Die Generation Z (diejenigen, die zwischen 1997 und 2012 geboren sind) ist bekannt dafür, dass sie sich nicht festlegen will und ziemlich anspruchsvoll ist. Sie ist mit dem Internet, Smartphones und Social Media aufgewachsen in Zeiten von Wachstum und Wohlstand. 

Die Internetimmobilienplattform Nestpick wollte wissen, welche Städte den Ansprüchen der Generation Z genügen. Wo können junge Menschen am besten leben, lernen und arbeiten? Um darauf antworten zu können, wurden 110 internationale Metropolen unter die Lupe genommen.

So wurden die besten Städte für die Generation Z bestimmt

Dafür wurden vier Oberkategorien mit dazugehörigen Unterpunkten bestimmt:

  • Digitalisierung (zum Beispiel digitale Zahlungsmöglichkeiten, Konnektivität/5G, Bildung)
  • Grundsätze (zum Beispiel Internationalität, Umwelt- und Klimaschutz, Sicherheit)
  • Freizeit (E-Sports und Konzerte) 
  • Business (zum Beispiel Unternehmergeist und Innovation, Erschwinglichkeit)

Den Digital Natives sind außerden Sicherheit, Diversität und Autonomie wichtig. Deutschland scheint hinter einige Punkte der Gen-Z-Wunschliste einen Haken zu machen, denn gleich zwei deutsche Metropolen sind in den Top 10.

Zwei Mädchen schießen ein Selfie vor der Tower Bridge in London.
Jung, hip und alternativ: London belegt den ersten Platz im Ranking der besten Städte für die Generation Z. Foto: imago images/Westend61

Den ersten Platz im Ranking belegt trotz des drohenden Brexits London in England mit 100 Punkten, mehr geht nicht. Die Stadt besticht mit dem besten Bildungs- und Freizeitangebot (Konzerte). Außerdem tut die britische Metropole einiges für den Klimaschutz und ermöglicht es jungen Menschen, ihre Ideen in Form von zum Beispiel Start-ups zu verwirklichen.

Auf Platz zwei landet Stockholm in Schweden. Die tolerante und weltoffene Metropole hat einen Gesamtwert von 89,88. Dicht dahinter liegt Los Angeles in den USA mit 89,40 Punkten. Junge Menschen erwartet hier eine Top-Bildung und ein herausragendes Freizeitangebot (E-Sport und Konzerte).

Toronto in Kanada.
Toronto – modern, fortschrittlich und trotzdem herzlich. Die kanadische Metropole landet auf Platz vier. Foto: imago images/Westend61

Toronto in Kanada belegt mit einem Gesamtert von 86,20 den vierten Platz. Die Hauptstadt der kanadischen Provinz Ontario hat knapp drei Millionen Einwohner und bietet optimale Bedingungen für jüngere Generationen. Auf dem fünften Platz landet New York in den USA mit 86,03 Punkten – es gibt kaum ein Städte-Ranking ohne die amerikanische Metropole, die wie ein Magnet wirkt, nicht nur auf die Generation Z.

Berlin und München in den Top 10 der Gen-Z-Städte

Beide Plätze hinter New York belegen deutsche Städte. Auf dem sechsten Platz landet Berlin mit einem Gesamtwert von 84,53. Deutschlands Hauptstadt ist unter anderem so attraktiv, weil sie jungen Menschen die Chance gibt, sich auf verschiedenen Ebenen politisch zu engagieren.

Außerdem ist es in Berlin für die Generation Z vergleichsweise günstig zu leben. Leihfahrräder und Carsharing-Angebote machen die Stadt zu einem flexiblen Ort.

„Zug der Liebe“ in Berlin.
In Berlin haben junge Menschen die Möglichkeit, sich politisch zu engagieren. Zum Beispiel können sie an Demonstrationen teilnehmen – wie hier beim „Zug der Liebe“. Foto: imago images/Future Image

Den siebten Platz sichert sich München mit 83,11 Punkten. Zwar geht hier ziemlich wenig im Bereich E-Sport, aber dafür schneidet die Stadt sehr gut in den Bereichen Bildung und Sicherheit ab. Sowohl München als auch Berlin punkten zudem mit einer erstklassigen medizinischen Versorgung.

Weitere deutsche Metropolen im Gen-Z-Städte-Ranking: Frankfurt am Main (Platz 17), Hamburg (Platz 25), Köln (Platz 26) und Stuttgart (Platz 33).

Das Schlusslicht im Ranking ist die nigerianische Stadt Lagos mit nur einem Punkt – das liegt vor allem an der schwachen digitalen Infrastruktur, Netzabdeckung und Internetqualität. Nur wenig besser sind Casablanca in Marokko (Platz 109)  und Muskat im Oman (Platz 108).

Überraschend schlecht schneidet auch Istanbul in der Türkei ab. Die Stadt landet auf dem siebtletzten Platz. In Sachen Diversität, bei der Chancengleichheit der Geschlechter und bei den Rechten für Schwule und Lesben gibt es viel Nachholbedarf für die türkische Metropole.