Kalt und ungemütlich: So muss sich die Notfall-Übernachtung für etwa 1.170 gestrandete Passagiere von P&O Cruises angefühlt haben. Die konnten am vergangenen Samstag nach ihrem Landausflug in Monte Carlo wegen rauer See nicht auf die luxuriöse „Azora“ zurückkehren.

Da keine Hotelzimmer mehr frei gewesen sein sollen, organisierte die Reederei eine Notunterkunft – die den Passagieren offenbar gar nicht passte. Wie die „Daily Mail“ berichtete, beschwerten sie sich über die Zustände. Auf dem Boden einer Turnhalle mussten sie die Nacht verbringen, manche schlugen ihr provisorisches Nachtlager auf Tischen auf.

P&O Cruises: Kreuzfahrt-Passagiere schlafen auf Boden in Turnhalle

„Wir sollten den Tag am luxuriösesten und teuersten Ort der Welt verbringen, mussten aber die Nacht auf dem Boden schlafen“, regte sich die zweifache Mutter Julie Rawson gegenüber der „Sun“ auf. Sie sei auch über die Kommunikation vor Ort verärgert gewesen, da sie erst gegen 22.45 Uhr über die wetterbedingte Unterbrechung der Reise informiert worden sei. 

Besorgte Freunde der Betroffenen twitterten der Reederei. So schrieb „Kat 1874“, dass sie glaube, der Handyakku einer Freundin sei leer, und sie erkundigte sich bei P&O über deren Wohlbefinden. Die Reederei bestätigte daraufhin am Sonntagvormittag, dass die Kreuzfahrt wegen der Wetterbedingungen unterbrochen wurde, die Passagiere allerdings mit Essen und einem Dach über dem Kopf versorgt worden seien. 

„Azura“ strandet in Monte Carlo – Kreuzfahrt wurde am Sonntag fortgesetzt

Am Sonntagmorgen habe man die etwa 1.170 Reisenden dann in den französischen Nachbarort Villefranche gebracht, wo sie nach gut 24 Stunden wieder an Bord des Kreuzfahrtschiffes gegangen seien. Die „Azura“ setzte ihre Reise nach Cartagena in Spanien fort, sie wird am kommenden Samstag in Southampton enden.