„We will fly you“: Condor-Crew feiert mit Passagieren im Flugzeug

„We will fly you“: Condor-Crew feiert mit Passagieren

Nach der Pleite von Thomas Cook atmeten viele Condor-Gäste auf – die Airline fliegt weiter. Ausgelassen stimmte die Crew auf einem Flug nach Düsseldorf Queens Rockhymne „We Will Rock You“ an.

Thomas Cook meldete Anfang der Woche Insolvenz an – die Tochter Condor kann mit einer Finanzspritze weiterfliegen.
Thomas Cook meldete Anfang der Woche Insolvenz an – die Tochter Condor kann mit einer Finanzspritze weiterfliegen.

Foto: imago images/Rüdiger Wölk

Die Erleichterumg muss bei den Mitarbeitern und den Fluggästen der Thomas-Cook-Tochter Condor groß gewesen sein, als der deutschen Airline Anfang der Woche ein Überbrückungskredit bewilligt wurde – 380 Millionen sollen Condor über Wasser halten und die Passagiere weiterhin in der Luft. 

Eine emotionale und originelle Danksagung ließ sich einer der Piloten auf dem Flug DE 1517 von Mallorca nach Düsseldorf einfallen. Durch die Lautsprecher tönte Freddie Mercurys Stimme, rhythmisch klopften Crew und Passagiere zu dem Welthit „We Will Rock You“ – nur, dass der Pilot nicht nur rocken, sondern auch fliegen wollte.

Video: Condor-Crew und Passagiere feiern Party zu Queens „We Will Rock You“ 

Und jetzt alle: „We will, we will fly you“, etwas krumm auf Deutsch „Wir werden euch fliegen“. Wie viele der Passagiere filmte auch Sean Leifels die spontane Party und veröffentlichte das Video auf Youtube. In diesem hält der Pilot nach der Gesangs- und Tanzeinlage noch eine persönliche Ansprache.

Mit den Worten „Bleiben Sie uns auch bitte die nächsten 64 Jahre treu“ leitet er seine Rede ein und erzählt, dass er seit 25 Jahren für das Unternehmen fliegen würde. Ein bisschen, nämlich 17 Jahre und sechs Monate, möchte er das auch noch weiterhin tun. Die Condor-Kollegen seien wie eine Familie, passend dazu formt eine der Stewardessen im Video ein Herz mit ihren Händen.

Thomas Cook ist pleite – Konkurs sorgt für Chaos

Während bei Condor die Anspannung offenbar nachgelassen hat, überwogen bei einem der vermutlich letzten Flüge von Thomas Cook am Montagmorgen Melancholie und Frust. Dort applaudierten Passagiere bei der Landung in Manchester und wünschten den Mitarbeitern Glück. Zehntausende von ihnen haben über Nacht wegen der Pleite ihren Job verloren.

Doch auch Passagiere leiden nach wie vor unter dem Konkurs der britischen und der deutschen Thomas Cook. Weltweit sind Hunderttausende nach der vorläufigen Einstellung des Flugbetriebs gestrandet und versuchen verzweifelt, nach Hause zu kommen. Doch das soll vielerorts vom Hotelpersonal verhindert werden, da der Reise-Gigant Thomas Cook offenbar etliche Hotel-Rechnungen noch nicht beglichen hat.

Sogar von Handgreiflichkeiten berichten einige Urlauber. Sie würden nochmals zur Kasse gebeten. Solche Szenen und die Ungewissheit sollten jedoch seit gestern Geschichte sein. Zurich, der Thomas-Cook-Versicherer, kündigte an, dass wieder Zahlungen an Hotels im Ausland gehen sollten. 

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