Für 3.800 Euro hatte ein Jäger aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen eine Jagdreise nach Sklov (auch Schklou) gebucht. In die ländliche Einöde Weißrusslands verschlug es ihn wegen einer Sache: Er wollte Elche jagen. Im Buchungspreis war deshalb sogar eine „Abschussvorauszahlung“ von 1.500 Euro inbegriffen – für einen Elch mit einem Trophäengewicht von sechs Kilo.

Und genau die Summe wollte sich der Deutsche vor Gericht nun erstreiten, denn die Jagdreise ging seiner Ansicht nach für ihn leer aus. Mindestens genauso erfolglos sollte er vor dem Amtsgericht Mönchengladbach sein, denn dieses wies die Klage gegen den Jagdreiseveranstalter am heutigen Freitag ab.

Mann bucht Jagdreise nach Weißrussland, weil er Elche schießen will

Der Kläger plädierte auf sein vermeintliches Vetragsrecht, ihm soll der Abschuss schließlich zugesichert worden sein. Allerdings habe er keine Gelegenheit gehabt, einen Elch zu schießen, wie der „WDR“ berichtet. Na ja – eigentlich hatte der Mann sehr wohl auf ein Tier geschossen, auf ein krankes, das leichter als das vereinbarte Trophäengewicht gewesen sein soll.

Getroffen haben soll er es auch, sogar ein Paket habe ihm der Veranstalter mit seiner Trophäe nach Deutschland geschickt. Annehmen wollte der Mann es jedoch nicht.

Für das Mönchengladbacher Amtsgericht ist das alles aber irrelevant: Geld gibt’s nicht zurück! Die Vertragsbedingungen des Unternehmens seien eindeutig: Der Mann habe schließlich die Chance erhalten, auf einen Elch zu schießen, und nur das sei zuvor zugesichert worden. „Es kommt nicht darauf an, ob er getroffen hat oder nicht“, so ein Gerichtssprecher.