergewöhnliche Bräuche. Einmal im Jahr erstechen sie einen gefährlichen Drachen beim sogenannten Drachenstich. Das älteste Volksschauspiel Deutschlands lockt jedes Jahr im August über zehntausend Besucher nach Furth im Wald.

Wenn dir der Drache keine Angst einjagt, dann vielleicht die finsteren Gestalten der Unterwelt? Zwischen den Jahren toben sich nach altem Volksglauben die Perchten, Hexen und Dämonen aus.

Zwischen Weihnachten und Heiligdreikönig ziehen „Drud“, „Rauhwuggerl“, „bluadiger Dammerl“ oder „Hobangoaß“ durch die Straßen und lehren den Menschen das Fürchten. Und am ersten Samstag im August könnten dir zwischen Haus im Wald und Grafenau bärtige „Mannsbilder“, sogenannte „Salzsäumergesellen“, begegnen.

Drachenstich | Adresse: Furth im Wald | Nächster Termin: 31. Juli bis 2. August 2020

Er sieht zwar furchterregend aus, aber vor diesem Drachen muss keiner Angst haben. Die Bewohner der Stadt Furth im Wald erstechen ihn regelmäßig.
Er sieht zwar furchterregend aus, aber vor diesem Drachen muss keiner Angst haben. Die Bewohner der Stadt Furth im Wald erstechen ihn regelmäßig. Foto: Claudia Rothhammer

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